4/27 Nvidia GeForce 9800 GX2 im Test : Ein Drittel schneller als die Radeon HD 3870 X2

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Impressionen

Nvidia GeForce 9800 GX2

Welchen Markt Nvidia mit der GeForce 9800 GX2 ansprechen möchte, sollte klar sein. Die Zielgruppe sind die High-End-User sowie die Enthusiasten, die bereit sind, für eine hohe Grafikleistung überproportional viel Geld auszugeben. Neben der versprochenen Leistung kann sich die Multi-GPU-Karte durch die Möglichkeit Quad-SLI von allen anderen Nvidia-Produkten absetzen. Dies hat aber logischerweise seinen Preis: 500 Euro lautet die Preisempfehlung für eine GeForce 9800 GX2 von Point of View. Wahrlich kein Pappenstiel, für eine High-End-Karte aber nichts Ungewöhnliches. Die Verfügbarkeit soll ab sofort gegeben sein.

Nvidia GeForce 9800 GX2
Nvidia GeForce 9800 GX2

Schon nach dem Auspacken der GeForce 9800 GX2 erkennt man, dass Nvidia auch optisch verdeutlichen möchte, dass es sich um ein besonderes Stück Hardware handelt. So liegen die beiden Platinen nicht wie gewöhnlich offen zur (optischen) Schau, sie sind in einem massiven Metallgehäuse verpackt. Dies ist nicht nur optisch etwas neues, es soll zudem die Wärmeabgabe optimieren. Und heiß wird die Verkleidung der Karte im Betrieb in der Tat.

GeForce 9800 GX2 Rückseite
GeForce 9800 GX2 Rückseite
GeForce 9800 GX2 Oberseite
GeForce 9800 GX2 Oberseite
GeForce 9800 GX2 Unterseite
GeForce 9800 GX2 Unterseite

Die Länge der GeForce 9800 GX2 misst die mittlerweile für eine High-End-Karte üblichen 28 cm, weswegen es in den meisten Gehäusen zu keinen Einbauproblemen kommen sollte. In kleinen Towern muss man aber aufpassen, dass die Grafikkarte nicht mit den Festplatteneinschüben kollidiert. Wie bereits erwähnt, sieht man von den eigentlichen Platinen überhaupt nichts. Das Metallgehäuse umfasst sämtliche Bauteile der Grafikkarte und einzig die Lüfterschlitze lassen einen kleinen Einblick zu.

GeForce 9800 GX2 SLI-Anschluss
GeForce 9800 GX2 SLI-Anschluss
GeForce 9800 GX2 Stromanschlüsse
GeForce 9800 GX2 Stromanschlüsse
GeForce 9800 GX2 Slotblech
GeForce 9800 GX2 Slotblech

Das eigentliche Kühlsystem sitzt auf der GeForce 9800 GX2 genau zwischen den beiden Platinen und besteht aus einem großen Kühlblock sowie einem Radiallüfter. Auf diesen Kühlblock montiert Nvidia die beiden Platinen mit den GPUs in Richtung des Kühlers, weshalb nicht nur die Grafikchips, sondern auch die Speicherbausteine gekühlt werden. Auf die Rückseiten der Platinen wird schließlich das Metallgehäuse befestigt. Der recht große Radiallüfter sitzt genau in der Mitte des Kühlblocks.

GeForce 9800 GX2 Explode View Back
GeForce 9800 GX2 Explode View Back
GeForce 9800 GX2 Explode View
GeForce 9800 GX2 Explode View

Die Funktionsweise des Kühlers scheint auf der GeForce 9800 GX2 durchdacht zu sein: So bläst der Lüfter nicht nur auf eine Platine, durch die Positionierung in der Mitte des Kühlblocks werden gleichzeitig beide PCBs mit Frischluft versorgt. Die Luft wird durch die Lüftungsschlitze am unteren Ende des Metallgehäuses aus dem Gehäuse angesaugt, über die beiden Platinen und somit die GPUs gepustet und anschließend aus den vorderen Lüftungsschlitzen wieder aus dem Gehäuse heraus geblasen. Nichtsdestotrotz wird der Radiallüfter unseres Exemplars unter Last ziemlich aufdringlich, obwohl dies laut Nvidia nicht der Fall sein sollte. Mehr dazu im Abschnitt Lautstärke. Unter Windows taktet sich die Grafikkarte nicht herunter.

Nvidia Quad-SLI
Nvidia Quad-SLI

Der insgesamt ein Gigabyte große GDDR3-Speicher wird von Samsung mit einer Zugriffszeit von 0,83 ns produziert. Nvidia verbaut auf dem Slotblech der Multi-GPU-Karte zwei Dual-Link-DVI-Ausgänge, die HDCP-kompatibel sind und den Kopierschutz selbst in hohen Auflösungen wie 2560x1600 anwenden können. Löblicherweise verzichtet man auf den mittlerweile doch arg angestaubten TV-Ausgang und setzt stattdessen auf eine moderne HDMI-Schnittstelle. Damit über sie auch der Ton wiedergegeben werden kann, muss man ein SPDIF-Kabel mit der Soundkarte oder dem Onboard-Sound mit der GeForce 9800 GX2 verbinden. Der dazu benötigte Anschluss befindet sich neben den beiden Stromsteckern.

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