Mobile Platform: Qualcomm stellt Snapdragon auf neues Namensschema um

Nicolas La Rocco 9 Kommentare
Mobile Platform: Qualcomm stellt Snapdragon auf neues Namensschema um

Qualcomm stellt seine Snapdragon-Lösungen auf ein neues Namensschema um, das besser reflektieren soll, dass nicht mehr nur Prozessoren den Kern des Produkts bilden. Eine weitere Änderung betrifft das untere Segment, das jetzt nicht mehr das Wort „Snapdragon“ im Namen trägt, um es besser vom oberen Leistungsbereich zu trennen.

Ein Snapdragon ist mehr als nur ein Prozessor

Mit sofortiger Wirkung trennt sich Qualcomm vom bisherigen Namensschema der Snapdragon Prozessoren, bei dem das Produkt, etwa der Snapdragon 835, im Englischen als „Qualcomm Snapdragon Processor“ bezeichnet wurde. Ein Snapdragon sei mehr als nur ein Prozessor, erklärt das Unternehmen, weshalb die neue Bezeichnung zu „Qualcomm Snapdragon Mobile Platform“ wechselt.

Qualcomm bezeichnet Snapdragon als eine Plattform, weil neben dem Prozessor selbst mittlerweile auch Dinge wie Quick Charge, WLAN, Touch-Controller, das RF Front End, Modem oder der Aqstic DAC das Produkt ausmachen. Was früher primär ein Prozessor war, habe sich zu einer vollständigen Plattform entwickelt, erklärt Qualcomm.

Kein Snapdragon 200 mehr

Das neue Namensschema betrifft alle bisher als Snapdragon-Prozessoren bezeichneten Lösungen. Eine neue Abgrenzung gibt es jedoch für die 200-Serie des unteren Segmentes. Die SoC-Serien 400, 600 und 800 heißen fortan „Qualcomm Snapdragon 4/6/8xx Mobile Platform“, während bei der 200-Serie das „Snapdragon“ im Namen ab sofort wegfällt.

Die 200-Serie zählt Qualcomm nicht zum Premium-Segment, weshalb hier die Snapdragon-Bezeichnung zugunsten einer besseren Unterscheidung für den Konsumenten für bestehende und neue Produkte nicht länger vorgesehen ist.

Neue Bezeichnung für Snapdragon-Lösungen

  • Qualcomm Snapdragon 4/6/8xx Mobile Platform
  • Qualcomm 2xx Mobile Platform

Im Automotive-Bereich wird Qualcomm von „Snapdragon XXXA Processor“ auf „Snapdragon XXXA Automotive Platform“ wechseln, sagte Mike Roberts, Senior Director Marketing, im Gespräch mit ComputerBase. Für das Wearable-Segment sei noch keine Entscheidung gefallen, an den Namen der Modems werde sich jedoch nichts verändern.