2/10 Doom 3 Benchmarks : Grafikkarten von ATi und Nvidia im Vergleich

, 89 Kommentare

Einstellungszauber

Bevor wir uns auf den folgenden Seiten dem schnellsten widmen, was der Grafikkarten-Markt derzeit zu bietet, soll es im Folgenden kurz und bündig um die möglichen Qualitätseinstellungen in Doom 3 gehen. Insgesamt stehen im Spiel vier Qualitätstufen zur Auswahl, die sich „Low Quality“, „Medium Quality“, „High Quality“ und „Ultra Quality“ schimpfen. In der höchsten Qualitätsstufe werden die Diffuse- und Specular-Texturen sowie Normal-Maps unkomprimiert im Grafikspeicher abgelegt, um jedwede Qualitätsverluste zu vermeiden. Je nach Level können auf diese Weise bis zu 500 MB an Texturdaten anfallen, die - will man das Leistung fressende Auslagern von Texturen in den Arbeitsspeicher verhindern - natürlich besonders für Grafikkarten mit 512 MB Grafikspeicher ein gefundenes Fressen sind. Tatsächlich sind die 500 MB eine großzügige Abschätzung nach oben; viele der Multiplayer-Maps lassen sich auch mit Grafikkarten in Ultra Quality sehr gut spielen, welche über einen 256 MB großen Grafikspeicher verfügen.

In High Quality werden die Specular- und Diffuse-Textur komprimiert, so dass kaum wahrnehmbare Qualitätseinbußen hinzunehmen sind. Sowohl bei Ultra- als auch High-Quality aktiviert Doom 3 selbstständig achtfache Anisotrope Filterung (AF).

Qualitätsvergleich - High bis Ultra
Qualitätsvergleich - High bis Ultra

Mit dem bloßen Auge lassen sich tatsächlich kaum Unterschiede wahrnehmen, wenngleich der Ultra-Modus einen etwas schärferen Eindruck vermittelt. Keine Zweifel über die Grafikqualität lassen dagegen der Normal- und Low-Modus aufkommen, wie die folgende Grafik verdeutlicht.

Qualitätsvergleich - Low bis Medium
Qualitätsvergleich - Low bis Medium

Auch in der mittleren Qualitätsstufe kann Doom 3 überzeugen. Im Vergleich zum „High“-Modus wird hier standardmäßig auf 8x AF verzichtet und darüber hinaus werden auch die Normal Maps komprimiert im Grafikspeicher hinterlegt. Insbesondere bei dem sehr hellen Blech rechts neben den Fadenkreuz wird dadurch eine deutliche Unschärfe/Unruhe ersichtlich. Insgesamt gesehen überzeugt die mittlere Qualitätsstufe sehr und passt ohne Probleme in einen 128 MB fassenden Grafikspeicher.

In der niedrigsten Qualitätsstufe wird - wie man auf den ersten Blick erkennen kann - gespart wo man nur kann. Hier werden Texturen mit einer Größe über 512x512 Pixel verkleinert und die Specualar-Maps auf 64x64 beschränkt. Dadurch sollten zwar Grafikkarten mit 64 MB Speicher keine Probleme mehr haben, es sieht jedoch alles andere als schön aus.

1024x768 | Qualitätsvergleich
    • Low Quality
      51,5
    • Medium Quality
      50,9
    • High Quality
      42,1
    • Ultra High Quality
      38,7

Gemessen mit einer GeForce FX 5900 Ultra auf einem System mit 3,2 GHz Pentium 4 Extreme Edition und 1 GB Arbeitsspeicher lassen sich mit der „Medium“-Qualitätseinstellung bei 1024x768 in Anbetracht der gebotenen Grafik die wohl besten Ergebnisse erzielen. Gerade so spielbar - mit ca. 30 Frames - bleibt Doom 3 bei dieser Konfiguration allerdings auch bei einer Auflösung von 1280x1024 in High Quality.

Wer ohne höhere Frame-Raten nicht leben kann oder wenn die Grafikkarte selbst in der niedrigsten Qualitätsstufe nicht genügend Bilder auf den Bildschirm zaubern kann, für den stehen - mal abgesehen von unzähligen versteckten Konsolenkomandos - als weitere Tuning-Möglichkeiten im Menü diverse Zusatzfeatures zur Auswahl, die sich aktivieren und deaktivieren lassen. Dazu zählen neben Bump Maps auch Schatten (Shadows), Glanzlichter (Specular), High Quality Special Effects und Kantenglättung (Full Screen Anti Aliasing, FSAA). Auf letztere sollte man insbesondere dann verzichten, wenn die Grafikkarte nicht zum Aktuellsten gehört, was der Markt hergibt.

1024x768 Kein AF | Medium mit Anti Aliasing
    • Kein FSAA
      50,9
    • 2x FSAA
      43,6
    • 4x FSAA
      36,2
    • 8x FSAA
      14,1

Selbst mit einer High-End-Grafikkarte der vorhergehenden Generation, wie der GeForce FX 5900 Ultra, und einem 3,2 GHz schnellen Prozessor sollte man alles über 4x FSAA vermeiden. In einer Auflösung von 1280x1024 wird - wie die ausführlichen Graifkkarten-Tests mit einem Athlon 64 FX-53 auf den folgenden Seiten zeigen werden - selbst 2x FSAA in normaler oder hoher Qualität mit 30 Bildern pro Sekunde zum Drahtseilakt.

Nun stellt sich natürlich die Frage, auf welches Gimmick zu Gunsten der Performance als Erstes verzichtet werden sollte. Das Deaktivieren von Specular und High Quality Special Effects (hierzu zählt unter anderem Hitze-Flimmern oder Lichtberechnung an Glas) lies mit unserem Testsystem die Frame-Rate nur minmal steigen und empfiehlt sich nach unseren bisherigen Erfahrungen nicht. Rechnerisch sehr aufwendig sind dagegen Schatten und Bump-Mapping, wie folgende Grafik verdeutlicht:

Qualitätsvergleich - Schatten und Bump Mapping
Qualitätsvergleich - Schatten und Bump Mapping

Auch wenn Schatten in Doom 3 für eine besondere Atmosphäre sorgen, macht das Spiel auch ohne diese einen guten Eindruck. Worauf man generell jedoch nicht verzichten sollte, sind Bump-Maps. Ohne sie wirkt Doom 3 flach und langweilig. Auch in Sachen Performance lässt sich dieser Effekt vertreten.

640x480 8xAF Ultra | Extras
    • Alle Extras aus
      92,0
    • Nur Bump Mapping an
      83,3
    • Nur Schatten aus
      78,4
    • Nur Schatten an
      74,7
    • Nur Bump Mapping aus
      73,2
    • Alle Extras an
      64,3

Einen Leistungseinbruch von 18 Frames muss mit dem Aktivieren von Schatten hingenommen werden. Reines Bump-Mapping kostet 8 Frames, zusammen mit den anderen Zusatzfeatures (Specular und High Quality Special Effects) sind es 14 Bilder pro Sekunde. Sollte Doom 3 nicht spielbar sein, so sollten demnach zuerst die Schatten deaktiviert werden, um weiterhin ein angenehm grusliges Spielerlebnis zu haben.

Auf den folgenden Seiten sollen nun die High-End-Grafikkarten im Vordergrund stehen, die mit dem auf der ersten Seite genannten Athlon 64 FX-53-System auf einem Asus SK8V betrieben wurden.

Auf der nächsten Seite: Bildqualität