Computex

Dell XPS 13 im Hands-on: 6 von 8 GB RAM sind bei Windows 11 zum Start belegt

Nicolas La Rocco
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Dell XPS 13 im Hands-on: 6 von 8 GB RAM sind bei Windows 11 zum Start belegt

Das neue Dell XPS 13 hinterlässt im ersten Hands-on zur Computex 2026 einen hochwertigen Eindruck. An der Materialqualität hat Dell für den geringeren Preis nicht gespart. Allerdings gibt es im Basismodell lediglich 8 GB RAM, die unter Windows 11 schnell zum Engpass werden können, wie die Auslastung nach dem Booten zeigt.

Genauso hochwertig wie das XPS 14 und XPS 16

Zur Ankündigung des MacBook-Neo-Gegners ließ Dell verlauten, dass das Unternehmen für das Notebook-Chassis keine Kompromisse eingegangen sei. Diese Aussage lässt sich nach dem ersten Ausprobieren des neuen XPS 13 unterschreiben. Der Neuzugang der XPS-Familie hinterließ zum Hands-on einen durchweg hochwertigen Eindruck, die Aluminiumkonstruktion wirkte sorgfältig zusammengebaut und vergleichbar zu den teureren Modellen XPS 14 (Test) und XPS 16, die seit Frühjahr verkauft werden.

Wenn die „schlechtere“ Tastatur die bessere ist

Der Direktvergleich mit einem MacBook Neo, das Dell als Vergleichsgerät ausgestellt hatte, lässt sich als Pattsituation zwischen Apple und Dell beschreiben, denn beide Hersteller liefern vergleichbar gute Qualität ab. Das trifft auch auf die Chiclet-Tastatur mit Abstand zwischen den Tasten zu, die Dell im XPS 13 verbaut. Denn anders als beim „lattice-free keyboard“ des XPS 14, also der „spaltfreien“ Tastatur, bei der die etwas größeren Tasten direkt nebeneinander sitzen, kommt hier wieder ein klassischer Aufbau zum Einsatz. Aus rein persönlicher Sicht lässt sich darauf sogar besser, weil treffsicherer tippen. Und bei Dell kommt die Tastatur immer mit Beleuchtung und Fingerabdrucksensor.

Das Touchpad stellte gegenüber den zwei teureren Modellen hingegen ein Downgrade dar. Dell verbaut nämlich nicht länger ein modernes kapazitives Touchpad mit haptischem Feedback, das sich über die gesamte Fläche klicken lässt und überall gleich gutes Klick-Feedback abgibt, sondern eine ältere, „oben aufgehängte“ Variante, die sich im oberen Viertel praktisch nicht mehr klicken lässt und insgesamt schlichtweg ein wenig billig anfühlte. Das sind dann eben die einhergehenden Kompromisse.

Das Basismodell kommt mit 8 GB RAM

In der aktuellen Speicherkrise betreffen die Einschränkungen auch den RAM. Das Basismodell, das mit Dells „Back to School“-Rabatt bei 599 US-Dollar respektive 799 Euro liegt, liefert der Hersteller nur mit 8 GB RAM aus. Als Upgrade stehen 16 GB zur Auswahl, mit Intel Panther Lake statt Wildcat Lake auch 32 GB.

Nach dem Booten sind 80 Prozent RAM belegt

8 GB RAM unter Windows 11 können sich jedoch schnell zum Engpass für Anwender und Apps entwickeln, wie der Blick in den Task Manager direkt nach dem Booten verdeutlichte. 6 GB und damit knapp 80 Prozent des Arbeitsspeichers waren nach dem Neustart bereits belegt. Mit zehn offenen Tabs im Edge-Browser ließ sich dieser Wert kurzzeitig auf 95 Prozent (7,2 GB von verfügbaren 7,6 GB) steigern, wenngleich Edge dann auch ziemlich schnell die inaktiven Tabs wieder schlafen legte, sodass die Belegung wieder zurückging.

RAM-Belegung nach dem Booten
RAM-Belegung nach dem Booten

Dennoch: Das Basismodell ist damit in erster Linie fürs Surfen, E-Mail und Office sowie Videos geeignet. Die 8 GB RAM als K.o.-Kriterium zu bezeichnen, wäre aber übertrieben, den potenziellen Einschränkungen muss man sich vor dem Kauf aber bewusst sein.

Edge mit 5 offenen Tabs
Edge mit 5 offenen Tabs
Edge mit 10 offenen Tabs
Edge mit 10 offenen Tabs

Schnell vor allem dank des 120-Hz-Displays

Dem Intel Core 5 320 aus der Wildcat-Lake-Familie lässt sich davon abgesehen aber keine schlechte Leistung attestieren. Vor allem in Kombination mit dem 120 Hz schnellen Bildschirm fühlte sich das Notebook „snappy“ an, deutlich flotter als das daneben stehende MacBook Neo, dessen Display auf 60 Hz kommt, kleiner ausfällt, eine geringere Auflösung bietet und den kleineren sRGB- statt DCI-P3-Farbraum abdeckt.

Das neue XPS 13 in „explodiert“

Deutsche Kunden zahlen mehr

Das XPS 13 ist damit ein durchweg interessanter Neuling, dessen Basismodell aber gut überlegt sein sollte. Preislich sind deutsche Käufer allerdings schlechter gestellt, selbst wenn der 1:1-Vergleich wie in den USA ohne Steuern gemacht wird. Aus 799 Euro werden dann noch 647 Euro, was derzeit rund 750 US-Dollar entspricht, also 150 US-Dollar mehr, als Dell für das XPS 13 mit dem „Back to School“-Rabatt in Nordamerika verlangt.

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