DDR4-Speicher: Corsair und G.Skill takten SO-DIMM mit 4.000 MHz

Volker Rißka 17 Kommentare
DDR4-Speicher: Corsair und G.Skill takten SO-DIMM mit 4.000 MHz
Bild: Corsair

DDR4-Speicher erklimmt nahezu wöchentlich neue Taktstufen, herkömmliche Module nähern sich so langsam der 5000er Marke. SO-DIMM steht dem etwas nach, da die Spannungen nicht so hoch sein dürfen. Doch auch hier ist bei Corsair und G.Skill jetzt die Marke von DDR4-4000 gefallen.

DDR4-4000 als SO-DIMM

Wie fast alle hochtaktenden Speichermodule setzt auch Corsair auf Samsung-Chips. Mit maximal 1,35 Volt liegt die Spannung bei den SO-DIMMs zwar bereits 0,15 Volt über der JEDEC-Spezifikation von 1,2 Volt, aber noch im vertretbaren Rahmen, um auch in Mini-PCs und Notebooks zum Einsatz zu kommen. Bei regulären Desktop-Modulen jenseits der Spezifikationen von DDR4-4000 sind Spannungen von 1,4 Volt und noch mehr möglich. Erst mit zunehmender Optimierung werden weitere Modelle auch nach und nach mit geringerer Spannung diese Taktraten erreichen.

Der neue Corsair-Speicher kann auch noch übertaktet werden
Der neue Corsair-Speicher kann auch noch übertaktet werden (Bild: Corsair)

Das Speicherkit von Corsair gehört zur Vengeance-Series und besteht aus 4 × 8 GByte. Die Timings liegen bei CL19-23-23-45, aus der UVP von 595 US-Dollar werden hierzulande zwischen 470 und 500 Euro. Lieferbar sind die Module zum Teil sofort.

Mit CL18-18-18-38 sind die Timings für DDR4-4000 bei G.Skill deutlich schärfer eingestellt, die Spannung beträgt auch in diesem Fall 1,35 Volt. „Handselektierte“ B-Die-Chips von Samsung sollen den Vorteil ermöglichen. Verfügbar sollen die Module als Kit mit 32 GB (4 × 8 GB) irgendwann im 1. Quartal 2018 sein. Einen Preis hat G.Skill noch nicht genannt.

SO-DIMM nach DDR4-4000 von G.Skill
SO-DIMM nach DDR4-4000 von G.Skill (Bild: G.Skill)

Theoretisch auch für Notebooks

Der Takt von 4000 MHz wird bei beiden Herstellern über Intels XMP 2.0 realisiert, das Fallback-Profil sieht DDR4-2400 vor. Mit XMP ist es in der Regel möglich, ohne großen Aufwand einfach im BIOS das Profil zu wählen, welches alle Einstellungen für das System sauber konfiguriert und dann auch entsprechend lauffähig ist. Theorie und Praxis läuft mitunter jedoch konträr, denn gesichert ist dies nicht, wie zuletzt der Start von Coffee Lake im Desktop zeigte. Theoretisch sollten dort auch alle schnellen Module funktionieren, doch die BIOS waren noch nicht vollständig optimiert.

In Notebooks und Mini-PCs dürften die Probleme ähnlich sein, oft lassen diese kaum Einstellungen beim Speicher zu. Corsair gibt deshalb in Zusammenarbeit mit ASRock aktuell nur eine Empfehlung für die neuen Module aus: das ASRock X299 ITX/AC. Dabei handelt es sich um eine Platine für Intels Skylake-X, inklusive Overclockingpotential. Auch G.Skill verweist bei Hinweis auf einen bestandenen Dauertest auf diese Platine.

Update 20.12.2017 10:48 Uhr

Auch G.Skill hat inzwischen SO-DIMM-Module nach Standard DDR4-4000 vorgestellt. Die gesamte Meldung wurde entsprechend überarbeitet.