Zweite Ausbildung, Fachinformatiker (Systemintegration) gute Wahl?

Sind alles Dinge, welche beim Arbeitgeber angesprochen und ausgehandelt werden müssen. Allerdings nach der Ausbildung. Behaupte jetzt mal, Sonntagsarbeit und Überstunden sind als Azubi jetzt mal uninteressanter. Nach der Ausbildung kann es halt so sein:

>Sonntagsarbeit:
Sehr selten, kann vorkommen (wenn beispielhaft ein wichtiges System die Hufe hochwirft oder bei kritischen Systemupdates). Kommt aber auf den Arbeitgeber an bzw. was im Arbeitsvertrag ausgehandelt wird. Kann nur von mir sprechen : ich selbst muß nicht am SA, SO antreten.
Beim vorherigen Arbeitgeber, haben sich die Systeme selbständig auf den Backup-Server umgeschalten und konnte dann am Montag in Ruhe die Wartung und Reparatur vornehmen. Ansonsten, hätte ich antreten müssen.

>Überstunden:
Kann nur hier von mir sprechen : Hier und da mal ne Stunde länger, weil gerade die Luft brennt oder man gerade einen Lauf hat, um etwas abzuschließen. Gesetzlich per Freizeitausgleich (so gesehen unbezahlt).

>Einsatzort:
Da war verschiedenes darunter : Diverse Unternehmen, Landesbehörde, Stadtbehörde, Klinikum. Auswahl ist da.
 
ayngush schrieb:
Was verstehst du unter "bezahlten Überstunden"?
In der Regel ist das so, dass Überstunden durch Freizeit abzubauen sind.
Also man macht welche und dann macht man an einen anderen Tag dafür frei (oder geht eher, usw.).

Immerhin, tag frei ist doch auch schon gut. Bezahlte Überstunden sind für mich Überstunden für die ich vom Arbeitgeber entschädigt werde. Momentan bekomme ich weder frei noch Geld für meine Überstunden.

ayngush schrieb:
Wenn man in einer "normalen" Firma unter kommt, dann sind Dinge wie Wochenendarbeit oder viele Überstunden ohnehin nicht vorgesehen, außer alle paar Jahre mal ein paar Server neu machen, falls man damit überhaupt etwas zu tun hat. Man muss nur darauf achten, dass das eine Verwaltung oder so etwas ähnliches ist und nichts mit Schichtdiensten und kein Einzelhandel. Versicherungen bieten sich da immer an, die zahlen auch ganz gut und haben gute Boni. (13. & 14. Gehalt, uvm.)

OK, alles klar...
 
Weder frei noch Geld ist schon ein Gesetzesverstoß. Ich weiß, dass das leider in der Gastronomie branchenüblich zu sein scheint. Dennoch ist so etwas generell nicht zulässig. Auch das ständige Überschreiten von 8 Stunden pro Arbeitstag ist nicht zulässig. Es darf mal (in Ausnahmefällen mit Begründung) bis max. 10 Stunden vorkommen, muss aber in einem gleitenden 6-Monats-Zeitraum bei 8 Stunden liegen. Alles andere ist vom Arbeitsrecht her für Angestellte nicht zugelassen.

Deswegen verstehe ich die Leute auch nicht, die meinen in der IT hat man immer viele Überstunden. Das stimmt einfach nicht. Ich arbeite 40 Stunden die Woche. Und ich bin Projektmanager in der IT-Entwicklung, von denen auch immer behauptet wird, dass sie so viele Überstunden machen würden. Mehr als 40 Stunden die Woche "vernünftige, kognitive Arbeit" abzuliefern halte ich auf Dauer für nicht möglich und ist demnach betrieblich oder für das Projektgeschäft an sich auch gar nicht sinnvoll.

Im Projektgeschäft folge ich den Ansätzen des agiles Manifests u.a.
Agile Prozesse fördern nachhaltige Entwicklung.
Die Auftraggeber, Entwickler und Benutzer sollten ein
gleichmäßiges Tempo auf unbegrenzte Zeit halten können.

Das bedeutet: Nicht dauerhaft auf "menschlichen Verschleiß" fahren. Da hat doch niemand etwas von. Außer Burn Out und ständiges Nachbesetzen von Positionen, weil die Leute ausfallen oder abhauen.
 
Küchenmeister und dann Lebensmittelkontrolleur. Die werden gesucht da herrscht ein riesiger Mangel und man hat "normale" Arbeitszeiten und einen sicheren Job.
Und man kocht nicht mehr selber.


Aber ich kann verstehen wenn man nicht mehr im Lebensmittelbereich arbeiten möchte. Meine erste Ausbildung war auch in der Lebensmittelindustrie mit 24/7 und Überstunden ohne Ende.

Wenn man gar nix mehr in dem Bereich machen will dann hiflt wirklich die zweite Ausbildung. Ich hab es damals nicht in den IT Sektor geschafft.
 
ayngush schrieb:
Deswegen verstehe ich die Leute auch nicht, die meinen in der IT hat man immer viele Überstunden. Das stimmt einfach nicht. Ich arbeite 40 Stunden die Woche. Und ich bin Projektmanager in der IT-Entwicklung, von denen auch immer behauptet wird, dass sie so viele Überstunden machen würden. Mehr als 40 Stunden die Woche "vernünftige, kognitive Arbeit" abzuliefern halte ich auf Dauer für nicht möglich und ist demnach betrieblich oder für das Projektgeschäft an sich auch gar nicht sinnvoll.

Das klingt sehr vernünftig... Ja ich würde es schon gerne in den IT Sektor schaffen..ist halt nicht ganz einfach als Zweitausbildung.
Ich hoffe trotzdem weiter und versuche möglichst einen guten Lehrbetrieb zu finden ;)

Ich mache auch gern Überstunden. Nur halt ungern regelmäßig mehr als maximal 10 pro Woche und dann krieg ich auch gerne was dafür ;)
 
z301 schrieb:
Ich mache auch gern Überstunden. Nur halt ungern regelmäßig mehr als maximal 10 pro Woche und dann krieg ich auch gerne was dafür ;)

Man merkt, dass du aus der Gastro kommst :) In vielen größeren Betrieben ist sowas überhaupt gar nicht möglich. Da wird schon genauer auf die Einhaltung der Arbeitszeiten geachtet. Sonst gibt es oft schnell Ärger mit dem Betriebsrat oder Vorgesetzten. Ab einer bestimmten Überstundenzahl wird oft automatisch dein Chef informiert und er zwingt dich zum Abbau.

Den Weg aus der Gastro ist eine gute Idee. Die FiSi Ausbildung bietet viele Möglichkeiten und durch eine Spezialisierung kann man einen guten Job haben. Die großen Clouds ala AWS und Azure wachsen derzeit noch kräftig und das ist eine gefragte Fähigkeit. Hier gibt es auch diverse Zertifakte wie den AWS Certified Solutions Architect – Associate.

In der Ausbildung kann man die Hälfte einer Berufsschuleklasse getrost in die Tonne kloppen. Hier kannst du dich locker mit guten Noten und Zusatzqualifikationen hervortun. Fähigkeiten in Linux, der Cloud, im Projektmanagement oder im Nertzwerkbereich wie CCNA helfen auch. Du musst halt gucken, was dir am meisten zusagt. Es gibt viele viele Möglichkeiten ;) Du findest online unendlich viele und oft günstige Möglichkeiten zur Weiterbildung von Red Hat Certified System Administrator bis zum AWS Certified DevOps Engineer – Professional.
 
Cokocool schrieb:
* Überflüssiges Zitat editiert! *

Klingt super! Bin feuer und Flamme!

Allerdings bin ich wirklich gerade am Schauen, ob ich mich vielleicht irgendwie in ein Studium mogeln kann, weil es total schwierig ist mit einer Mittleren Reife eine Ausbildung zu bekommen. Aber die wenigen Fernstudiengänge als Bachelor of Science, setzen meistens Berufspraxis in der Informatik voraus. (oder ein Abitur welches ich natürlich nicht habe) Das Abitur nach zu holen würde mich natürlich nochmal 3 Jahre kosten, da kann ich mich noch nicht so recht zu überwinden :/ Ich werde halt immer an der zeit vor 8 Jahren gemessen, als ich noch nicht wusste dass man sich anstrengen muss in der Schule, um später alle Perspektiven zu haben. (Klar haben mir das alle gesagt... XD) Ich war auch nie doof, nur faul. Das holt mich jetzt ein.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
In welcher Gegend suchst du denn ? In BaWü herrscht z.B. quasi Vollbeschäftigung. Ggf. würde ich in einem größeren Radius suchen oder in einer ganz anderen Gegend. Da kann man sich teilweise das Unternehmen fast nach beliegen aussuchen.

Klar mit mittlerer Reife ist etwas schwieriger einen Fuß in die Tür zu bekommen, aber nicht unmöglich. Evtl. mal die Bewerbungen verbessern oder eben schon etwas Erfahrung im Hobby Bereich (RaspberryPi, Webseite bauen, ...), sammeln, die man in Bewerbungen benutzen kann.

Studium ist schon ein Stück härter und hier kann man auch scheitern.
 
Cokocool schrieb:
* Überflüssiges Zitat editiert! *

Ich suche in der Gegend Kiel bis Hamburg. Ja vermutlich muss ich auch ein bisschen Glück haben, dass ich einen personaler erwische der meine Bewerbung beim Zeugnis nicht gleich beiseite legt.

Klar beim Studium kann man scheitern... Aber wahrscheinlich kann man mit einem vernünftigen Studium mehr erreichen als mit einem mittelmäßigen Realschullabschluss XD Bisher habe ich immer nachgefragt woran es gelegen hat dass ich nicht eingeladen wurde. Meistens kam dann sowas wie: "Sie haben leider nicht die ausreichene Qualifikation".

Ich habe überlegt eins von diesen Microsoft Zertifikaten zu machen, damit ich irgendetwas von Interesse vorweisen kann. Das schaffe ich vielleicht auch neben der Arbeit und es ist auch nicht soo teuer...

Website bauen kann ich. Hat aber bis jetzt noch keinen überzeugt XD Können wahrscheinlich alle die sich da bewerben :/ Vielleicht kann man einen harmlosen Virus mitschicken :O Beeindruckt eventuell mehr ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
z301 schrieb:
ob ich mich vielleicht irgendwie in ein Studium mogeln kann
z301 schrieb:
die wenigen Fernstudiengänge als Bachelor of Science, setzen meistens Berufspraxis in der Informatik voraus [...] oder ein Abitur

...das ist ja aber, wie erwähnt, genau die falsche Herangehensweise. Zum Einen ist ein Studium der Weg zur höchstmöglichen Bildung und kein Selbstzweck um einfach nur "darüber" in einen Job zu kommen und zum Anderen: was glaubst du wohl, wie angesehen ein Studium ist, wo du dich irgendwie reinmogeln kannst?

Überall dort, wo du fachfremd arbeitest, was also eigentlich kein typisch akademischer Berufzweig ist, wirst du das Studium folgerichtig nicht benötigen. Da wäre es nur ein zusätzlicher "Türoffner". Das heißt aber auch vor allem, dass genau in diesen, i.d.R. praktischen, Berufszweigen die Berufserfahrung viel wichtiger ist.

Und umgekehrt wirst du überall dort, wo ein Studium Voraussetzung für den Beruf ist, also in den typisch akademischen Bereichen, mit "richtigen" Akademikern konkurrieren (müssen).
Gerade da immer mehr Leute studieren können, wird der Wettbewerb da größer, nicht geringer. Wen wird da ein Unternehmen wohl einstellen, wenn du dich als B.A. von Fern-Uni XYZ bewirbst, zusammen mit Bewerbern von (um mal zu übertreiben) der RWTH Aachen, der LMU...oder einfach auch nur irgendeiner "normalen" Uni.
 
. Sonst gibt es oft schnell Ärger mit dem Betriebsrat oder Vorgesetzten. Ab einer bestimmten Überstundenzahl wird oft automatisch dein Chef informiert und er zwingt dich zum Abbau.

In der Li La Laune IG Metall Gerwerkschaftswelt vielleicht. Gibt genug Firmen, da ist das mit dem "Abbau" auch nur Alibi.

Das kann man nix ausschließen.
 
Ja, in irren Firmen und anderen, toxischen Umgebungen. In so einem Laden will man aber auch nicht (länger als unbedingt notwendig) arbeiten. Am Ende bekommen solche Firmen immer das, was sie verdienen, nämlich die wenig qualifizierten, die sich gerne ausbeuten lassen, weil sie froh sind, dass sie jemand ausbeutet.
 
Stevo86 schrieb:
In der Li La Laune IG Metall Gerwerkschaftswelt vielleicht. Gibt genug Firmen, da ist das mit dem "Abbau" auch nur Alibi.

Das kann man nix ausschließen.

Natürlich nicht. Aber in größeren Firmen ist das meist geregelter. In einem 5 Mann-Systemhaus wird das Arbeitszeitgesetz eher mit Füßen getreten als bei einem mittelständischen Unternehmen oder einem Großkonzern.

Und je besser die eigene Qualifikation, desto eher kann man sich einfach einen neuen Arbeitgeber suchen.
 
Zurück
Oben