Zotac AMP Box (Mini): Zwei eGPU-Gehäuse mit TB3 und RGB-LED-Beleuchtung

Jan-Frederik Timm 14 Kommentare
Zotac AMP Box (Mini): Zwei eGPU-Gehäuse mit TB3 und RGB-LED-Beleuchtung
Bild: Zotac

Schon mehrfach hat Zotac eigene externe Thunderbolt-3-Gehäuse zum Einsatz einer potenten Grafikkarte an einem Notebook oder einem Mini-PC auf Messen gezeigt. Ein Jahr nach der ersten Ankündigung kommen die beiden Modelle als Zotac AMP Box und AMP Box Mini jetzt in den Handel. Alternativ bewirbt sie Zotac als externen Storage.

Nur ausgewählte Grafikkarten passen

Gegenüber dem ersten Prototypen von Anfang 2017 hat Zotac die finale AMP Box allerdings in der Länge gekürzt. In das Serienmodell passen nur noch Grafikkarten mit einer maximalen Länge von 22,8 Zentimetern, maximal 250 Watt dürfen sie verbrauchen. Die schnellste Option ist damit die GeForce GTX 1080 Ti, sie ist in der Regel aber länger. Nur die Zotac GeForce GTX 1080 Ti Mini ist kompatibel. Am internen 450-Watt-Netzteil liegen zwei 8-Pin-Anschlüsse vor. Bei GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1070 (Ti) gibt es hingegen auch Modelle anderer Hersteller.

Bei der kleineren AMP Box Mini mit nur 850 Gramm Leergewicht ist die Auswahl am oberen Leistungsende größer, es liegt aber auch gleich zwei Leistungsklassen darunter: Mit maximal 20 Zentimetern Länge bei einem Verbrauch von 150 Watt ist die GeForce GTX 1060 das potenteste Modell. Entsprechend gekürzte Modelle gibt es einige zur Auswahl. Das Gehäuse stelle einen 6-Pin-Anschluss zur Verfügung, die externe Stromversorgung liefert 180 Watt.

Technische Details und Preise noch unbekannt

Beide Boxen bieten neben dem Platz für eine Dual-Slot-Grafikkarte und deren Display-Ausgänge drei USB-3.0-Ports mit Stecker nach Typ A (davon einmal mit Quick Charge 3.0), nur die große Version kann über Thunderbolt 3 aber auch das angeschlossene System laden. Mit wie viel Leistung maximal ist ebenso unbekannt wie der Preis und ein Termin für den Marktstart im deutschen Handel.

Alternativ bewirbt Zotac beide Systeme auch als externen Storage, wobei zu diesem Zweck SSDs mit NVMe für den PCIe-Slot oder entsprechende Adapter für andere Laufwerke zum Einsatz kommen müssen. Weil der Slot dann belegt ist, fällt die GPU-Funktion aus. Unabhängig davon, was im System zum Einsatz kommt, eine konfigurierbare RGB-LED-Beleuchtung setzt den Innenraum auf Wunsch in Farbe.

Die ursprüngliche Meldung hatte vom parallelen Betrieb einer NVMe-SSD über einen M.2-Slot gesprochen. Das war falsch: Laufwerk und GPU können nur alternativ und nicht parallel zum Einsatz kommen. Andernfalls gäbe es allein schon Probleme mit der Aufteilung der vier PCIe-Lanes von Thunderbolt 3.