DRAM-Produktion: Micron dementiert massiven Ausfall in Fab-2

Michael Günsch 37 Kommentare
DRAM-Produktion: Micron dementiert massiven Ausfall in Fab-2
Bild: Micron

DRAMeXchange berichtet über einen massiven Produktionsausfall in Inoteras DRAM-Fabrik Fab-2 in Taiwan. Eine Fehlfunktion im Stickstoff-Dosiersystem soll Wafer und Ausrüstung kontaminiert haben. Von einem Produktionsausfall von 60.000 Wafern ist die Rede. Micron hat einen Vorfall bestätigt, dementiert aber das Ausmaß.

Die Fehlfunktion in Fab-2 sei am 1. Juli aufgetreten und habe die Produktion zwischenzeitig zum Erliegen gebracht. Der Ausfall von 60.000 Wafern bedeute eine Reduzierung der weltweiten Produktionsmenge für den Monat Juli um etwa 5,5 Prozent, heißt es in dem Bericht weiter. Gepaart mit der derzeitigen Speicherknappheit werden sogleich weitere Preiserhöhungen prognostiziert. Derzeit werde noch das genaue Ausmaß des Schadens bewertet, es sei zudem nicht sicher, ob der Betrieb rasch wieder aufgenommen werden könne.

Micron spricht von einem „kleinen Vorfall“

Auf die Hiobsbotschaft hat Micron, seit einem halben Jahr offizieller Besitzer der Inotera-Fabs, inzwischen mit einer Stellungnahme reagiert. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters wurde erklärt, dass es in der besagten Fabrik zu einem „minor facility event“, also einem geringfügigen Vorfall, gekommen sei. Doch soll sich der Betrieb davon „schnell erholen“, erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft werde es dagegen nicht geben, wird versichert. Ein Austreten von Stickstoff wurde ebenso dementiert wie die Evakuierung von Personal.