Razer Lancehead: High-Tech-Spielemäuse für Rechts- und Linkshänder

Max Doll 45 Kommentare
Razer Lancehead: High-Tech-Spielemäuse für Rechts- und Linkshänder
Bild: Razer

Razers neue Lancehead-Mäuse für Links- und Rechtshänder nutzen verbesserte Omron-Taster und einen 16.000-dpi-Sensor. Angeboten werden gleich zwei Modelle: Dem kabellosen Topmodell wird eine erheblich günstigere Tournament Edition mit klassischer Datenleitung an die Seite gestellt.

Kern der Lancehead ist der „5G-Sensor“ mit Lasertechnik von Razer, der von Philips' Twin-Eye-Serie abgeleitet wurde. Die verbaute Version kann mit einer maximalen nativen Abtastrate von 16.000 dpi betrieben werden und arbeitet bis zu einer Beschleunigung von 50 G korrekt. Mit den gleichen Rahmendaten wird auch der optische Sensor der Tournament Edition beschrieben. Unterschiede gibt es lediglich bei der Tracking-Geschwindigkeit: Die kabellose Lancehead ist auf 210 Zoll pro Sekunde (IPS) limitiert, die Tournament Edition erreicht 450 Zoll pro Sekunde.

Mit Ausnahme der Übertragungsart gleichen sich beide, im RGB-Farbraum beleuchteten Mäuse ansonsten wie ein Ei dem anderen. Beide Lancehead nutzen ein symmetrisch geformtes Chassis, das über je zwei links- und rechtsseitig angeordnete Seitentasten verfügt. Unter den beiden primären Maustasten setzt Razer Taster ein, die nach eigenen Spezifikationen in Kooperation mit Omron entwickelt und gebaut wurden. Optimiert wurde nach Angaben von Razer die Reaktionszeit für Spieler. Zudem wird die Lebensdauer mit 50 Millionen Auslösungen angegeben; regulär von Omron erhältliche Modelle sind auf 20 Millionen Klicks spezifiziert.

Kabellos ohne Verzögerung

Für die kabellose Lancehead verspricht Razer außerdem lagfreie Kommunikation zwischen Eingabegerät und Rechner. Als Schlüssel dazu wird die „Adaptive Frequenz-Technologie“ des Nagers angepriesen, die die Funkkanäle im 2,4-GHz-Band nach Störungen absucht und unverzüglich die Frequenzen wechselt, wenn solche entdeckt werden. Dabei soll stets die stärkste und schnellste Verbindung gewählt werden, die verfügbar ist. Die maximale Laufzeit der Maus soll mit Beleuchtung bei 24 Stunden liegen, geladen werden kann über ein USB-Kabel im Betrieb.

Software bald ohne Cloud

Die Lancehead-Mäuse sind zudem die ersten Eingabegeräte von Razer, die mit der noch nicht veröffentlichten Betaversion der Synapse-Pro-Software zusammenarbeiten werden. Synapse Pro erweitert die bisherige Synapse-Software um die Möglichkeit, Profile und Konfigurationseinstellungen auf der Maus selbst zu speichern und ohne Internetverbindung zu nutzen.

Damit deutet Razer außerdem an, dass die Nager im Gegensatz zu älteren Razer-Produkten erstmals mit Onboard-Speicher ausgestattet sind. Bisherige Eingabegeräte von Razer konnten nur dann mit eigenen Einstellungen betrieben werden, wenn die Cloud-Software im Hintergrund aktiv war – was immer wieder Kritik provoziert hat.

Beide Mäuse sind zur Preisempfehlung von knapp 150 Euro (Lancehead) und rund 90 Euro (Lancehead Tournament Edition) ab sofort im Razer-Store verfügbar. Den Handel erreichen werden die Mäuse zwischen April und Juni.

Razer Lancehead Razer Lancehead Tournament Edition
Ergonomie: Beidhändig (symmetrisch)
Sensor: ?
Abtastrate: 100 – 16.000 dpi
?
Lift-Off-Distance: ?
Taster: Omron-Taster, 50 mio. Klicks
Anzahl Tasten: 9
Linksseitig: 2
Rechtsseitig: 2
Sondertasten: dpi-Switch
Beleuchtung: RGB
Software: ?
Dimensionen: 117 × 71 × 38 mm
Oberflächenbeschichtung
Gewicht: 111 Gramm (o. Kabel) 104 Gramm (o. Kabel)
Anschluss: USB 2.0, 2,10 m Kabel
?
?
USB-Kabel
USB 2.0, 2,10 m Kabel
Preis: 150 € 90 €