GX-S und Platinum King im Test: Effiziente Preisbrecher von Cougar und Super Flower 2/8

Nico Schleippmann 58 Kommentare

Lieferumfang und Äußeres

Dem Preis geschuldet besteht der Lieferumfang nur aus dem Nötigsten. Immerhin gibt es beim GX-S450 neben dem obligatorischen Kaltgerätekabel und den Schrauben auch Kabelbinder. Die Informationen auf der Umverpackung und im Handbuch sind vorbildlich gestaltet – neben den technischen Daten gibt es auch Grafiken zu der Lüfterdrehzahl und dem Wirkungsgrad.

Das Netzteil selbst bietet ein überaus stabiles Gehäuse. Am Kabelauslass gibt es einen Kunststoffring, der Beschädigungen des Sleeves vorbeugen soll. Für das Lüftergitter hat sich Cougar zu einer aerodynamischen Variante mit parallelen Metallstreben entschieden. Dadurch sollen Luftverwirbelungen gegenüber gewöhnlichen Umsetzungen minimiert werden.

Keine Extras umsonst beim Super Flower Platinum King 450W

Für den Lieferumfang des Platinum King 450W wurden die Kabelbinder gestrichen – sonst entspricht dieser dem des GX-S450. Das Benutzerhandbuch ist kurz und sehr allgemein gehalten, des Weiteren ist die deutsche Übersetzung nur sehr schwer verständlich. Einen besseren Eindruck macht die Verpackung, auf der ausführlicher auf die Ausstattungsmerkmale eingegangen wird.

Das Gehäuse hinterlässt einen guten Eindruck und erfüllt alle funktionalen Eigenschaften. Für das Lüftergitter wurde ein kostengünstigerer Weg eingeschlagen, indem die Öffnungen direkt aus dem Gehäuse herausgestanzt wurden. Mit den großflächigen Lüftungsschlitzen wurde ein sinnvoller Kompromiss aus verbesserter Stabilität und einer optimierten Akustik gefunden.

Kabelausstattung

Die Kabelausstattung beider Netzteile ähnelt sich stark. Ein Floppy-Stecker müsste separat über einen Adapter nachgerüstet werden, wenn dafür Bedarf besteht. Obwohl das GX-S450 nur einen SATA-Stecker weniger besitzt, ist die Umsetzung von Cougar aufgrund der Verteilung auf nur einen Kabelstrang stark nachteilig. Besitzt das eigene System ein optisches Laufwerk, das von den restlichen SATA-Laufwerken weiter entfernt liegt, reicht die Länge dieses einzelnen Kabelstrangs möglicherweise nicht aus. Besser ist da die Umsetzung von Super Flower, bei der die fünf Stecker auf zwei Kabel verteilt wurden.

Kabelausstattung (Länge in cm) Cougar Super Flower
nicht abnehmbar
20-+-4-Pin ATX 1 (58) 1 (54)
4+4-Pin EPS 1 (65) 1 (64)
6+2-Pin PCIe 2 (56 ‑ 67) 2 (49 ‑ 61)
SATA 4 (46 ‑ 84) 5 (50 ‑ 76)
Molex 3 (46 ‑ 69) 3 (76 ‑ 89)

Bezüglich der Kabellängen gibt es nichts zu beklagen. Die 65 beziehungsweise 64 Zentimeter für die EPS-Leitung reichen im Normalfall für eine Kabelverlegung hinter dem Mainboardtray aus.

Höherer Wirkungsgrad mit dickeren Kupferadern

Zum Erreichen des Wirkungsgrads nach 80 Plus Platinum war es beim Platinum King 450W notwendig, dickere 16AWG-Aderquerschnitte für die Mainboard-, CPU- und GPU-Leitung einzusetzen. Dies geht mit einer etwas geringeren Flexibilität der Kabelstränge einher. Das schwarze Sleeve in Kombination mit den komplett schwarzen Einzeladern erfüllt nicht nur seinen Zweck, sondern sieht auch gut aus. Die Ummantelung des GX-S450 ist etwas offenmaschiger und lockerer, beim Platinum King 450W liegt diese enger an.

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