Steam: Neuer Client für High-DPI-Displays senkt CPU-Last

Wolfgang Andermahr 75 Kommentare
Steam: Neuer Client für High-DPI-Displays senkt CPU-Last

Nach mehreren Monaten hat Valve die beliebte Steam-Software erneut weitreichend aktualisiert. Die Release Notes verraten diverse Verbesserungen, wobei zwei Punkte besonders ins Auge stechen. So soll die neue Version die CPU weniger belasten und es werden erstmals „High-DPI-Monitore“ unterstützt.

Wer Steam bis dato auf Displays mit hoher Auflösung inklusive der Windows-Zoom-Funktion (Skalierung) genutzt hat, bekam ein ziemlich unschönes Steam zu sehen. Der Client wirkte dann in jedem Fenster sehr pixelig, da die Software einen High-DPI-Betrieb schlicht nicht unterstützt hat. Das ist noch immer von vielen Programmen bekannt, die bekannten großen können es aber mittlerweile in der Regel.

Steam sieht in High-DPI-Szenarien nun deutlich schöner aus

Die neuste Steam-Version hat damit jetzt auch kein Problem mehr. Im Selbstversuch der Redaktion auf einem 32 Zoll großen Ultra-HD-Monitor und einer in Windows 10 konfigurierten Zoom-Stufe von 150 Prozent zeigte sich die Spiele-Software in jedem einzelnen Fenster wie im völlig neuen Glanz. Es gibt keine sichtbaren Pixel mehr und sämtliche Bilder, Texte und sonstigen Elemente erscheinen detailliert und deutlich.

Darüber hinaus hat Valve die CPU-Last der Oberfläche reduziert, wenn diese neu gezeichnet werden muss. Ein Fall dafür ist das einfache Bewegen des Mauszeigers über die Oberfläche. In der Spielebibliothek steigt die Prozessorlast auf einem Ryzen 3 2200G mit der neuen Version jetzt nur noch auf fünf Prozent an. Mit der vorherigen Hauptversion war die Last etwa doppelt so hoch. Apropos hoch: Die Ansicht des Steam-Stores belastet den Prozessor immer noch deutlich. Dort klettert sie weiterhin auf bis zu 20 Prozent. Allerdings ist das sehr von dem gezeigten Inhalt abhängig.

Darüber hinaus hat Valve neue Animationen beim Öffnen, Schließen oder beim Minimieren des Steam-Fensters eingebaut. Steam verhält sich diesbezüglich nun einem Windows-10-Fenster sehr ähnlich.

Ältere Radeon-Grafikkarten unterstützen wieder In-Home-Streaming

Darüber hinaus gibt es Verbesserungen beim Multi-Monitor-Betrieb, wenn Steam aus der Taskbar aufgerufen wird. Und ab sofort werden im exFAT-Format formatierte Laufwerke erkannt. Darüber hinaus behebt die neue Steam-Version zahlreiche Bugs. So funktioniert nun das In-Home-Streaming auf einer Radeon-R9-200- beziehungsweise einer Radeon-R9-300-Grafikkarte wieder. Ebenso wurde die Kompatibilität der Ingame-Overlays unter der Vulkan-API verbessert.