News : Intel zeigt Projekt „Wolfenstein: Ray Traced“

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Intels Entwicklungsabteilung für Grafiklösungen zeigt im Rahmen des heute beginnenden IDF ein neues Projekt. Dabei wurde das Actionspiel „Wolfenstein“ durch den Einsatz von Ray Tracing in Echtzeit optisch aufpoliert. Intel demonstriert nun das Potenzial dieser Technik anhand einiger Bilder und eines Videos.

Wie Intel ausführt, habe man bei „Wolfenstein: Ray Traced“ einige Effekte erzielen können, die mit solch einer Präzision noch bei keinem Spiel zuvor möglich waren. Zwei dieser grafischen Highlights seien das „Kerzen-Modell“ und die „Überwachungsstation“. Ersteres Beispiel demonstriert die Möglichkeiten der physikalisch korrekten Spiegelungen dank Ray Tracing.

Intel: „Wolfenstein Ray Traced“

Rund eine Million Dreiecke verhalfen dabei zu einem enormen Detailgrad, der mit herkömmlicher Rendertechnik kaum möglich wäre. Das zweite Beispiel zeigt eine Überwachungsstation mit zwölf Bildschirmen, die alle jeweils ein anderes Bild des Levels zeigen. Die folgende Bildstrecke zeigt diese und weitere Beispiele für die Möglichkeiten von Ray Tracing in Verbindung mit Intels Hardwarelösung.

YouTube-Video: Intel Labs: Wolfenstein Gets Ray Traced, On a Laptop!

Für die aufwändigen Grafikberechnungen in Echtzeit kamen vier Server-Systeme mit Intels „Knights Ferry“-Plattform zum Einsatz, einem Erben des „Larrabee“-Projekts. Diese „Many Integrated Core“-Architektur (kurz MIC) ist dabei für zukünftige Hochleistungscomputer und nicht für Endkunden wie Computerspieler gedacht. Da Ray Tracing eine hoch parallelisierte Anwendung darstellt, kommen ihr die vielen Rechenkerne der „Knights Ferry“-Chips zu Gute, von denen es nach bisherigem Kenntnisstand 32 Stück gibt, die mit einer Taktfrequenz von 1,2 GHz arbeiten und auf einer Steckkarte im Grafikkartenformat untergebracht sind. Jeder der Kerne soll vier Threads bearbeiten können, woraus sich eine Gesamtzahl von 128 Threads ergibt.

Larrabee-Die
Larrabee-Die

Während die Berechnungen von den „Cloud“-Servern erledigt werden, gelangen die fertigen Bilder per Netzwerk zu einem Client-Computer, bei dem es sich in diesem Fall um ein herkömmliches Notebook mit Zwei-Kern-Prozessor handelte. Wenngleich es sich bei „Knights Ferry“ noch um ein reines Forschungsprodukt handelt, sollen erste marktreife MIC-Produkte unter dem Namen „Knights Corner“ folgen, die mehr als 50 in 22 nm gefertigte Kerne besitzen.

Intel „Knights Ferry“

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