Mach Express Gen3 : Mach Xtreme bündelt acht SATA-SSDs für 4,1 GB/s

, 18 Kommentare
Mach Express Gen3: Mach Xtreme bündelt acht SATA-SSDs für 4,1 GB/s
Bild: Mach Xtreme

Mach Xtreme stellt eine PCIe-SSD vor, die praktisch acht SATA-SSDs in sich vereint und damit 4,1 GB/s beim Lesen und 3,5 GB/s beim Schreiben schafft. Da das PCIe-3.0-x4-Interface hierfür nicht mehr ausreicht, wird die Steckkarte über PCIe 3.0 x8 angebunden.

Acht SATA-SSDs vereint

Schon die Bilder verraten, dass es sich um einen RAID-Verbund aus mehreren SSDs handelt. Das Datenblatt gibt Klarheit: Die Mach Express Gen3 (MXSSDEP3) vereint gleich acht SSD-Controller des Typs SM2246EN von Silicon Motion. Die Steuereinheit ist sonst einzeln in diversen SATA-SSDs zu finden. Kombiniert werden die Chips mit MLC-NAND-Flash von Micron, von dem 2 TByte für den Nutzer zur Verfügung stehen. Das vorliegende Bildmaterial zeigt allerdings Toshiba-Flash. Rechnerisch ergibt sich quasi ein „Achterpack“ aus 250-GB-SATA-SSDs, vereint auf einer flachen PCIe-Steckkarte (Low Profile) mit 255 Gramm Gesamtgewicht. Den RAID-Verbund verwaltet ein Controller von LSI.

Mach Express Gen3
Mach Express Gen3 (Bild: Mach Xtreme)

Über 4 GB/s und bis zu 40 Watt

Der Hersteller wirbt mit Transferraten von bis zu 4.100 MB/s beim sequenziellen Lesen und bis zu 3.500 MB/s beim sequenziellen Schreiben. Damit würde auch Samsungs 960 Pro als Leistungsreferenz bei den M.2-Client-SSDs überboten. Während PCIe 3.0 x4 als Schnittstelle überfordert wäre, ermöglicht PCIe 3.0 x8 Datenraten von bis zu 7.877 MB/s (ohne Overhead) und damit genügend Luft nach oben. Die Leistungsaufnahme wird mit 13 Watt bei Inaktivität und bis zu 40 Watt im aktiven Betrieb beziffert. Die Stromversorgung der zahlreichen Controller-Chips fordert ihren Preis. Screenshots von einschlägigen Benchmarks sollen die hohe Leistung untermauern, zumindest die 4.200 MB/s beim sequenziellen Lesen sind eindrucksvoll.

4,2 GB/s im CrystalDiskMark
4,2 GB/s im CrystalDiskMark (Bild: Mach Xtreme)
AS SSD
AS SSD (Bild: Mach Xtreme)

IOPS hauen nicht vom Hocker

So eindrucksvoll die Durchsatzraten sind, so wenig beeindruckend sind die IOPS-Angaben: Maximal 220.000 IOPS beim Lesen und 120.000 IOPS beim Schreiben sind auch für schnelle PCIe-3.0-x4-SSDs kein Problem. Die Samsung 960 Pro mit 2 TByte liefert im kleinen M.2-Format bereits 440.000 IOPS lesend und 360.000 IOPS schreibend (laut Hersteller). Dafür ist sie bei sequenziellen Transfers mit 3.500 MB/s lesend und 2.100 MB/s schreibend deutlich langsamer als der RAID-Bolide von Mach Xtreme, der wiederum NVMe nicht unterstützt.

Die Mach Express Gen3 mit 2 TByte soll voraussichtlich Mitte November verfügbar sein und etwa 2.500 US-Dollar zuzüglich Mehrwertsteuer kosten. Auch dies ist neben der ungewöhnlichen Hardware-Bestückung als „extrem“ anzusehen. Zum 1-TB-Modell liegen keine näheren Details vor.