Sea of Thieves: Mikrotransaktionen kommen, Lootboxen nicht

Michael Günsch 17 Kommentare
Sea of Thieves: Mikrotransaktionen kommen, Lootboxen nicht
Bild: Rare/Microsoft

Zum Start wird das Action-Adventure Sea of Thieves Ende März zunächst keine Mikrotransaktionen besitzen. Für den Kauf kosmetischer Objekte sollen diese aber rund drei Monate später folgen, wie IGN vom Entwickler Rare erfuhr. Die Einführung von Lootboxen sei aber nicht zu befürchten.

Erstes „Major Update“ bringe auch Mikrotransaktionen

Wie Executive Producer Joe Neate vom Entwicklerstudio Rare in dem Interview erklärte, sollen Spieler mit dem ersten größeren Update für das Piratenspiel die Möglichkeit erhalten, optional zusätzlich Geld auszugeben. Das Update werde etwa drei Monate nach dem Release von Sea of Thieves, das für den 20. März 2018 auf PC und Xbox One angesetzt ist, erscheinen.

Emotionaler statt mechanischer Wert und keine Lootboxen

Die auf diesem Weg nachgereichten Mikrotransaktionen sollen keine spielerischen Vorteile erschaffen, sondern rein kosmetischer Natur ausfallen. Die Devise laute, dass die kaufbaren Elemente „emotionalen Wert, nicht mechanischen Wert“ besitzen.

Wir haben lange darüber nachgedacht, was für unser Spielerlebnis richtig ist, und das Wichtigste ist, denken wir, dass es zur spaßigen, sozialen Natur des Spiels beiträgt. Alles in diesem Bereich wird also Macht oder Fortschritt nicht beeinflussen und du wirst immer wissen, was du bekommst – das bedeutet also keine Lootboxen.

Joe Neate, Executive Producer bei Rare im Gespräch mit IGN

Zunächst seien Haustiere (Pets) angedacht, die Spieler für ihren Charakter erwerben können – etwa ein Affe auf der Schulter oder eine Katze auf dem Schiff. Ferner werden Tränke erwägt, die das Aussehen des Charakters ändern – der Pirat könnte zum Beispiel für eine bestimmte Zeit älter aussehen. Lootboxen als Glücksspielelement werde es dagegen nicht geben. Der Spieler werde immer wissen, was er bekommt, versicherte Neate.

Hartes Geld im Spiel verdienen

Zudem soll es Möglichkeiten geben, die für die Mikrotransaktionen angedachte In-Game-Währung über das normale Spielen zu erwerben. Die Pläne diesbezüglich seien noch nicht final. Doch sei dies als Belohnung für schwierige Quests oder als Fundstück in der Spielwelt denkbar.

„Game as a Service“ als Geschäftsmodell

Die Frage, warum denn überhaupt Mikrotransaktionen implementiert werden, beantwortete Neate mit dem Geschäftsmodell. Sea of Thieves soll im Stile des allgegenwärtigen „Game as a Service“ auch nach Veröffentlichung kontinuierlich mit Inhalten erweitert werden. Das bedeutet, dass diverse Mitarbeiter weiter mit dem Titel beschäftigt sein werden. Um dies zu finanzieren müsse man schlicht für weitere Einnahmen sorgen – so sei das Geschäft.

Es bleibt allerdings abzuwarten, wie viele der kommenden Inhalte unentgeltlich eingeführt werden. Denn wenn Spieler für Erweiterungen bezahlen müssen, stehen die Äußerungen des Producers unter einem anderen Licht. Laut IGN seien aber weitaus mehr kostenlose als kostenpflichtige Extrainhalte zu erwarten.

Erst kürzlich hatten Rare und Microsoft die Systemanforderungen für die PC-Version von Sea of Thieves veröffentlicht.