Soziales Netzwerk: Facebook testet Downvote-Button

Andreas Frischholz 43 Kommentare
Soziales Netzwerk: Facebook testet Downvote-Button
Bild: Facebook

In den USA testet Facebook momentan ein Downvoting-System für Kommentare auf öffentlichen Seiten. Screenshots der neuen Funktion kursierten zunächst auf Twitter, gegenüber The Verge bestätigte Facebook dann die Testphase. Und erklärt explizit, es handele sich um keinen Dislike-Button.

Downvotings ergänzen Meldesystem

Das Ziel des Downvoting-Systems ist, dass Nutzer die Kommentare in öffentlichen Debatten bewerten können. Es soll sich dabei an bekannten Down- und Upvote-Mechanismen orientieren, die etwa Portale wie Reddit nutzen, um Beiträge zu moderieren. Wie ein Facebook-Sprecher gegenüber The Verge bestätigte, soll es sich bei den Downvotes im Kern nur um ein weiteres System handeln, um fragwürdige Beiträge zu markieren. Es ergänzt also die bestehende Meldefunktion.

Wenn Nutzer also einen Beitrag mittels Downvote markieren, sehen sie diesen nicht mehr in der Kommentarspalte. Außerdem können sie noch angeben, ob der Beitrag etwa „angreifend“, „irreführend“ oder „off topic“ war.

Bislang befindet sich die Funktion in der Testphase und ist nur für eine kleine Personengruppe in den USA zugänglich. Es reiht sich aber ein in die Versuche von Facebook, die Moderation der Beiträge in öffentlichen Debatte zu verbessern. So erklärt dann auch der Facebook-Sprecher: „Wir erforschen neue Funktionen für die Nutzer, um Feedback über die Kommentare auf öffentlichen Seiten zu erhalten.“ Und ergänzt explizit, dass es sich bei dem Downvoting-System um keinen Dislike-Button handelt.

Kein Dislike-Button

Der Dislike-Button ist eines der Features, das seit Jahren die Gerüchteküche zum Brodeln bringt. Eingeführt wurde er aber nicht, Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich explizit dagegen ausgesprochen.

Zuletzt brannte die Diskussion im Jahr 2015 auf. Damals führte Facebook die Reaction-Emojis ein. Bei denen hatte sich aber auch schon um keine Dislike-Buttons gehandelt. Stattdessen konnten Nutzer die Beiträge nicht mehr nur mit „gefällt mir“ bewerten, sondern noch Gefühle wie Freude oder Wut ausdrücken.