ATi Radeon HD 2900 XT CrossFire im Test : Angriff auf nVidias SLI-Gespann

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ATi Radeon HD 2900 XT CrossFire im Test: Angriff auf nVidias SLI-Gespann

Die Spannung war groß, als ATi Mitte Mai die neue Grafikkartengeneration, die „Radeon HD 2000“-Serie, der Öffentlichkeit vorstellte. Von den zehn neuen Modellen haben Fachwelt wie Kunden bis jetzt allerdings nur eins, und zwar die Radeon HD 2900 XT als das neue Flaggschiff, zu sehen bekommen. Die restlichen 3D-Beschleuniger folgen Ende dieses Monats oder spätestens im Juli. Selten zuvor hat man einer Grafikkarte so viel Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl noch kein einziges Modell bekannt war. Dies ist kein allzu großes Wunder, da nVidia mit der GeForce-8800-Reihe (mehr) und kürzlich mit den GeForce-8600-Karten (weniger) nicht nur überzeugen, sondern regelrechte Glanzpunkte setzen konnte. Und dies nicht nur in der Performance, sondern ebenfalls in der Bildqualität.

So groß die Erwartung war, so groß war auch die Enttäuschung, als am 14. Mai das große Geheimnis gelüftet wurde. Die Performance war gut, kam an die schnellsten nVidia-Grafikkarten aber nicht heran. Die Bildqualität war gut, aber hier musste ATi zumindest beim anisotropen Filter zurückstecken. Über die Ursachen kann nur spekuliert werden. Eine Möglichkeit ist ein Treiberproblem, eine andere ein Designproblem in der Chiparchitektur und eine dritte gar ein Hardwarefehler. Gerüchte erreichen derzeit in Massen das World Wide Web, wobei des Öfteren von einem Hardwaredefekt der ROPs, die unter anderem für das Anti-Aliasing zuständig sind, die Rede ist. Dessen Funktionen (gemeint ist hier nur das MSAA Resolving) übernehmen als Notstrategie angeblich zu einem Teil die Shadereinheiten.

Wie auch immer: Warum die Radeon HD 2900 XT in hohen Qualitätseinstellungen solche Performanceprobleme hat, werden wir voraussichtlich nie erfahren. Aber beschäftigen wir uns lieber mit den funktionierenden Dingen und denen, die bereits jedermann zur Verfügung stehen. Nicht zur Sprache gekommen ist in unserem Launch-Artikel das Thema „CrossFire“, sprich die parallele Nutzung zweier Grafikkarten, um die Performance zu erhöhen. CrossFire ist demzufolge das Thema dieses Artikels, wobei wir uns nicht nur mit der Geschwindigkeit, sondern auch mit der Kompatibilität und dem neuen 16xMSAA-Modus beschäftigen werden. Ist dieser eine gelungene Alternative zum guten 8xMSAA? Und wie schnell ist das 16-fache Anti-Aliasing überhaupt?

Der Versandhandel Dollarshop.eu konnte uns freundlicherweise eine Jetway Radeon HD 2900 XT zur Verfügung stellen, die in Kombination mit dem Referenzsample von ATi den CrossFire-Modus in unserem Benchmarparcours meistern muss. Hat ATi, wie man in den Präsentationsfolien versprochen hat, die Effizienz von CrossFire tatsächlich verbessert? Dies und die oben angesprochenen Themenpunkten werden wir auf den folgenden Seiten klären.

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