6/14 7 Top-Blow-Kühler im Test : Alles Gute kühlt von oben

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Noctua NH-L9i

Wer es noch kompakter wünscht, der wird ebenfalls im Hause Noctua fündig. Mit dem NH-L9 hält die österreichische Schmiede einen Kühlerknirps in den eigenen Reihen, der dank seiner Low-Profile-Auslegung auch flache HTPC-Konzepte, auch auf Mini-ITX-Basis, bestens unterstützt. Der NH-L9 ist dabei wahlweise als Intel- oder als AMD-Variante zu erstehen und schlägt mit überschaubaren 33 Euro zu Buche. Trotz der geringen Abmessungen soll der NH-L9 laut Hersteller für Prozessoren bis 65 Watt TDP geeignet sein.

Der Lieferumfang der uns vorliegenden Intel-Ausführung mit der Bezeichnung NH-L9i wirkt vergleichsweise überschaubar. Neben dem Kühlkörper samt vormontiertem NF-A9x14-PWM-Lüfter finden sich lediglich eine Handvoll Montageschrauben für LGA 115x, eine mehrsprachige Installationsanleitung sowie ein Spannungsadapter im hochwertig gestalteten Retail-Karton an. Eine Spritze Noctua NT-H1 Wärmeleitpaste komplettiert das Paket.

Noctua NH-L9i – Verpackung
Noctua NH-L9i – Verpackung
Aufgeräumt arrangiert Noctua die Kühlerbeigaben
Aufgeräumt arrangiert Noctua die Kühlerbeigaben
Noctua NH-L9i – Lieferumfang
Noctua NH-L9i – Lieferumfang

Der NH-L9 ist vollständig auf minimale Abmessungen abgestimmt. Inklusive Lüfter misst der Österreicher lediglich 37 mm in der Höhe, wovon 23 mm auf den Kühlkörper abfallen. Obwohl sich auf derart komprimiertem Raum nur schwer wirkungsvolle Temperaturgradienten ausbilden, hat sich Noctua für den Einsatz zweier 6-mm-Heatpipes entschieden. Diese durchqueren den Kühlkörper in horizontaler Art und kreieren so eine Wärmebrücke zwischen der Wärmeaufnahme und den Randbereichen der Kühllamellen.

Trotz seiner geringen Dimensionen bringt der erstklassig gefertigte NH-L9i inklusive Lüfter beachtliche 420 Gramm auf die Waage. Daran haben sowohl die kupferne Bodenplatte, die sich eben poliert und matt vernickelt präsentiert, als auch der eng gestaffelte Lamellenkörper aus insgesamt 55 Aluminiumeinheiten einen entscheidenden Anteil. Die Lamellen sind dabei einzeln verlötet, vernickelt und sauber im Abstand von jeweils etwa 1,1 mm aufgefädelt, sodass ein ausgezeichnet robustes Gesamtgefüge entsteht.

Winziges Kraftpaket, aber nur für Intel oder AMD
Winziges Kraftpaket, aber nur für Intel oder AMD
Kompakt, aber erstklassig verarbeitet
Kompakt, aber erstklassig verarbeitet
Erst bei demontiertem Lüfter wird ein Blick auf die zwei Heatpipes möglich
Erst bei demontiertem Lüfter wird ein Blick auf die zwei Heatpipes möglich

Der NH-L9 ist kein Kühler der großen Experimente. Daher verwundert es auch nicht, dass der Serienlüfter konventionell mit vier Schrauben am Kühlkörper befestigt wird. Ob die Gummipuffer am Lüfterrahmen des flachen NF-A9x14 aufgrund der festen Verschraubung dabei überhaupt ihre schwingungsdämpfende Wirkung entfalten können, bleibt demnach fraglich.

Der 4-Pin-PWM-fähige Noctua-Ventilator mit firmentypischer Farbgestaltung wartet mit einer maximalen Arbeitsgeschwindigkeit von 2.500 U/min, welche sich mit Hilfe des mitgelieferten Spannungsadapters („Low-Noise-Adapter“) auf 1.800 U/min absenken lässt, auf. Aufgrund des flachen Lüfterkonzeptes fällt die Förderleistung selbst bei voller Drehzahl mit maximal 57,5 m³/h moderat aus. Wem sich daher etwas mehr Platz im Gehäuse bietet, der kann den NH-L9 auch mit einem typischen 92-mm-Lüfter mit 25 mm Bauhöhe ausstatten. Die dafür benötigten Schrauben liegen dem Lieferumfang bei.

Größenvergleich zwischen Noctua NH-L9i und NH-L12
Größenvergleich zwischen Noctua NH-L9i und NH-L12
Der NH-L9i ist kaum höher als die Speicher
Der NH-L9i ist kaum höher als die Speicher
Der NH-L9i nutzt die gesamte Sockelfläche aus
Der NH-L9i nutzt die gesamte Sockelfläche aus

Die Sockelinstallation des NH-L9 wird ebenfalls über Schrauben realisiert. An der Basis sind je nach Kühlerversion bereits die notwendigen Bügel für Intel (LGA 115x) respektive AMD (AMx, FMx) angebracht. Der Anwender muss nur noch die Prozessoroberfläche mit Wärmeleitpaste ausstatten, den Kühler entsprechend darauf ausrichten und Motherboard-rückseitig durch wechselseitiges Anziehen der vier Montageschrauben fixieren.

Hinsichtlich möglicher Kompatibilitätsprobleme muss man sich in Verbindung mit dem NH-L9 kaum Gedanken machen. Da der Kühler mit seiner Grundfläche von 114 × 92 mm praktisch nicht über den Sockelbereich der Hauptplatine hinausragt, werden Speichermodule oder Grafikkarten ohne Einschränkungen unterstützt. Auch im AMD-Lager gibt es praktisch keine Inkompatibilitäten, da Noctua beim NH-L9a sowohl die Montage per Rückplatte als auch per Direktverschraubung unterstützt.

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