Browser: Qupzilla heißt jetzt Falkon

Ferdinand Thommes 10 Kommentare
Browser: Qupzilla heißt jetzt Falkon
Bild: Smudge 9000 | CC BY 2.0

Der leichtgewichtige Qt-Browser Qupzilla ist unter das Dach von KDE gezogen und wurde in Falkon umbenannt. Damit hat KDE wieder einen eigenen Browser, nachdem Konqueror und Rekonq nicht mehr weiter entwickelt werden.

Bereits auf der diesjährigen KDE-Entwicklerkonferenz Akademy 2017 wurde beschlossen, Qupzilla unter dem Dach von KDE weiter zu entwickeln. Er wird dort den in die Jahre gekommenen KDE-Browser Konqueror ablösen. Dieser wurde zwar vor einem halben Jahr auf KF5 und von Qt4 WebKit auf QtWebEngine portiert, es fehlt allerdings an Entwicklern, die Zeit in den nicht mehr zeitgemäßen Browser investieren. Bereits vor drei Jahren schlief die Entwicklung des designierten Nachfolgers Rekonq ein. Nun erfolgt mit Qupzilla/Falkon ein neuer Anlauf.

Umzug perfekt

Der Quellcode von Qupzilla ist mittlerweile in ein neues Repository innerhalb der KDE-Infrastruktur kopiert worden. Die nächste Version Qupzilla 2.2 wird noch aus dem bisherigen Repository auf GitHub heraus veröffentlicht. Aktuell in den Archiven der Distributionen ist Version 2.1.2. Wenn diese nicht verfügbar ist, kann der Browser auch als AppImage (Direktdownload) heruntergeladen werden.

Falkon 2.1.99
Falkon 2.1.99

Aktuelles Snap

Eine ganz frische Version Falkon 2.1.99 wurde jetzt von KDE Neon als Snap bereitgestellt. Mit einer aktuellen KDE-Neon-Version reicht ein snap install --edge falkon zur Installation. Auf anderen Distributionen, die bereits Snapd installiert haben, muss vorher noch snap install kde-frameworks-5 ausgeführt werden. Installationen, die noch nicht mit Snaps arbeiten, müssen vorher das Paket snapd installieren. Falls Falkon sich danach nicht im Menü auffinden lässt, kann es aus /snap/bin/ heraus mit snap run falkon gestartet werden.

Gut verfügbar

Qupzilla/Falkon ist ein leichtgewichtiger Browser, der seit 2010 unabhängig entwickelt wird. Er bietet das von Opera bekannte Speed-Dial sowie einen eingebauten Adblocker. Als Suchmaschine ist DuckDuckGo voreingestellt. Der Browser ist außer Linux auch für macOS, FreeBSD, OS/2, Haiku und MS Windows verfügbar.