News Intel NUC: Optane Memory im Bundle belegt einzigen M.2-Platz

Volker

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#1
Intel hat seine aktuelle Mini-PC-Familie NUC um drei Modelle erweitert. Die auffälligste Änderung ist der Einsatz eines 16-GByte-Optane-Memory-Moduls, Intels neuer Caching-Lösung. Doch es gibt eine Einschränkung: Der Riegel belegt in den Modellen den einzigen schnellen Speicherplatz für SSDs.

Zur News: Intel NUC: Optane Memory im Bundle belegt einzigen M.2-Platz
 
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#2
Ich hoffe wirklich, dass Optane Memory in dieser Form vom Markt verschwindet. Wenn Intel es schafft das über Bundles allen aufzudrehen wär es eine Katastrophe für den Fortschritt. Niemand braucht soetwas um eine HDD zu beschleunigen. Zumindest nicht, wenn der Rechner aktuell genug ist um einen M.2 Slot anzubieten. Vor 10 Jahren wäre das ganze interessant gewesen. Heute sind SSDs so günstig und schnell, dass niemand einen winzigen, vermutlich kurzlebigen, 3DXPoint Cache braucht.
 

Decius

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#3
Ich hoffe wirklich, dass Optane Memory in dieser Form vom Markt verschwindet. Wenn Intel es schafft das über Bundles allen aufzudrehen wär es eine Katastrophe für den Fortschritt. Niemand braucht soetwas um eine HDD zu beschleunigen. Zumindest nicht, wenn der Rechner aktuell genug ist um einen M.2 Slot anzubieten. Vor 10 Jahren wäre das ganze interessant gewesen. Heute sind SSDs so günstig und schnell, dass niemand einen winzigen, vermutlich kurzlebigen, 3DXPoint Cache braucht.
Die Idee die glaube ich interessanter ist, ist es als Ding als Speicher zwischen SSD und RAM zu benutzen. Optane in die freien RAM-Slots für eine hohe Menge an langsamen RAM - dann hast du zB 32 GB schnellen RAM und zB 128 GB an langsameren, aber nichtflüchtigen Optane-RAM zusätzlich. Als SSD-Ersatz oder Beschleuniger ist es dagegen soweit ich sehe ziemlich sinnlos.
 

Xidus

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#4
Ich hoffe wirklich, dass Optane Memory in dieser Form vom Markt verschwindet. Wenn Intel es schafft das über Bundles allen aufzudrehen wär es eine Katastrophe für den Fortschritt. Niemand braucht soetwas um eine HDD zu beschleunigen. Zumindest nicht, wenn der Rechner aktuell genug ist um einen M.2 Slot anzubieten. Vor 10 Jahren wäre das ganze interessant gewesen. Heute sind SSDs so günstig und schnell, dass niemand einen winzigen, vermutlich kurzlebigen, 3DXPoint Cache braucht.
An sich gebe dir recht.

Es gibt aber auch Varianten wo SSDs zu teuer sind.

Mein kleiner Server hat 32TB HDD das könnte ich mir in SSDs nie leisten.
Das Mainboard hat aber 3 x m2 Plätze da wäre so ein Optane Memory schon eine Überlegung wert.
 

Ozmog

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#5
Was soll Optane Memory im NUC, für diesen Verwendungszweck eher überflüssig, man hat da eher was von einer M.2 SSD als von einem mickrigen Cache zur vermeintlichen Beschleunigung (mit SSDs ja eher mess- als spürbar)
Irgendwie sieht es so aus, als wenn Intel die Dinger mit gewalt loswerden will.
 

user2357

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#6
Heute sind SSDs so günstig und schnell, dass niemand einen winzigen, vermutlich kurzlebigen, 3DXPoint Cache braucht.
Die Lebensdauer des X-Pointspeichers ist allerdings viel höher, als die von "üblichem" TLC oder MLC NAND. Dabei sind für die Consumerware, um die es sich bei den Memory-Modulen handelt wahrscheinlich sehr konservative Werte von ca. 10k Schreibzyklen pro Zelle angegeben. (Interessanterweise haben sowohl der 16 GB-Riegel, als auch der 32er dieselbe TWB) Sicherlich sind die verfügbaren Kapazitäten nicht die Welt, allerdings für den angepeilten Einsatz als Read-Cache meines Erachtens schon passend dimensioniert. Klar kann man mit Hardware danach werfen, dass alle Daten stets schnell verfügbar sind - sprich SSDs für OS, Programme (, Spiele) verwenden. Damit geht aber auch immer ein Teil Verschwendung einher, wenn teurer SSD-Platz mit Daten belegt ist, auf die quasi nie zugegriffen wird. Gut, das nutzt dann auch die Zellen wieder weniger ab, wenn sie nicht neu beschrieben werden ;). Die Vorteile von X-Point von hohen IO-Raten bei niedrigen queue-depths zusammen mit den niedrigeren Zugriffslatenzen im Vergleich zu NAND machen so ein Laufwerk schon attraktiv. Gibt ja auch Software wie beispielsweise Primocache (um nicht auf die Intel-Lösung angewiesen zu sein), mit der zusammen würde ich ab einer Größe von 64 GB über so einen M.2-Riegel nachdenken.
Was soll Optane Memory im NUC, für diesen Verwendungszweck eher überflüssig
Erschließt sich mir auch nicht.
 
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Loopman

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#7
Ist doch wurscht, ob der Steckplatz belegt ist, oder nicht. Sinnvoll ist es eh nur im Zusammenspiel mit einer HDD - und die passt nicht in den m.2 Platz ;)
 

Iarn

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#8
Auch wenn es nicht der Zweck der Sache ist: eigentlich müsste es doch möglich sein, im UEFI das Teil als normales Drive einzustellen und als Bootlaufwerk für ein schlankes Betriebssystem zu nutzen oder? Für Open /Libre ELEC dürften 16 GB doch reichen...
 

Cool Master

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#10
Mein kleiner Server hat 32TB HDD das könnte ich mir in SSDs nie leisten.
Hast du eine 10 GBit Infrastruktur? Nein? Dann brauch man auch keine SSDs im Server. Dazu kommt eine kleine SSD die als Cache läuft bringt deutlich mehr als Optane und kostet nicht viel mehr, wenn überhaupt.

Optane ist, wenn man es mal runter bricht, nichts anderes als eine SSHD und wir alle wissen wie die aktuellen da stehen.
 

Cool Master

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#13
@yummycandy

Nicht nur am NUC. Der Unterschied zwischen m.2 PCIe SSD und SATA SSD ist nur Messbar aber nicht spührbar. Eine PCIe SSD ergibt nur in wenig Umgebungen Sinn und diese belaufen sich effektiv auf zwei Flälle:

1. Viel kopieren z.B. von Laufwerk A oft etwas auf Laufwerk B kopieren.
2. Hohe IO Last z.B. eine Datenbank die tausende Requests pro Sekunde bekommt wobei man hier natürlich auch caching einsetzen würde.

Wer sich mehr Performance in Spielen oder anderen Anwendungen erhoft wird in 99,9% enttäuscht werden.
 
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#14
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das der Unterschied zwischen SATA-SSD (850 EVO V2) und M2 PCI-E SSD (960 EVO) in einem NUC tatsächlich bei 0815-Nutzung (Office Kram, Streaming etc.) nicht spürbar ist. Selbst Windows Updates etc. liefen gefühlt gleich schnell.

Habe rein aus Interesse mal beides verbaut gehabt und die M2 SSD nur behalten weil ich für die SATA-SSD eine andere Verwendung hatte.

Ich halte die Kombination aus günstiger M2-SSD und großer 2,5" SATA HDD für den NUC am sinnvollsten.
 

Krautmaster

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#15
Durchaus möglich dass die Optane noch minimal schneller ist als die schnellste M2 SSD aber die Unterschied wird marginal sein. Denke man spekuliert auf embedded Sachen wie Libreelec mit Kodi. Da reichen 16GB dick und das muss in Echtzeit booten.
 

Dezor

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#16
Optane ist in meinen Augen nur als Upgrade eines älteren PCs mit freien RAM-Bänken und (großer) Festplatte überhaupt eine sinnvolle Option. Dort läuft es meines Wissens nach aber nicht, die Unterstützung ist wenn ich https://www.computerbase.de/2017-03/intel-optane-memory-3d-xpoint-marktstart-update-2/ richtig verstehe nur für aktuelle Chipsätze überhaupt vorhanden. Aber in einem aktuellen System würde ich persönlich eine große SSD immer einer Festplatte + Cache vorziehen. Schon alleine deswegen, weil mein aktueller PC so leise ist, dass mir das Festplattengeräusch auf die Nerven ging. Vom Geschwindigkeitsvorteil will ich garnicht anfangen.

In meinem alten Büro wurden mal SSHDs verteilt und wirklich schneller wurden die PCs nicht. Für große Datenmengen würde ich ggf. zu einer SSD für das System und für Anwendungen greifen und die Daten/Filme/Musik/Fotos/... auf eine Festplatte auslagern. Aber von Cache-Lösungen halte ich nicht viel.
 

Krautmaster

Fleet Admiral
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#17
oder eben als maximal schnelle interne Platte für Embedded Bereiche. Ka ob ein ESX, FreeNas Embedded oÄ von der Platten Geschwindigkeit abhängt (aber die sind ja eg 24/7 an) - ein Multimedia PC oÄ reichen bei Linux 16Gb auch locker und ich könnte mir vorstellen dass es schneller ist als fest-verlöteter Speicher oder ne gängige SSD. Viel ausmachen dürfts aber nicht. Alleridngs hätte ich zb auch 0 davon mir jetzt statt ner 16GB Optane ne 64GB SSD fürs gleiche Geld reinzubauen da ich den Platz für Kodi eh nicht brauch.

Noch besser wäre aber mit auf dem PCB.
 
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#18
Hallo,

also wenn Optane eine SSD ersetzen soll, dann wäre das ja völlig blödsinnig. Optane und HD ist auch Unsinn, wenn dann gleich eine SSD ohne Optane. Das macht Sinn. Optane macht erst so richtig Sinn, wenn es vom Mainboard Bios und Treibergedöhns als RAM Ersatz eingebunden wird. Aber das dauert noch eine Weile, ist jedoch geplant. Damit fällt der Zwischenschritt des nachladens der Dateien weg, weil sind ja schon "im RAM".
 
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#19
Hallo

Ich glaube Ihr habt den Sinn von Optane nicht verstanden. Sinn ist es, die Latenzen zu verkürzen und die Zugriffe im Standardlastszenario z.B. 4K QD1 drastisch zu steigern. Eine SSD auch NVME sehen gegen Optane in diesen Disziplinen alt aus.

intel_Optane_m2_nvme_32gb_4k_aligned_read.png

In Niedriglatenzsystemen steigt der Geschwindigkeitsvorteil spürbar an.
Endlich wieder entscheidende Steigerungen in den wichtigen Disziplinen Zugriffszeiten/Latenzen und das schon in der ersten Generation.

Insofern ist Optane schon eine kleine Revolution. Muss nur noch der Rest des Systems das ganze verarbeiten können.

Grüße
Zero
 
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Krautmaster

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#20
Hallo,

also wenn Optane eine SSD ersetzen soll, dann wäre das ja völlig blödsinnig. Optane und HD ist auch Unsinn, wenn dann gleich eine SSD ohne Optane. Das macht Sinn. Optane macht erst so richtig Sinn, wenn es vom Mainboard Bios und Treibergedöhns als RAM Ersatz eingebunden wird. Aber das dauert noch eine Weile, ist jedoch geplant. Damit fällt der Zwischenschritt des nachladens der Dateien weg, weil sind ja schon "im RAM".
wenn man den Platz nicht braucht und selbst die kleinste SSD nicht wirklich schneller ist macht es durchaus Sinn.

Außerdem macht gerade Optane + HDD extrem viel Sinn. Angenommen du hast zb Kodi + ein 2 TB HDD Datengrab als standalone HTPC mit Filmen drauf - genau dann kommt Optane voll zur Geltung. Bei weniger Kosten als sich direkt ne 2 TB SSD zu holen.

Wenn jeder 512 GB Ram hätte und man beim Boot das ganze Win + Games usw da direkt reinladen könnte wärs auch schneller, aber es is eben nicht wirtschaftlicher.

Edit:

Ich geb ZeroZerp absolut Recht. Viele haben wohl denn Sinn nicht verstanden.
Optane ist nichts anderes wie der HBCC von AMDs angehender Vega. Ein Caching Mechanismus mit neuer Speicherart. Jeder Mechanismus ist da nur so gut wie die Logik die schaut was in den Cache soll und was darin Sinn ergibt. Dass dabei zwangsläufig was aufs langsame Medium (zb HDD oder bei Vega Arbeitsspeicher über PCIe) muss ist nur logisch - also kann immer "knallen" und ein langsamer Zugriff stattfinden. Wichtig ist aber dass die Hitrate hoch ist. Also das Gefragte im Cache ist.

Zu Optane und HDD:

Okay, gerade mal ein Feldversuch gemacht:

Einfach mal mit FilelocatorPro die C Platte (System) nach *.* durchsucht. Findet hier auf 230GB knapp 800.000 Files.

Anhang 620315 betrachten

Anhang 620316 betrachten

von 792.044 Dateien sind die 538.561 kleinsten Dateien zusammen nicht mal 3 GB groß.

671.491 Dateien sind zusammen 17.59 GB groß, von 227Gb Gesamtdatenmenge.

Ohne jegliche Analyse ob und wann verwendet, Komprimierung oÄ kann man also auf einer 16 GB Caching SSD, egal ob Optane oder sonstwas schon gut 7 von 8 Dateien zwischenspeichern bzw 7 von 8 Lesezugriffe quasi eliminieren (da SSD Faktor 1000 weniger Latenz).

Pakt man noch mehr Intelligenz rein, zb eine Analyse wann wie gelesen und zuletzt verwendet, noch einen Write Cache, ggf Logik nach gewissem Datei Typs, usw... dann sieht man dass für viele Anwendungsfälle schon ein kleiner Cache viel bringen kann.

Anderes Beispiel. Wenn ich nun Filme oder sagen wir ~5 MB große MP3s auf der Platte hab, dann hab ich wohl wenig von die auf teurem SSD Speicher abzulegen. (außer Metadaten vllt).

Ob die 30 GB große MKV nun in 8 ms Latenz oder 0,08ms Latenz aufgerufen wird ist relativ Wurst und hat kaum Einfluss. Ob ich aber 20000 1kb große ini Dateien beim Programm Start in 20000x8ms = 160s oder (16000x0,08ms + 4000*8ms) = 33,28s abrufe schon eher.
Klar - wenn man von Random Reads über alle Sektoren auf der Platte ausgeht ist "SSD Only" oder gar "Ram only" immer die schnellere Variante.

Aber bei der Überlegung eben - an dem ich mich eig auch selbst ertappe, die Philosophie des "ich entscheide was SSD und was HDD" - ist so ziemlich falsch was nur falsch sein kann. Auf der einen Seite habe ich dadurch vermutlich viele Daten auf SSD die ich selten bis nie lese oder der einzelne Zugriff auch bei 8ms schnell genug wäre, auf der anderen Seite lebe ich für das komplette HDD Tier mit vergleichsweise grottiger HDD Performance.

Vielleicht muss die Frage weniger sein "hab ich Random Reads auf große Dateien wo mir mein Cache nicht hilft?" sondern vielleicht "habe ich Zugriffe auf sehr kleine Daten im HDD Tier die eigentlich von Cache profitieren würden - von denen ich aber nicht bewusst was weiß?"


Ich mein... dass ein reiner SSD Speicher (fast) immer besser sein wird - da sind sich doch alle einig. Aber mit dem kann ich preislich ja auch nicht vergleichen. Viel eher eben mit der SSD + HDD Kombination die hier viele anführen, gemäß dem Motto:

"Wozu 32 GB Cache + 2 TB HDD kaufen wenn dich die Zuordnung auch manuell machen kann indem ich ne 256Gb SSD für OS und APPs und ne 2 TB als Datengrab Platte hole."

256GB klingt erstmal nach viel mehr, aber die 32 GB Cache bringen mir eben auch was über die anderen 2 TB Performance die mir beim händischen Zuweisen entgeht.

Edit: Mir is nur wichtig dass manch einer hier etwas seinen Horizont erweitert ;)
Ich hätte pauschal auch eher gesagt "nimm die SSD + HDD Variante wenn du da das 3x an SSD Kapazität bekommst". Würde ich nen neuen PC für jemand mit low Budget Bauen würde ich vielleicht mal das Experiment 16 GB Optane + 1-2 TB Datengrab testen. Vielleicht falle ich aus allen Wolken :p

Meine Workstation hier hat zwischenzeitlich 1TB M.2 960 Pro SSD , 2 TB SATA EVO 850 SSD. Vermutlich hätte ich keinen kleinen Betrag durch ne 32Gb SSD + 2 TB HDD Kombi anstelle der EVO sparen können.

Dass eine Optane oder AMDs HBCC keine 4TB SSD oder 100GB VRam ersetzen ist doch klar. Aber es is nah dran und dabei kostet es nur nen Bruchteil.
 
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