ELSA Gladiac 511 PCI im Test : Es muss nicht immer AGP sein

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ELSA Gladiac 511 PCI im Test: Es muss nicht immer AGP sein
ELSA Gladiac 511 PCI
ELSA Gladiac 511 PCI

"Warum zum Teufel testen die Typen von ComputerBase heutzutage noch eine PCI-Grafikkarte?" werden sich jetzt wahrscheinlich viele Fragen. Dafür gibt es durchaus mehrere Gründe, auch wenn diese auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. Nahezu jeder 3D-Spieler hat wohl eine Grafikkarte mit einem GeForce-Chip in seinem PC. Beim Kauf wird auf höchste Performance geachtet, später fällt einem jedoch vielleicht auf, dass man gerne mit mehreren Monitoren arbeiten würde. Eine zweite Grafikkarte im System kann dann Abhilfe schaffen. Und da jeder PC bekanntlich nur einen AGP-Slot hat, muss man zwangsweise zu einer PCI-Grafikkarte greifen, wenn man seine brandneue High-End-Grafikkarte nicht wieder aus dem System verbannen will. Zum anderen gibt es wohl immer noch einige Leute mit sehr alten PCs, die durch eine GeForce2 MX400 als PCI-Variante ihrem PC neues Leben einflößen wollen. Das wird jedoch eine absolute Minderheit sein. Für einige ist es aber auch einfach interessant zu wissen, wie sich der PCI-Steckplatz heutzutage gegen den übermächtigen AGP-Slot schlagen kann. Wahrscheinlich aus diesen Gründen hat die deutsche Grafikkartenschmiede Elsa mit der Gladiac 511 PCI eine Grafikkarte mit dem GeForce2 MX400 Grafikchip auf den Markt gebracht, welche aber anstatt auf den AGP- auf den PCI-Slot als Kommunikationsschnittstelle setzt. Zudem ist diese Grafikkarte Twin-View-fähig, hat also zwei Monitor-Ausgänge. In diesem Artikel wollen wir klären, ob der PCI-Bus ein Hindernis für die Grafikkarte ist und wenn ja, wie schwer es ins Gewicht fällt. Dazu werden wir eine GeForce2 MX400, die über einen AGP-Anschluss verfügt, zum Vergleich heranziehen.

Lieferumfang

ELSA Gladiac 511 PCI
ELSA Gladiac 511 PCI

Der Lieferumfang fällt für Elsa typisch recht üppig aus. Neben Werbung für AOL und Com-Online befinden sich eine Anleitung, ein Beipack-Zettel mit Support-Hinweisen, 4 CDs, ein TV-Out auf Video-In Adapter und natürlich die Grafikkarte selbst in der Verpackung. Die deutschen Support-Telefonnummern auf dem Beipackzettel sind jedoch veraltet, hier gelten mittlerweile neue Nummern. Die Anleitung ist nicht speziell für die Elsa Gladiac 511 PCI geschrieben worden, sondern bezieht sich allgemein auf PCI-Grafikkarten. Die nur 6 Seiten umfassende Anleitung lässt bei der Hardware-Installation keine Fragen offen und ist auch mit diversen Hinweisen gespickt. Die Software-Installation ist allgemein auf alle Microsoft-Betriebssysteme seit Windows NT4, also Windows 98(SE), Windows Me, Windows NT4 und Windows 2000, bezogen. Nach dem Einlegen der Treiber-CD soll man sich von einem Ratgeber durch die Installation führen lassen. Neben Deutsch liegt die Anleitung noch in einigen anderen Sprachen wie Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Holländisch vor. Zu dem TV-Out auf Video-In Adapter sei noch gesagt, dass man sich hier noch zusätzlich ein Verlängerungskabel kaufen muss, das Adapterkabel wird mit einer Länge von ca.10cm wohl kaum zum Anschluss eines Fernsehers ausreichen.

ELSA Gladiac 511 PCI
ELSA Gladiac 511 PCI
ELSA Gladiac 511 PCI
ELSA Gladiac 511 PCI
ELSA Gladiac 511 PCI

Kommen wir nun zu der Grafikkarte selbst. Wie man auf den Fotos sehen kann, sieht sie relativ unspektakulär aus, ob das auch auf die Leistung zutrifft, werden wir noch später bei den Benchmarks klären. Elsa hat offensichtlich darauf verzichtet, der Grafikkarte einen aktiven Lüfter zu spendieren und setzt so auf einen von der Fläche her relativ großen passiven Kühlkörper. Die 32MB Grafikspeicher von Hyundai befinden sich komplett an der Oberseite der Grafikkarte und haben eine Zugriffszeit von 6ns. Auffällig sind die zwei Monitor-Ausgänge, bei unserer Grafikkarte handelte es sich also um das Twin-View Modell. Unter Verwendung von TwinView kann die Bildfläche auf zwei Monitore aufgeteilt werden, so dass der eine Monitor das Bild des anderen Monitors horizontal oder vertikal erweitern kann. Es muss nicht zwangsweise das Bild dupliziert werden. Da wir auf die Features des GeForce2 MX400 bereits in einem Review von einigen Wochen eingegangen sind, verzichten wir in diesem Artikel darauf, diese erneut zu erläutern.

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