3/8 AMD Radeon RX 460 im Test : Mit Gigabyte (2 GB) und Sapphire (4 GB) gegen GTX 950

, 332 Kommentare

Testergebnisse

Wie ComputerBase Grafikkarten testet sowie die verwendete Hardware und Treiber kann in diesem separaten Artikel nachgelesen werden. Ab Mai 2016 hat ComputerBase das Testverfahren deutlich abgeändert, um moderne Grafikkarten besser bewerten zu können. Ein Blick in den Artikel wird entsprechend viele Unklarheiten beseitigt. Falls dennoch Fragen offen bleiben, können diese im Forum gestellt werden. Ebenso können dort Vorschläge und Wünsche geäußert werden, die in Zukunft (möglicherweise) berücksichtigt werden.

So taktet die RX 460 von Gigabyte und Sapphire

Gigabyte lässt die Radeon RX 460 WindForce OC absichtlich ins Power Target laufen, um so die Effizienz der Grafikkarte zu verbessern. Das senkt jedoch folgerichtig automatisch die Taktraten und damit die Geschwindigkeit. In Spielen arbeitet die Grafikkarte deshalb mit einer Frequenz zwischen 1.125 MHz und 1.212 MHz. Soll die Karte nicht ausgebremst werden, kann über einen manuellen Eingriff ein erhöhtes Power Target gewählt werden – dann aber auf Kosten der Energieeffizienz.

Sapphire geht auf der Radeon RX 460 Nitro dagegen einen anderen Weg. Der Hersteller hat das Power Target hoch angesetzt, sodass der maximale Takt von 1.250 MHz in sämtlichen Spielen durchweg anliegt. Es gab keine Situation, in der die Grafikkarte heruntergetaktet hat.

Die tatsächlichen Taktraten im Fractal Design Define R5
Spiel (1.920 × 1.080) Gigabyte RX 460 WindForce OC Sapphire RX 460 Nitro
Anno 2205 1.140-1.150 MHz [PT] 1.250 MHz
Ashes of the Singularity 1.200-1.212 MHz [PT] 1.250 MHz
Assassin's Creed Syndicate 1.180-1.195 MHz [PT] 1.250 MHz
Call of Duty: Black Ops III 1.180-1.212 MHz [PT] 1.250 MHz
Dirt Rally 1.175-1.185 MHz [PT] 1.250 MHz
Doom 1.175-1.216 MHz [PT] 1.250 MHz
F1 2015 1.205-1.212 MHz [PT] 1.250 MHz
Fallout 4 1.150-1.165 MHz [PT] 1.250 MHz
Far Cry Primal 1.170-1.200 MHz [PT] 1.250 MHz
GTA V 1.180-1.195 MHz [PT] 1.250 MHz
Hitman 1.190-1.200 MHz [PT] 1.250 MHz
Just Cause 3 1.165-1.175 MHz [PT] 1.250 MHz
Metal Gear Solid V 1.160-1.180 MHz [PT] 1.250 MHz
Might & Magic: Heroes VII 1.130-1.135 MHz [PT] 1.250 MHz
Rainbow Six: Siege 1.170-1.185 MHz [PT] 1.250 MHz
Rise of the Tomb Raider 1.175-1.185 MHz [PT] 1.250 MHz
Star Wars: Battlefront 1.135-1.145 MHz [PT] 1.250 MHz
The Division 1.150-1.170 MHz [PT] 1.250 MHz
The Talos Principle 1.150-1.160 MHz [PT] 1.250 MHz
The Vanishing of E.C. Redux 1.150-1.160 MHz [PT] 1.250 MHz
The Witcher 3 1.125-1.160 MHz [PT] 1.250 MHz
Total War: Warhammer 1.200-1.200 MHz [PT] 1.250 MHz
XCOM 2 1.170-1.180 MHz [PT] 1.250 MHz
[PT] = Power Target limitiert, [TT] = Temperature Target limitiert

Benchmarks in 1.920 × 1.080

Der ComputerBase-Testparcours für Grafikkarten ist im zweiten Halbjahr 2016 primär für schnellere Grafikkarten als die Radeon RX 460 gedacht – das wird dem kleinsten Polaris-Ableger auch direkt zum Verhängnis, denn mehr als ein Platz im hinteren Drittel ist nicht drin. Auffällig ist sofort der große Unterschied zwischen der 2-GB- und der 4-GB-Variante. So ist die Sapphire Radeon RX 460 Nitro mit ihrem doppelten Speicher 19 Prozent schneller als die Gigabyte Radeon RX 460 WindForce OC, die auf den halben VRAM setzt. Die Sapphire-Karte ist damit drei Prozent schneller als die GeForce GTX 950 mit zwei Gigabyte und die Radeon R7 370 mit ebenfalls vier Gigabyte. Die Radeon RX 460 WindForce OC mit 2.048 MB liegt dagegen mit einem Rückstand von 14 Prozent klar zurück.

Der Grafikspeicher als Zünglein an der Waage

Das Ergebnis der Gigabyte-Karte überrascht – und hätte so eigentlich nicht passieren dürfen. Insbesondere im Hinblick auf den direkten Mitbewerber und Konkurrenten, der Nvidia GeForce GTX 950. Ein Blick in die Ergebnisse der einzelnen Spiele zeigt das Problem aber schnell: Es ist der Grafikspeicher.

25 Einträge Bearbeiten
Performancerating – 1.920 × 1.080
Angaben in Prozent
    • Gigabyte GTX 1080 Gaming (8GB)
      99,9
    • Nvidia GeForce GTX 1080 (8GB)
      93,6
    • Gigabyte GTX 1070 Gaming (8GB)
      83,8
    • Gigabyte GTX 980 Ti Gaming (6GB)
      83,4
    • Nvidia GeForce GTX 1070 (8GB)
      78,8
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (6GB)
      72,9
    • AMD Radeon R9 Fury X (4GB)
      67,9
    • Sapphire R9 Fury Nitro (4GB)
      64,6
    • Asus GeForce GTX 980 Strix (4GB)
      64,2
    • AMD Radeon R9 Fury (4GB)
      63,2
    • MSI GeForce GTX 1060 Gaming (6GB)
      62,1
    • AMD Radeon R9 Nano (4GB)
      61,5
    • MSI Radeon R9 390X Gaming (8GB)
      59,2
    • AMD Radeon R9 390X (8GB)
      58,6
    • Nvidia GeForce GTX 980 (4GB)
      58,6
    • Nvidia GeForce GTX 1060 (6GB)
      58,1
    • MSI Radeon R9 390 Gaming (8GB)
      55,3
    • AMD Radeon RX 480 (8GB)
      55,1
    • MSI GeForce GTX 970 Gaming (4GB)
      55,0
    • AMD Radeon R9 390 (8GB)
      54,4
    • Nvidia GeForce GTX 970 (4GB)
      51,4
    • AMD Radeon R9 290 (4GB)
      50,0
    • Asus Radeon RX 470 Strix (4GB)
      47,8
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti (3GB)
      46,9
    • Sapphire R9 380X Nitro (4GB)
      41,3
    • AMD Radeon R9 380X (4GB)
      39,0
    • AMD Radeon R9 280X (3GB)
      37,6
    • Asus Radeon R9 380 Strix (4GB)
      36,9
    • AMD Radeon R9 380 (4GB)
      36,3
    • Asus GeForce GTX 960 Strix (4GB)
      36,2
    • Nvidia GeForce GTX 770 (2GB)
      33,1
    • Nvidia GeForce GTX 960 (4GB)
      33,1
    • Asus GeForce GTX 950 Strix (2GB)
      29,8
    • Asus Radeon R7 370 Strix (4GB)
      27,8
    • Sapphire RX 460 Nitro (4GB)
      27,1
    • Nvidia GeForce GTX 950 (2GB)
      26,4
    • AMD Radeon R7 370 (4GB)
      26,3
    • AMD Radeon RX 460 (2GB)
      22,8

Denn während die 4.096-MB-Karte so abschneidet, wie man es vorab vermutet hat, ist das bei der Zwei-Gigabyte-Karte nicht der Fall. In vielen Spielen liegt die Gigabyte Radeon RX 460 kaum hinter der Sapphire Radeon RX 460 zurück liegt, doch es gibt Titel, in denen der Rückstand enorm ist. Das gilt unter anderem für Call of Duty: Black Ops III, Doom, F1 2015, Hitman und Mirror's Edge Catalyst.

Der gemeinsame Nenner aller Spiele: Alle gehen nicht zimperlich mit dem Grafikkartenspeicher um. Eine oder auch zwei Stufen niedrigere Texturdetails zeigen dann schnell, dass auf der Radeon RX 460 zwei Gigabyte für die Einstellungen nicht ausreichend sind. Das Gegenteil bei der Nvidia-Karte: Die GeForce GTX 950 fördert mit den 2 GByte in den Problemspielen teils deutlich höherer FPS zutage, bis zu 42 Prozent (F1 2015) kann sie sich vor die 2-GByte-Variante der RX 460 setzen. Daraus lässt sich nur schließen, dass Nvidia in Grenzfällen ein effizienteres Speichermanagement als AMD hat.

Auf der nächsten Seite: Die Performance in CS: GO, DOTA 2, Overwatch und Co.