Mercedes me: Daimler setzt nach BMW ebenfalls auf Amazon Alexa

Nicolas La Rocco 28 Kommentare
Mercedes me: Daimler setzt nach BMW ebenfalls auf Amazon Alexa
Bild: Mercedes-Benz

Fahrzeuge von Mercedes-Benz können ab sofort über den Amazon-Assistenten Alexa angesprochen werden. Das funktioniert über eine Verknüpfung der Alexa-App und der Anwendung für Mercedes me. Außerdem gibt es eine neue Office-Funktion.

Mercedes-Benz-Fahrzeuge ab dem Baujahr September 2014 können ab sofort mit Amazon Alexa kommunizieren, sofern im Pkw ein Kommunikationsmodul für die Nutzung von Mercedes me verbaut ist und der Nutzer bei den Diensten von Daimler registriert ist. Seit dem Frühjahr stehen die neuen Funktionen Anwendern aus den USA zur Verfügung, heute folgen Deutschland und Großbritannien. Weitere Märkte sollen im Laufe der Zeit folgen, und an einem entsprechenden Service für Google Home wird ebenfalls gearbeitet. Die Einführung soll laut Daimler „demnächst“ erfolgen.

Die Funktionen, die Alexa in Verbindung mit Mercedes me beherrscht, sind vergleichbar mit dem Angebot von BMW, das ComputerBase im neuen 5er in Verbindung mit BMW Connected testen konnte. Anwender können zum Beispiel fragen: „Alexa, frage Mercedes me nach der Reichweite.” Der Dienst lässt sich auch für das Erfragen des nächsten Service-Termins oder der Fahrzeugposition verwenden. Außerdem lässt sich über Alexa die Standheizung starten und wieder abschalten. Speziell für den britischen Markt und beschränkt auf die aktuelle E-Klasse (Test) und neue S-Klasse lassen sich zudem Navigations- oder Sonderziele per Sprachbefehl an das Auto schicken.

Office-Funktion für C-Klasse und GLC

Darüber hinaus hat Mercedes-Benz heute den Dienst „Bürofunktion im Auto“ vorgestellt. Dieser lässt sich ab sofort für die C‑Klasse und den GLC als Mercedes-me-connect-Dienst buchen. Die neue Option bringt basierend auf den im Smartphone hinterlegten Informationen Funktionen für den Kalender und das Telefon ins Auto. Für die Nutzung vorausgesetzt wird das Infotainmentsystem Comand Online, die weitere Abwicklung erfolgt über das Backend von Daimler.

Bei Kalendereinträgen werden automatisch Ortsangaben übernommen und im Navigationssystem des Fahrzeugs hinterlegt. In im Kalender gespeicherte Telefonkonferenzen können sich Anwender während der Fahrt einwählen. Dabei werden laut Mercedes-Benz auch automatisch die notwendigen hinterlegten PIN‑Einwahlcodes übernommen und gewählt. Allgemein gibt es für das Telefonieren im Auto eine neue Konferenzoption, Anrufe können im Pkw mit den Optionen „Annehmen“, „Ablehnen“ und „Merken“ vom Fahrer beantwortet werden. Bei Auswahl der Option „Merken“ wird der Nutzer zu einem späteren Zeitpunkt erneut an den Anruf erinnert.