iPhone 8: Apple-Dummy mit Rückseite aus Glas und Edelstahlrahmen

Tobias Reuter 123 Kommentare
iPhone 8: Apple-Dummy mit Rückseite aus Glas und Edelstahlrahmen
Bild: Twitter

Fotos sollen ein Dummy-Gehäuse des iPhone 8 oder „iPhone Edition“ zeigen. Die Frontpartie besteht aus einem praktisch rahmenlosen Display. Die Gehäuserückseite ist aus Glas und bietet keinen Fingerabdrucksensor. Für die ersten Monate nach dem Verkaufsstart sei mit starken Lieferverzögerungen zu rechnen.

Rahmenloses Display, schwarzer Edelstahlrahmen

Twitter-Nutzer Benjamin Geskin hat über das soziale Netzwerk eine Reihe von Fotos veröffentlicht, die das finale Design des iPhone 8 verraten sollen. Geskin spricht von einem „CNC-Modell“, das vom Apple-Zulieferer Foxconn stamme. Die Gehäusegröße und -dicke (7,1 Millimeter) entspreche der des iPhone 7.

Die Frontseite des Geräts besteht aus einem praktisch rahmenlosen Display, das fast die gesamte vordere Gehäusefläche einnimmt. Nur ganz oben sind kleine Aussparungen für den Telefonlautsprecher, die iSight-Kamera und den kolportierten Gesichtsscanner zu sehen.

Der bislang bei allen iPhone-Modellen verwendete physische Homebutton fehlt. Gerüchte besagen, Apple plane im unteren Displaybereich eine Function Area aus virtuellen Buttons, die der Touch Bar des aktuellen MacBook Pro ähnele. Auch zu einer Display-Integration des Fingerabdrucksensors gab es bereits Hinweise. Nutzer könnten so die Touch-ID-Funktion ohne Homebutton auf der unteren Displayfläche verwenden.

Die Gehäuseseiten werden von einem Edelstahlrahmen umschlossen. Links sind die beiden Lautstärketasten und der Stummschalter zu erkennen. Auf der rechten Seite befinden sich der Ein-/Ausschalter und das Einschubfach für die SIM-Karte. Geskin gibt zu bedenken, dass die silberne Farbe des Edelstahls nur für den Dummy gelte. In der finalen Variante werde der Gehäuserahmen schwarz gefärbt sein (wie auf den Renderbildern zu sehen).

Schemazeichnung zeigt Anordnung des iPhone-Innenlebens

Geskin hat zudem eine Schemazeichnung der iPhone-8-Innereien veröffentlicht, die laut eigener Aussage „zu 70 Prozent akkurat“ ist. Die Zeichnungen stellen dar, wo Komponenten wie das Wifi-Modul, die Taptic-Engine und der A11-SoC verbaut sind. Einzelne Rechtschreibfehler bei englischen Bezeichnungen seien der chinesischen Übersetzung geschuldet, so der Twitter-Nutzer.

Schemazeichnung der iPhone-8-Komponentenanordnung
Schemazeichnung der iPhone-8-Komponentenanordnung (Bild: Twitter)

Glasrückseite ohne Touch ID

Die auffälligste Veränderung auf der Gehäuserückseite ist das verwendete Material. Erstmals seit dem iPhone 4s wäre ein Apple-Smartphone wieder mit einer Glasrückseite ausgestattet, sofern es sich tatsächlich um das finale Design handelt. Auch die Positionierung der Dual-Kamera, die nach wie vor aus dem Gehäuse herausragt, unterscheidet sich vom iPhone 7 Plus. Beide Linsen sind nicht mehr nebeneinander, sondern untereinander angeordnet.

Anders als die zuletzt aufgetauchten iPhone-8-Schemazeichnungen zeigen die neu aufgetauchten Bilder keinen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite. Ein weiterer Unterschied ist das Rückseitenmaterial. Die Gerüchte der letzten Woche sprachen von Aluminium.

Eine mögliche Erklärung für die unterschiedlichen Leak-Designs ist Apples Methodik, für jede Neukonzeption verschiedene Prototypen zu testen. Benjamin Geskin geht aufgrund seines Modells davon aus, dass Apple sich gegen die Variante mit dem Fingerabdrucksensor auf der Rückseite und dem Aluminiumgehäuse entschieden hat und stattdessen auf ein Glasgehäuse mit Edelstahlrahmen setzt.

Verkaufsstart im September mit stark begrenzter Stückzahl

Apple-Kunden müssen sich in den ersten Wochen nach einer iPhone-Neuvorstellung zwar meistens mit Lieferverzögerungen abfinden. Der bezüglich neuer Apple-Gadgets meist gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo erwartet für das iPhone 8 aber besonders große Lieferengpässe. Neue Komponenten wie das OLED-Display und Technologien wie Wireless-Charging seien nicht nur verantwortlich für höhere Produktionskosten, sondern sollen auch für eine stark begrenzte Stückzahl für die ersten Monate nach dem Verkaufsstart sorgen.

Apple bleibe dem gewohnten Septembertermin für iPhone-Veröffentlichungen zwar treu. Allerdings soll die Massenproduktion erst im Oktober oder November richtig anlaufen, was dazu führen kann, dass viele Kaufinteressenten bis zum ersten Quartal 2018 warten müssen, bis sie ihr iPhone 8 erhalten. Bei einem geplanten Verkaufsbeginn im September startet die Massenproduktion normalerweise schon im August.