Grafikkarten von Nvidia im Test: GTX 480, 580, 680, 780 Ti, 980 Ti und 1080 im Vergleich 2/3

Wolfgang Andermahr 141 Kommentare

Testsystem und Testergebnisse

Für sämtliche Benchmarks wurde das Grafikkarten-Testsystem mitsamt einem aktualisierten Windows 10 verwendet. Als Treiber ist der GeForce 376.33 für sämtliche Grafikkarten installiert, der auch die ältesten Modelle noch unterstützt. Das Temperature-Target der Grafikkarten wurde, falls vorhanden, so hoch wie möglich gesetzt. Das Power Target blieb dagegen unberührt.

Alte und neue Spiele als Benchmark

14 verschiedene Spiele werden für den Artikel genutzt, die wie die Grafikkarten unterschiedlich alt sind. So stammen die ältesten Spiele aus dem Jahr 2011, während es mit Battlefield 1 auch ganz aktuelle Titel im Testparcours gibt.

Erscheinungsdatum Detailstufe
The Elder Scrolls V: Skyrim 11. November 2011 Maximale Details
Anno 2070 17. November 2011 Maximale Details
Alan Wake 16. Februar 2012 Maximale Details, 4× MSAA
Dirt Showdown 23. Mai 2012 Maximale Details
Bioshock Infinite 26. März 2013 Maximale Details
Company of Heroes 2 25. Juni 2013 Maximale Details, Kantenglättung Niedrig
Ryse: Son of Rome 10. Oktober 2014 Maximale Details
Far Cry 4 18. November 2014 Ultra-Preset
The Witcher 3 19. Mai 2015 Maximale Details, kein HairWorks
Call of Duty: Black Ops III 06. November 2015 Maximale Details, Texturen Medium
Fallout 4 10. November 2015 Maximale Details, kein PhysX
Rise of the Tomb Raider 28. Januar 2016 Sehr-hoch-Preset, Texturen Hoch
Deus Ex: Mankind Divided 23. August 2016 Sehr-hoch-Preset, Texturen Mittel
Battlefield 1 21. Oktober 2016 Maximale Details, Texturen Hoch

Einstellungen auf Grafikkarten mit 2 GB Speicher optimiert

Grundsätzlich werden in allen Benchmarks die höchsten Grafikdetails in der Auflösung 2.560 × 1.440 genutzt, bei den Mittelklasse-Modellen liefen die Spiele hingegen in Full HD. Dies ist ein Tribut an die Leistungsklasse der Grafikkarten. Einzig bei den aktuellen Spielen wurden teils die Details reduziert, da ansonsten auch die aktuelle Generation keine ausreichenden Frameraten erreicht. Darüber hinaus wurden bei einigen Spielen die Texturdetails reduziert, sodass Grafikkarten mit mindestens 2.048 MB Speicher nur mit geringen Einbußen zu kämpfen haben. Unterstützt ein Spiel DirectX 12, entscheidet die höchste Framerate, welches Ergebnis genutzt wird.

Benchmarks von Skyrim bis Battlefield 1

Nvidia hat es in der Regel geschafft, mit der Einführung einer neuen Architektur bzw. Generation die Performance gegenüber dem schnellsten Vorgängermodell um mindestens 50 Prozent zu steigern. Die einzige Ausnahme ist der Schritt von der GeForce GTX 480 zur GeForce GTX 580 – mehr Leistung war aus Fermi nicht mehr herauszuholen.

Mit Kepler gab es dann einen großen Sprung. Schon die GeForce GTX 680 schneidet im Schnitt um 60 Prozent schneller ab. Ein Grund dafür ist der 512 MB größere Speicher, der in einigen Spielen viel ausmacht. Zudem ist die Architektur selbst deutlich moderner. Die GeForce GTX 780 Ti mit der größten Kepler-GPU ist wiederum 61 Prozent schneller als die GeForce GTX 680. Gegenüber der GeForce GTX 580 ist diese Grafikkarte entsprechend mehr als doppelt so schnell.

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Performancerating
Angaben in Prozent
    • Nvidia GeForce GTX 1080
      100,0
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti
      78,8
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti
      51,6
    • Nvidia GeForce GTX 680
      32,0
    • Nvidia GeForce GTX 580
      20,1
    • Nvidia GeForce GTX 480
      17,1

Auch die GeForce GTX 980 Ti bringt spürbar mehr Geschwindigkeit. Die volle Ausbaustufe von Maxwell ist um 53 Prozent zügiger unterwegs als der Vorgänger. Die aktuelle GeForce GTX 1080 ist noch einmal 27 Prozent schneller. Klingt wenig, aber Pascal ist noch nicht am Ende. Wie bei der GeForce GTX 680 handelt es sich bei der GeForce GTX 1080 nicht um die schnellste GPU der Pascal-Architektur. Wenn Nvidia die GP102-GPU nicht nur auf der Titan X, sondern auch auf einer GeForce GTX 1080 Ti oder anders genannten Karte verbaut wird, dürfte der Sprung gegenüber der GeForce 980 Ti erneut mehr als 50 Prozent betragen.

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