Intel NUC: Optane Memory im Bundle belegt einzigen M.2-Platz

Volker Rißka 24 Kommentare
Intel NUC: Optane Memory im Bundle belegt einzigen M.2-Platz
Bild: Intel

Intel hat seine aktuelle Mini-PC-Familie NUC um drei Modelle erweitert. Die auffälligste Änderung ist der Einsatz eines 16-GByte-Optane-Memory-Moduls, Intels neuer Caching-Lösung. Doch es gibt eine Einschränkung: Der Riegel belegt in den Modellen den einzigen schnellen Speicherplatz für SSDs.

16 GByte Optane Memory belegen einzigen M.2-Platz

NUCs sind kleine aber potente Mini-Desktop-PCs, doch mit dem Platz muss sorgsam umgegangen werden. Dementsprechend stellen die flachen Varianten nur eine Schnittstelle für schnellen M.2-Massenspeicher zur Verfügung, lediglich in Modellen mit höherem Gehäuse ist noch Luft für eine 2,5-Zoll-Lösung – jedoch nach deutlich langsameren SATA-Standard. Für die 35 mm flachen NUC gibt es die Option auf Optane Memory folglich nicht.

Drei Modelle zu unbekanntem Preis angekündigt

Die drei neuen NUCs auf Basis von Kaby-Lake-CPUs in den Klassen Core i3, Core i5 und Core i7 basieren also allesamt auf dem 51 mm hohen Gehäuse NUC7i[x]BNH – mit Optane Memory auf Basis von 3D XPoint im Bundle wird daraus NUC7i[x]BNHX1. Zwangsweise müssen Käufer dann aber eine SATA-Festplatte oder -SSD erwerben und diese im Gehäuse platzieren. Die bisherige Möglichkeit, einen RAID-Verbund aus M.2-SSD und SATA-SSD zu schließen, entfällt ebenfalls.

Die größten Vorteile an der Kombination Optane zuzüglich Massenspeicher zeigten sich in ersten Tests bei Zusammenarbeit mit einer klassischen Festplatte, während es bei SSDs nur noch geringe Leistungszuwächse vor allem bei Programmstarts zu verzeichnen gab. Als größtes Problem stellte sich dabei jedoch das Limit von nur maximal 32 GByte Speicherkapazität der neuen Module heraus – Intel bündelt sogar nur die 16-GByte-Variante mit den NUCs.

Eine weitere Frage ist am Ende stets der Preis, diesen hat Intel für die neuen NUCs noch nicht preisgeben, offiziell gelten die Modelle erst als angekündigt. Im Handel kostet das 16-GByte-Optane-Modul knapp 50 Euro.

Optane Memory auch als Alternative zur SSD

Optane Memory kann Systeme mit einer HDD deutlich beschleunigen, es deutet sich allerdings an, dass der Speicher in bestimmten Preissegmenten auch die SSD ersetzen wird. Beispielsweise MSI hat eine neue Variante des Gaming-PC Nightblade Mi3 angekündigt, der in Zukunft mit Optane Memory und HDD statt SSD und HDD ausgeliefert werden wird.