Google: Android-Apps laufen auf allen neuen Chromebooks

Nicolas La Rocco 19 Kommentare
Google: Android-Apps laufen auf allen neuen Chromebooks

Android-Apps werden auf allen Chromebooks ab dem Jahrgang 2017 lauffähig sein. Was bisher ein eher schleppender Prozess der Umstellung war, bekommt dadurch einen deutlichen Schub verpasst. Viele ältere Geräte warten Monate nach der Ankündigung von Android-Apps für Chrome OS noch auf die versprochene Kompatibilität.

Android-Apps für Chrome OS im Mai 2016 angekündigt

Ein Betriebssystem steht und fällt mit den Anwendungen, die darauf lauffähig sind. Chrome OS galt lange Zeit als Betriebssystem, das die Basics abdeckt, viel mehr aber nicht zu bieten hat. Mit der im Mai 2016 angekündigten Kompatibilität von Android-Anwendungen zu Chrome OS wurde Licht am Ende des Tunnels in Aussicht gestellt.

Google kümmert sich nicht um die Kompatibilität

Eine Liste von Dutzenden Geräten mit geplanter Unterstützung für Android-Apps folgte einen Monat nach Googles Entwicklerkonferenz und schien zunächst ein Zeichen zu setzen, dass es Google ernst nimmt mit den Android-Apps. Stand heute: drei Geräte mit Android-App-Unterstützung stehen 64 ohne Support gegenüber. Die Anzahl der kompatiblen Geräte hat sich seit Monaten nicht mehr verändert.

Aber es ist ein hinzugekommener Satz auf der Seite des Chromium Projects, der eine generelle Kompatibilität zu Android-Apps für Chrome-OS-Geräte ab dem Jahrgang 2017 ausspricht. Zuerst aufgefallen war die Veränderung der Seite Android Police. Noch heißt es aber trotzdem: Füße stillhalten.

Denn Googles jetzt ausgesprochene generelle Kompatibilität von Android-Apps zu Chrome OS ist noch keine Garantie dafür, dass kurzfristig tatsächlich eine Umstellung für die neuen Geräte stattfinden wird. Google beschreibt lediglich, dass zusätzlich zu den bereits einzeln genannten Geräten auch alle Geräte ab dem Jahrgang 2017 „in Zukunft“ zu Android-Apps kompatibel sein werden. „In Zukunft“ steht bisher für eine Wartezeit von acht Monaten ohne nennenswerte Ergebnisse. Ein angepasster Satz auf einer Support-Seite von Google sollte nach bisherigen Erfahrungen stets vorsichtig interpretiert werden.