2/8 Intel Iris Pro 5200 Grafik im Test : Intels schnellste gegen Nvidia und AMD

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Die Testkandidaten

Die meisten der in diesem Test herangezogenen Systeme haben wir bereits zur Vorstellung der AMD „Richland“-CPUs für Desktop-PCs Anfang Juni 2013 durch den Testparcours gejagt – in diesem Artikel finden sich im Anhang auch die Informationen zu den verwendeten Testsystemen.

Neu in diesem Artikel sind das Schenker S413 mit Iris Pro 5200 sowie das Asus N550J mit GeForce GT 750M. Beide Neulinge wollen wir im Folgenden noch kurz umreißen.

Schenker S413 mit Iris Pro 5200

Das Schenker S413 ist das erste Notebook im deutschen Handel, das auf die Iris Pro Graphics 5200 zurück greift. Als CPU ist das Gerät mit dem Core i7-4750HQ ausgestattet, der vier CPU-Kerne samt Hyper Threading bietet. Die Iris Pro Graphics 5200 des Core i7-4750HQ arbeitet mit einem Takt von maximal 1.200 MHz, während die beiden schnelleren Modelle 4850HQ und 4950HQ noch weitere 100 MHz drauf legen.

Das Gesamtpaket weist eine TDP von 47 Watt auf, die sich CPU und GPU teilen müssen – wenn beide Einheiten ausgelastet werden, ist es also gut möglich, dass entweder die CPU oder die GPU sich herunter takten müssen, um die TDP nicht zu überschreiten.

Im Batteriebetrieb taktet das S413 die GPU übrigens lediglich mit dem Basistakt von 200 MHz – die 1.200 MHz im Turbomodus sind nicht abrufbar.

Haswell-Prozessoren Typ „H“ für Notebooks ab 1. Juni 2013
Modell Kerne/
Threads
Takt/
Turbo SC/
Turbo DC/
Turbo QC
L3-
Cache
DDR3 GPU/
GPU-Takt/
mit Turbo
Sockel TDP Preis
H-Modelle
Core
i7-4950HQ
4 / 8 2,4 GHz
3,6 GHz
3,5 GHz
3,4 GHz
6 MB 1.600 MHz Iris Pro 5200
200 MHz
1.300 MHz
BGA 47 W $657
Core
i7-4850HQ
4 / 8 2,3 GHz
3,5 GHz
3,4 GHz
3,3 GHz
6 MB 1.600 MHz Iris Pro 5200
200 MHz
1.300 MHz
BGA 47 W $468
Core
i7-4750HQ
(Schenker S413)
4 / 8 2,0 GHz
3,2 GHz
3,1 GHz
3,0 GHz
6 MB 1.600 MHz Iris Pro 5200
200 MHz
1.200 MHz
BGA 47 W $440
Core
i7-4700HQ
(Asus N550J)
4 / 8 2,4 GHz
3,4 GHz
3,3 GHz
3,2 GHz
6 MB 1.600 MHz HD 4600
400 MHz
1.200 MHz
BGA 47 W $383
Core
i7-4702HQ
4 / 8 2,2 GHz
3,2 GHz
3,1 GHz
2,9 GHz
6 MB 1.600 MHz HD 4600
400 MHz
1.150 MHz
BGA 37 W $383
Turbo SC: Maximaltakt bei Belastung eines Kerns
Turbo DC: Maximaltakt bei Belastung zweier Kerne
Turbo QC: Maximaltakt bei Belastung von vier Kernen
Sockel rPGA: Wechselbarer Prozessor mit 947 Pins
Sockel BGA QC: Quad-Core-Prozessor, fest installiert
Mainboard des Schenker S413 mit Intel Core i7-4750HQ
Mainboard des Schenker S413 mit Intel Core i7-4750HQ

Als Display setzt Schenker bei dem S413 auf einen 14 Zoll großen, matten Bildschirm mit einer nativen Auflösung von 1.920 × 1.080 Pixel. Dabei handelt es sich um ein Display mit einem höherwertigen Panel, auf ein günstiges TN-Panel wird verzichtet. Das Barebone stammt wie üblich von Clevo, wobei ein neues Design (W740SU) verwendet wird. Das Gerät kommt mit Ausmaßen von 340 × 253 × 20,9 mm (B × T × H) daher und bringt 1,9 Kilogramm auf die Waage. Darin enthalten ist ein Akku mit einer Kapazität von 53,28 Wh.

Unser Testexemplar setzt darüber hinaus auf einen acht Gigabyte großen DDR3-Speicher, der sich aus zwei Vier-GB-Riegel mit einer Geschwindigkeit von DDR3-1.600 zusammen setzt. Die GPU reserviert sich gleich zwei Gigabyte vom RAM. Während der Speicher wie von Schenker gewohnt konfiguriert werden kann (vier GB bis maximal 16 GB), lässt sich die CPU nicht austauschen – auch auf eine diskrete Grafikkarte muss definitiv verzichtet werden.

Bei den Datenträger gibt es dann wieder die freie Wahl zwischen einer HDD und einer SSD, wobei wir uns für eine 250 GB große Samsung SSD 840 entschieden haben. Optional ist noch ein zweites mSATA-Laufwerk einbaubar. Unsere Konfiguration ist mit Windows 8 ausgestattet, alternativ lässt sich auch Windows 7 auswählen oder man verzichtet gleich als ein Betriebssystem.

Schenker S413 mit Iris Pro 5200

Die Basis-Ausstattung des Schenker S413 mit vier Gigabyte Speicher, einer 320 Gigabyte großen Seagate-Festplatte (5.400 Umdrehungen pro Minute) inklusive Windows 7 Home Premium schlägt mit 1.099 Euro zu Buche. Unsere Konfiguration mit dem doppelten Speicher und der SSD wechselt ab 1.263 Euro den Besitzer.

Asus N550J mit GeForce GT 750M

Preislich auf demselben Niveau positioniert Asus das N550J. Dort gibt es für ebenfalls runde 1.100 Euro ein 15-Zoll-Notebook mit Full-HD-Display, in dem ein Intel Core i7-4700HQ arbeitet. Trotz augenscheinlich nahezu gleicher Bezeichnung inklusive Kürzel „HQ“ trennen Core i7-4750HQ und Core i7-4700HQ Welten (siehe Tabelle oben). Der 4700HQ bietet 400 MHz mehr Basistakt 200 MHz mehr in allen Turbo-Lagen, im Gegenzug dafür besitzt das Modell aber nur die Grafiklösung HD 4600 (GT2) anstatt der HD 5200 (GT3e). Preislich trennen beide knapp 60 US-Dollar.

Asus N550J mit GeForce GT 750M
Asus N550J mit GeForce GT 750M

Asus kombiniert den von Haus aus bereits schnelleren Prozessor mit einer 384 Shader starken GeForce GT 750M, die als leichte Überarbeitung der letztjährigen GT 650M in vielen Notebooks anzutreffen sein wird. Die GeForce GT 750M basiert auf der GK107-GPU. Der Base-Takt liegt bei 967 MHz, der durchschnittliche Turbo-Takt bei 1.085 MHz. Die maximale Frequenz beträgt 1.150 MHz. Da es sich um einen GPU-Boost-2.0-Chip handelt, gibt es auch eine Zieltemperatur: Wird diese überschritten, taktet die Grafikkarte nicht mehr mit den vollen 1.150 MHz. Auf dem Asus N550J liegt sie bei 79 Grad Celsius, die in unserem Testparcours aber nur in Crysis 3 überschritten wird. In dem Fall taktet die Grafikeinheit mit 1.085 MHz. Der dedizierte, vier Gigabyte große GDDR5-Speicher agiert mit 1.800 MHz. Das Speicherinterface weist eine Breite von 128 Bit auf.

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