News : Startzeitraum für Duke Nukem Forever bestätigt?

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Mit einer Entwicklungszeit von über zehn Jahren ist Duke Nukem Forever (DNF) wohl eines der mit größter Spannung erwarteten Spiele überhaupt. Umso stärker ist das Verlangen der Medien und potentiellen Käufer, mehr über den Titel – und nicht zuletzt den Startzeitraum – zu erfahren.

Ein Interview mit dem Dallas Business Journal sorgte jetzt für einigen Trubel in Sachen DNF – vor allem mit Blick auf so essentielle Dinge wie die Plattformen, für die das Spiel erscheinen wird, sowie mögliche Online-Gaming-Varianten und eben den genannten Startzeitraum. So scheint es, als ob das Magazin in einem Interview zunächst auch die Off-Record-Aussagen des Interviewpartners Scott Miller, seines Zeichens Präsident bei DNF-Entwickler 3D Realms, online gebracht hatte.

Demnach bestätigte Miller in den via E-Mail beantworteten Interviewfragen, dass Duke Nukem Forever noch in diesem Jahr erscheinen solle. Außerdem, so der Artikel in der Online-Variante des Magazins, wären auch die Plattformen bestätigt worden, sodass sich sagen ließe, dass DNF für den PC, die PlayStation 3, und Xbox 360 erscheinen werde.

Schon in der ersten Variante des Artikels gab es aber offenbar eine starke Diskrepanz zwischen dem, was der Fließtext als „confirmed“ suggerierte und den Sätzen, in denen Miller zitiert wurde. So schrieb Miller beispielsweise mit Blick auf die möglichen Plattformen: „Wir haben bisher noch nichts Offizielles zu den Plattformen angekündigt. Natürlich würden die „Big Three“ (PC, PS3, Xbox 360, Anm. d. Red.) am meisten Sinn machen.“ Auch in Sachen Startzeitraum gab sich Miller eigentlich bedeckt: „Wir werden unser Ziel eventuell um ein oder zwei Monate verfehlen, aber ich bin mir sehr sicher, dass wir dieses Mal gut in der Zeit liegen“, erklärte Miller, ohne indes von einem konkreten Veröffentlichungszeitraum zu reden.

Soweit konnte also eigentlich zunächst nur eine neue Nachricht vermerkt werden; nämlich dass es nun eine offizielle Bestätigung für eine Xbox 360-Variante gibt. Wirklich bahnbrechend kann man dies jedoch nicht nennen. So hatte der Mitinhaber von 3D Realms, George Broussard, bereits im vergangenen Jahr auf eine entsprechende Frage geantwortet: „Ich glaube nicht, dass wir hierzu jemals offiziell Stellung bezogen haben, aber Ihre Beobachtung (die des Fragestellers, Anm. d. Red.) ist wahrscheinlich richtig.“

Wohl auf Druck von 3D Realms nahm die Redaktion des Dallas Business Journal dann im Verlauf des vergangenen Tages einige Änderungen vor. So wurde beispielsweise ein aussagekräftiges Zitat von Scott Miller hereingenommen, aus dem hervorgeht, dass der offizielle Startzeitraum nicht für 2008 festgelegt wurde: „Wir können keine offizielle Stellungnahme hierzu abgeben“, wird Miller zitiert.

In einem wohl vorerst letzten Schritt schaltete sich dann in der vergangenen Nacht der bereits erwähnte George Broussard ein und erklärte den Artikel des Dallas Business Journal für irreführend. So seien einige Missverständnisse entstanden, weil Off-Record-Informationen, also Informationen, die der Interviewpartner dem Journalisten zum persönlichen Verständnis mitteilt, kurzerhand in den Artikel eingebaut wurden.

„Wir haben interne Ziele und Wunschdaten, wie jeder andere Spieleentwickler auch. Aber wir teilen diese nicht mit“, erklärte Broussard im Forum von 3D Realms. „Der Startzeitraum lautet weiterhin „when it's done“ und das wird bis zum richtigen Zeitpunkt auch so bleiben. In Sachen Plattformen ist bisher nichts offizielles bekannt gegeben worden.“ Man könne aber sicher sein, dass man sich dem Ziel nähere. Der unlängst veröffentlichte Trailer sei ein erster Schritt – früher oder später werde es mehr zu DNF zu sehen geben. „Wir entschuldigen uns bei allen Spielern und Webseiten für die Geschehnisse.“

Am Ende des Tages war also alles wie vorher: Nichts war offiziell bestätigt, doch kann man daraus durchaus lernen. Denn Hintergrundinformationen für Journalisten enthalten in der Regel handfeste Inhalte, die eigentlich nicht weitergegeben werden sollten und dem eigenen Verständnis dienen sollen. Die fehlende Journalistenethik der Kollegen vom Dallas Business Journal könnte also durchaus ein wenig mehr Licht ins Dunkel gebracht haben – oder aber die Inhalte wurden zum eigenen Zweck künstlich aufgebauscht. Man wird es erst sehen, when it's done.