News AI-Welle: Microsoft löst Apple als wertvollsten Konzern der Welt ab

MC´s schrieb:
Was mich freut, die Unternehmen mit dem meisten Umsatz und auch Marktkapitalisierung kommen alle aus den USA. Die ehemals großen deutschen Firmen haben nicht mehr viel zu melden bei den Big Playern und auch das einstige Standbein, die deutsche Autoindustrie, ist nur noch ein Schatten seiner selbst und wird zum Glück weitere Marktanteile verlieren in dem nächsten Jahren. Sage nur Dieselskandal usw., also gute deutsche Wertarbeit.
Ähhh... ja.
https://www.merkur.de/wirtschaft/18-milliarden-euro-bmw-erzielt-rekordgewinn-zr-92134556.html
 
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@RogueSix
Mag vielleicht auch daran liegen, dass für viele bisher nur ChatGPT und Verwandte, Midjourney, Dall-E usw. sicht- und erlebbar sind.

Das ist aber auch nur wieder die Spitze des Eisberges. Irgendwie hat das Iceberg-Modell in letzter Zeit vermehrt eine stärkere Bedeutung😇.
 
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heroesgaming schrieb:
Darf man auch noch erfahren, was dich genau daran freut? ;)
Das weiß er wahrscheinlich selber nicht. Ich kann so einen Hass wirklich nicht nachvollziehen und das gibt es wahrscheinlich auch nur in DE. Freude, wenn die eigene Industrie den Bach runtergeht.
 
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BorstiNumberOne schrieb:
Das weiß er wahrscheinlich selber nicht. Ich kann so einen Hass wirklich nicht nachvollziehen und das gibt es wahrscheinlich auch nur in DE. Freude, wenn die eigene Industrie den Bach runtergeht.
Naja, den Bach runtergeht ... ich finde primär, dass solche Aussagen uninformiert wirken. Ja, die wertvollsten Unternehmen kommen aus den USA. Das liegt aber auch an Rahmenbedingungen, die für die Bürger dieses Staates nicht immer nur positiv sind.
Haifischkapitalismus in Form eines weitgehend unregulierten Marktes ohne Kündigungsschutz oder weitergehende soziale Absicherung für jeden Einzelnen kann man wollen, muss man aber nicht - und genau einen solchen braucht es, um Monopole in Schlüsselsektoren hervorzubringen, die derartige Konzerne hervorbringen können.

In Europa hat man sich schlicht für einen anderen Weg entschieden. Die soziale Absicherung ist weit stärker. Ein Arbeitnehmer ist schwerer aus seinem Angestelltenverhältnis zu drängen. Im Schnitt arbeiten wir weniger, auch weil hier mehr bezahlter Urlaub üblich ist. Kranken- und Rentenversicherung basieren in Ländern wie Deutschland auf Prinzipien, die der US-Amerikaner schlechthin als Kommunismus betrachten würde.

Hat dieser linkere, weniger kapitalistische, stärker regulierte Ansatz seine Nachteile? Ja, definitiv. Aber er hat auch seine Vorteile. Auf keiner Seite des großen Teichs ist alles Gold, was glänzt.

Nimm die deutsche Wirtschaft allein: Große Unternehmen sind für sie kaum repräsentativ. Mehr als irgendeine andere große Volkswirtschaft sind wir abhängig von unserem Mittelstand, einer großen Anzahl kleiner bis mittelgroßer Unternehmen, die auf ihren Feldern führend sind. Viele der Namen dieser Unternehmen wird die Mehrheit kaum je gehört haben. In meiner Heimatstadt existiert etwa dieses:

https://www.puetz-folien.com/index.php/de/

Weltmarktführer im Bereich Folien. Kennen wird es trotzdem kaum jemand. Und solche Fälle gibt es in Deutschland zuhauf.

Große Unternehmen sind für unsere Wirtschaftskraft kaum repräsentativ. Wir fahren ein anderes Wirtschaftsmodell, das zwar keine Microsofts, Apples oder Googles hervorbringt, aber durchaus seine Stärken hat. Die sind halt nur nicht so deutlich sichtbar wie himmelhohe Marktkapitalisierungen an der New Yorker Börse.
 
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Cleveres Investment zur richtigen Zeit hat sich hier ausgezahlt. Das meine ich aber wertungsfrei gegenüber AI, dem gegenüber habe ich eine kritische Position. Aber Google auf so einem Feld eiskalt zu erwischen muss man erstmal schaffen. Apple finde ich an der Stelle nicht direkt vergleichbar, denn die waren ja stets Hardwareseller. Generell ist da an der Spitze aber so viel Dynamik, das wird nicht lange so bleiben. Ist ja nicht das erste mal, wird auch nicht das letzte mal gewesen sein, vermutlich.
 
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@heroesgaming: Sehr gut gesagt und völlig richtig, die Hidden Champions gibt es ja auch noch. ;)
Ergänzung ()

heroesgaming schrieb:
Naja, den Bach runtergeht
Das war auch etwas sinnbildlich. Den Bach runter gehen die aktuell gar nicht, auch wenn es hier da mal schwierigere Zeiten gab und gibt. ;)
 
heroesgaming schrieb:
Große Unternehmen sind für unsere Wirtschaftskraft kaum repräsentativ
Ich finde dieser Satz ist richtig und falsch zugleich, denn, was du meiner Meinung nach hier vereinfachend auf der Seite liegen lässt, ist, dass ein nicht unerheblicher Teil dieser deutschen und auch europäischen mittelständischen Firmen davon lebt, dass große Firmen ihre Kunden sind. Sprich: Sie gehören zu den Zulieferern, sind also direkt betroffen, wenn große Firmen ihre Aufträge aufgrund von finanziellen Problemen verringern müssen oder Produktionen umgestellt werden, siehe z.B. Elektromobilität. Das Feld der mittelständischen Firmen ist also keinesfalls frei von den Dynamiken, denen die Großkonzerne ausgesetzt sind, oder die diese selbst erzeugen.
Also ja, es stimmt, dass unsere Hauptwirtschaftskraft nicht insbesondere durch die Großkonzerne repräsentiert wird, aber durch die vorhandenen Abhängigkeiten ist sie eben auch nicht losgelöst von ihnen.
 
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RogueSix schrieb:
Sicher mögen die Bewertungen der Unternehmen an den Aktienmärkten inzwischen etwas im sportlichen Bereich angelangt und dort eine gewisse Blasenbildung oder schlicht Übertreibung zu verzeichnen sein, aber das muss man ja isoliert betrachtet vom operativen Bereich trennen.
Im operativen Bereich gibt es keinen Hype und keine Blase, sondern bereits jetzt echte, greifbare Investitionen in ebenso echte und greifbare Anwendungsgebiete.

#

Wenn ich daran denke, wie viele Leute selbst in einem Forum wie Computerbase noch skeptisch sind, dann ist das keine Blase, sondern noch total unterbewertet. Interessant ist AI ja auch, weil der einzelne Mensch gar nicht überzeugt werden muss. Das kommt einfach zwangsläufig in jedes vorhandene Produkt und das nutzt man natürlich weiter. Egal was da im Hintergrund passiert. Am PC, im Auto, in der Wohnung, bei der Arbeit, beim Arzt, im Krankenhaus, bei Dienstleistern wie der Versicherung usw.

Werden AI-Unternehmen Pleite gehen? Sicherlich, aber nicht weil die Blase platzt, sondern weil sich diverse Unternehmen durchsetzen werden. Ebenso wie in jedem anderen Bereich auch. Entweder man ist vorne dabei und liefert ab oder man verschwindet vom Markt. Natürlich werden sich auch lukrative Nischen bilden.

Und der wichtigste Punkt. Wir hatten jetzt quasi 1 Jahr KI in der Praxis. Was wird dann in 10 Jahren möglich sein? Was in 100 Jahren?
 
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Grimba schrieb:
Ich finde dieser Satz ist richtig und falsch zugleich, denn, was du meiner Meinung nach hier vereinfachend auf der Seite liegen lässt, ist, dass ein nicht unerheblicher Teil dieser deutschen und auch europäischen mittelständischen Firmen davon lebt, dass große Firmen ihre Kunden sind. Sprich: Sie gehören zu den Zulieferern, sind also direkt betroffen, wenn große Firmen ihre Aufträge aufgrund von finanziellen Problemen verringern müssen oder Produktionen umgestellt werden, siehe z.B. Elektromobilität. Das Feld der mittelständischen Firmen ist also keinesfalls frei von den Dynamiken, denen die Großkonzerne ausgesetzt sind, oder die diese selbst erzeugen.
Also ja, es stimmt, dass unsere Hauptwirtschaftskraft nicht insbesondere durch die Großkonzerne repräsentiert wird, aber durch die vorhandenen Abhängigkeiten ist sie eben auch nicht losgelöst von ihnen.
Das ist richtig, gilt in einer globalisierten Welt aber sowieso grundsätzlich immer. Selbst TSMC als goldener Fasan der Technik-Welt würde als reiner Auftragsfertiger schließlich Federn lassen, wenn die Aufträge wegbrächen. Dasselbe gilt für ASML. Oder eben deren deutsche Zulieferer Trumpf und Zeiss.

Und an diesem Beispiel sieht man dann auch direkt: Die Großkonzerne, die beliefert werden, müssen auch nicht zwingend deutsche sein. Die Automobilindustrie hierzulande ist zweifelsohne wichtig und war in der Vergangenheit ja auch deshalb politisch sehr (zu) einflussreich. Und ja, sie steht auch am Ende einer Vielzahl von Zulieferern, die alle betroffen sind, wenn es ihr nicht gut geht. Aber der Punkt war ursprünglich ja, dass keine deutschen und europäischen Firmen unter den wertvollsten der Welt sind. Das ist natürlich wahr, für sich selbst betrachtet aber eben nicht umfassend relevant - aus den genannten Gründen.
 
Ok, so wird da ein Schuh draus.

Dennoch sollte man dann, wenn man sich auch zurecht darüber freuen kann, dass auch Großkonzerne für Verfehlungen abgestraft werden, nicht außer Acht lassen, welcher Rattenschwanz daran hängt. Und ja, selbstverständlich macht das das Verhalten vieler Großkonzerne noch verantwortungsloser aus diesem Gesichtspunkt.
Aber am Ende kann man nicht wirklich zwingend daran interessiert sein, dass diese schlussendlich komplett scheitern, sondern daran arbeiten, das wieder in ordentliche Bahnen zu lenken, was selbstverständlich immer gegen harte Lobbyarbeit geschieht, aber durchaus auch Erfolg hat. Ich weiß, vielleicht werde ich gerade utopisch, aber ich bin dennoch der Meinung, der negative Impact eines Totalausfalls wäre höher als ein mühsames, aber stetiges Arbeiten an ordentlichen Verhältnissen.
 
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Dr. MaRV schrieb:
Vielleicht sehe ich den großen Nutzen auch einfach nicht, oder meine Vorstellung reicht nicht dafür.
Ich denke deine Einschätzung der Lage trifft es sehr gut. Wer länger dabei ist, der kennt langsam das Getrommel der Techkonzerne und was nachher übrig bleibt. Ich warte noch heute auf die passgenauen Angebote und Empfehlungen vom "Algorithmus", der vor ca 15 Jahren der letzte Schrei war. Wenn man sich die Börsennachrichten anschaut, dann erkennt man ja auch super wieso das alles passiert.
 
b3nb0hne schrieb:
Uff, Win10 ist bald Eol.Früher konnten nur Busniss Kunden den Support verlängern, der 0815 User blieb aussen vor.
Jetzt kann der Normalo ebenfalls wieder Busnisse Kunde seinen Support Verlängern, gegen Aufpreis
Finde das eilen guten Zug von Ms.

Grundsätzlich bin ich bei Dir, dass eine Supportverlängerung von einem Betriebssystem, die früher nur für Firmenkunden da war zunächst einmal wie ein Vorteil aussieht.

Nur musst Du auch ein wenig die Umstände berücksichtigen.
Früher bedeutete das für Microsoft auch wirklich Mehraufwände, nur weil der Kunde aus irgendwelchen innerbetrieblichen Gründen mit dem Umstieg auf die nächsthöhere Windows Version nicht nachkam.

Jetzt portiert Microsoft sogar Dinge aus Win11 zurück nach Win10, weil sie merken, dass es keiner haben will.
Wir tun Microsoft doch so oder so einen Gefallen, egal ob wir Win10 oder Win11 einsetzen.
Der ganze KI Scheiß wird immer mehr Daten von Dir abgreifen, an diesen Daten verdienen die, man schenkt Dir den KI Service doch nicht aus reiner Menschenliebe, soviel sollte doch klar sein.

Windows 10 und 11 wurden schon seit Jahren verschenkt, konntest Du noch mit Deiner Win7 oder Win8 Lizenz abreiten. Warum wohl .. weil EULA und alles immer mehr und mehr Microsoft in die Hände spielt.

Darum nerft mich das kolossal ab, das nun auch noch Windows 10 mit Win11 "Features" kontaminiert wird, die mehr Microsoft als dem User zum Vorteil gereichen und dafür soll ich auch noch zahlen?
Also verarschen kann ich mich aus selber.

Der Online Account Zwang, auf einmal selbst für die Professional Version von Win11, wird schon seinen Grund haben. Irgendwann wirst Du auch für Windows blechen müssen (Abo / SaaS). Und weil immer noch so viele Leute ein Windows 10 haben (und 11 nicht möchten) wird alles schön auf Win10 zurückportiert, damit man unter Win10 genausogut abmelken kann wie unter Win 11.

Nochmal, dafür dass ich der galackmeierte bin soll ich auch noch blechen? Nee, ne.
 
heroesgaming schrieb:
Sowohl an MS als auch an Apple hält Blackrock weniger als 5% der Anteile. Wenig ist das nicht, man muss die Definition aber schon strecken, wenn man sie auch nur als Großaktionär darstellen möchte. Vanguard (ein Blackrock-Konkurrent) hält an beiden Unternehmen größere Anteile.

Just fyi.

"Blackrock / Vanguard gehört alles!" ist eh immer nur die Hälfte der Wahrheit, weil denen genaugenommen meistens überhaupt nichts gehört. Das sind Vermögensverwalter. Die treten in den Listen der größten Aktionäre i.d.R. nur über ihre Investmentvehikel auf, die selbstverständlich ihren Kunden gehören. (Auch wenn sie in deren Namen oft die Stimmrechte ausüben dürfen.)
 
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RogueSix schrieb:
Ich kann auch nicht nachvollziehen, dass Leute hier von einer "Blase" sprechen. Eine Blase setzt Inhaltsleere voraus. Dies ist bei AI nicht der Fall.
So? Dann nenne doch mal die Bereiche, in denen "KI" wirklich Vorteile gegenüber herkömmlichen Lösungen hat. Und bitte nicht den Fehler machen, dass du hier Algorithmen mit "KI" verwechselst: das Kern-Feature "natürliche Sprach" ist keins, was "KI" exklusiv wäre, nur kann man sowas toll als "KI Feature" vermarkten. Außerdem bitte nicht unterschlagen, dass generierte Bilder, Texte usw. keinen Urheber-Schutz genießen (was ein gigantisches Problem für eine Vielzahl an Anwendungsbereiche darstellt) und dass es X Tausend Produkte und Start-Ups gibt, die alle ihrer Produkte mit "KI" Label versehen und Last but not least, das Problem der Trainings-Daten die auf Urheberrechtlich geschützten Daten basieren.

RogueSix schrieb:
Alleine nVidia zum Beispiel macht jetzt einen Quartalsumsatz von US$18 Mrd.
Das ist keine "Blase". Das sind Zahlen, Daten und Fakten basierend auf echten, greifbaren Geschäftsaktivitäten in Form von Sachleistungen (Hardware) und Dienstleistungen.
Es ist keine Spekulation auf zukünftige Erträge oder einen imaginären Markt, sondern die Einnahmen der AI-fokussierten Großkonzerne finden bereits real statt.
Nur der Interesse halber: zur Hochzeit des Crypto-Hypes haben die Crypto-Bros wie viele Mrd. Umsatz gemacht...?

Denn jetzt hat OpenAI noch keinen Gewinn gemacht, genauso wenig wie MS oder irgendein anders der Startups. Und OpenAI selbst ist auch ziemlich offen darin, dass man auch für die nächsten XX Jahre nicht annimmt jemals gewinnbringend sein zu können. Auch gibt es jetzt noch keine Anwendungen, die "das Killer-Argument" für KI wären. Genau wie es jetzt eine Menge an Problemen gibt, die nicht ansatzweise gelöst wären.

Was einen dann zur Verwendung des Wortes Blase führt: entweder, man kann es als Blase definieren, da jeder irgendwie alles um jeden Preis aktuell als "KI" vermarkten möchte und die teilweise massiven Probleme hinter der Technologie einfach ignoriert werden, was zwangsläufig später zu einem starken Rückgang führen wird. Oder man definiert es als Welle, da wir von einem Kamm aktuell definitiv später in ein Tal stürzen werden, einfach weil es weder finanziell noch konzeptionell Sinn macht alles mit "KI" Label zu versehen... Gefolgt von einem weiteren Kam später, wenn wir neue Anwendungsbereiche mit "KI" erschließen, die eben nicht auf ChatBots oder statischer Bild Generierung usw. basieren.

In beiden Fällen, ist der Rückgang aber sicher und der aktuelle Hype zum großen Teil Spekulation, denn wie vorher etabliert ist das Konzept "KI" und dessen Verwendung stand heute nicht tragfähig... Was aber nicht heißt, dass wir in Zukunft nicht doch einige sinnvolle Anwendungen auf Basis von "KI" haben werden. Nur eben nicht die absolut absurde Menge wie sie aktuell z.B. auf der CES zu sehen ist.

Aber hey, wenn du der Meinung bist, KI Pin, KI Matratze, KI Fahrrad, KI Maus, KI Bildschirm, KI Grill oder KI Tastatur (was meines Wissens nach alles als Produkt mit dem Label exisitert) sind alle finanziell und konzeptionell tragbar, dann viel Spaß mit exakt diesen Produkten ;)
 
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DonDonat schrieb:
So? Dann nenne doch mal die Bereiche, in denen "KI" wirklich Vorteile gegenüber herkömmlichen Lösungen hat. Und bitte nicht den Fehler machen, dass du hier Algorithmen mit "KI" verwechselst: das Kern-Feature "natürliche Sprach" ist keins, was "KI" exklusiv wäre, nur kann man sowas toll als "KI Feature" vermarkten.
Und wie viele Programme existieren bereits, die ohne maschinelles Lernen auskommen und halbwegs verstehen, was man denen schreibt?
Wenn man sowas naiv programmieren würde, müsste man ein extrem komplexes Programm schreiben. Und weil das praktisch nicht möglich ist, trainiert man eben ein neuronales Netz. Und mit dieser Technik ist sowas dann plötzlich realisierbar.
 
AI als Tool ist nett, aber in der Tech-Branche wird eh jedes neue Thema gehyped und dramatisiert, da muss man nicht viel drauf geben, außer man versucht genau mit der Welle mitzusurfen wenn man davon profitiert. Bei den aktuellen "AIs" handelt es sich außerdem nicht um "AGIs" (AGI (Artificial General Intelligence) ist das, was man sich eigentlich unter AI vorgestellt hat früher) und ich bezweifle dass durch ein Zusammenketten von mehreren für spezifische Einsatzzwecke gedachten AIs sowas wie eine AGI am Ende entstehen kann.

Dazu noch sind die AIs sehr fehleranfällig. Außer Jobs, wo wenig eigene Leistung und Kreativität gefordert ist, werden AIs meiner Ansicht nach nichts ersetzen, sie werden nur als Tools unterstützen. Am Ende muss eh immer noch ein Mensch drüber gucken über die Resultate, denn ob die gut sind, muss angezweifelt werden.

Wenn WIndows-User das also bald zwangsweise in Windows integriert haben, dann haben sie im Prinzip (neben noch einer neuen Datensammel-Quelle für MS) eine Abstraktionsschicht zwischen dem, was sie eigentlich einstellen wollen im OS, und dem Resultat. Und das Resultat kann ganz anders aussehen als ihr euch das vorstellt. Und MS hat eine weitere Ausrede dafür, noch mehr von euren Nutzungsdaten zu sammeln, denn die KIs müssen ja trainiert werden. Auf der Basis von EUREN Daten. Bei Microsoft.

Also einen Copilot in Windows stelle ich mir so vor: ihr zahlt noch mehr von euren Nutzungs- und OS-Daten an MS, im Gegenzug erhaltet ihr einen besoffenen Admin-Bot mit vollen Systemrechten bei euch, dem ihr per Sprach- oder Textchat Dinge sagen könnt die er machen soll, und die macht er dann meistens. Ab und zu macht er auch gravierende Fehler. Auf solchen Fehlern bleibt ihr sitzen. Und Malware hat es dann auch noch einfacher - einfach dem Copilot bestimmte Prompts unterschieben.
Ergänzung ()

Grimba schrieb:
Cleveres Investment zur richtigen Zeit hat sich hier ausgezahlt. Das meine ich aber wertungsfrei gegenüber AI, dem gegenüber habe ich eine kritische Position. Aber Google auf so einem Feld eiskalt zu erwischen muss man erstmal schaffen. Apple finde ich an der Stelle nicht direkt vergleichbar, denn die waren ja stets Hardwareseller. Generell ist da an der Spitze aber so viel dynamik, das wird nicht lange so bleiben. Ist ja nicht das erste mal, wird auch nicht das letzte mal gewesen sein, vermutlich.

Wenn man noch das alte Pre-Nadella-Microsoft im Kopf hat, ja.
Seit Nadella ist Microsoft aber nicht nur ähnlich, sondern quasi das gleiche wie Google geworden.
Daten sammeln ist ein Riesengeschäft, und dem User danach AI-Tools anzubieten die auf Basis der gesammelten Daten ihm "Mehrwert" verschaffen, ist dann das logischerweise nächste Riesengeschäft.
Apple geht auch immer mehr in die Richtung, der reine Hardwareverkaufsladen mit (für Apple) traumhaften Luxus-Margen von mehreren hundert bis tausenden Prozenten sind sie schon nicht mehr, sie bauen auch immer mehr Analytics in ihre Applikationen und Websites ein, denken jetzt auch vermehrt daran Werbung zu schalten, usw. Und es werden auch weniger iPhones gekauft als früher, und die Neuerungen zwischen den iPhone-Generationen werden auch immer weniger. Sie werden sich also nach weiteren Geschäftsmodellen umsehen müssen, und was bietet sich da mehr an als Werbung und User Tracking.
 
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Vigilant schrieb:
Jobs an den Kragen gehen
Naja wäre in DE ja nicht schlecht wenn man bedenkt wie schwierig es ist, personal zu finden. Aber vieles lässt sich auch nicht durch KI ersetzen. Berufe in der Pflege als nur ein Beispiel.
 
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