Nintendo Switch: Super Smash Bros. Ultimate, Pokémon und FIFA ausprobiert

Mahir Kulalic 33 Kommentare
Nintendo Switch: Super Smash Bros. Ultimate, Pokémon und FIFA ausprobiert

Im Nachgang zur E3 2018 hat Nintendo einen ersten Einblick auf viele der angekündigten Spiele geboten. ComputerBase konnte Pokémon: Let's Go, Pikachu!/Evoli!, FIFA 19, Mario Tennis Aces und Super Smash Bros. Ultimate ausprobieren. Super Mario Party wurde hingegen nicht zum Spielen angeboten.

Pokémon auf dem Mittelweg zwischen Go und 3DS

Die Vorschau auf Pokémon spielt im Vertania-Wald, wo das Fangen von Pokémon sowie Trainerkämpfe möglich waren. Wie in der gelben Version für den Gameboy läuft das jeweilige Pokémon der gewählten Version, Evoli oder Pikachu, immer neben dem Spieler her. Ein weiteres Pokémon, das folgen soll, kann zudem ausgewählt werden. Die optische Aufmachung erinnert dabei grundsätzlich an die der Spiele für die 3DS-Familie, die Grafik ist dank der höheren Leistungsfähigkeit der Switch deutlich besser als auf den Handhelds. Der Stil erinnert an die anderen aktuellen Nintendo-Spiele wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild oder Super Mario Odyssey (Test). Die Texturen sind dementsprechend nicht alle gänzlich scharf, die Atmosphäre wird davon aber allgemein nicht gestört.

Während der Erkundung ist das Spiel aus der Vogelperspektive, Kämpfe sind in 3D animiert. Anders als auf dem 2DS/3DS sind die Pokémon im Spiel sichtbar und nicht versteckt. Kämpfe gegen sie sind nicht möglich, nur der Versuch, sie zu fangen. Leichte Ruckler begleiteten beim Ausprobieren noch einige freie Bewegungen außerhalb von Kämpfen oder Fangen, was auch auf den noch nicht finalen Stand des Spiels zurückzuführen sein kann, denn es konnten auch noch nicht alle Menüs und Möglichkeiten ausprobiert werden. Eigene Fotos oder Videos der Pokémon-Spiele waren aber verboten.

Pokéball Plus
Pokéball Plus (Bild: The Pokémon Company)

Auch das 50 Euro teure Zubehör Pokéball Plus konnte zusammen mit dem neuen Titel ausprobiert werden. Die Spiele der Let's-Go-Reihe lassen sich komplett mit dem Pokéball Plus steuern. Dieser verfügt neben einem Analogstick inklusive Knopf über einen „B“-Knopf sowie einen Bewegungssensor, Lautsprecher und LED. Gesteuert wird der Pokéball Plus üblicherweise mit einer Hand, weitgehend über den Daumen, den Zeigefinger und die Bewegungssteuerung. Das grundsätzliche Steuern des Charakters gelingt intuitiv, das „Werfen“ zum Pokémon-Fangen benötigt allerdings etwas Übung, ist danach aber eingängig. Das System erinnert an Pokémon Go vom Smartphone, einen Kampf gegen wilde Pokémon gibt es nicht. Kämpfe gibt es nur gegen andere Trainer. Die Verarbeitung des Pokéball Plus wirkte vor Ort sauber, die Steuerungselemente präzise. Der komplett aus Kunststoff gefertigte Controller ist zudem nicht auffällig schwer, sollte daher aber umso eher per Schlaufe am Handgelenk befestigt werden. Des Weiteren gibt es eine Öffnung für den Ringfinger zur zusätzlichen Stabilisierung.

Wird ein Pokéball geworfen, gibt die Hardware die aus den Spielen und der Serie bekannten Töne wieder. Sobald ein Monster gefangen wurde, ertönt dessen Ruf aus dem Lautsprecher. Zudem kann ein Pokémon im Plus unterwegs „mitgenommen“ werden, woraufhin Belohnungen warten, wenn der Controller zurück an der Konsole genutzt wird. Zudem erhalten Käufer des Zubehörs im Spiel Mew. Der Controller kann neben der Nintendo Switch auch am Smartphone mit Pokémon Go anstelle des Pokémon Go Plus genutzt werden. Pokémon: Let's Go, Pikachu!/Evoli! erscheint am 16. November 2018.

Super Smash Bros. Ultimate fühlt sich anders an als die Vorgänger

Mit Super Smash Bros. Ultimate hat Nintendo auf der E3 einen Großteil der Details zum neuen Ableger der Serie offengelegt. Das Spiel beinhaltet alle bisher in einem Smash Bros. erschienenen Charaktere, bis auf die der N64-Fassung müssen die weiteren aber durch Spielen freigeschaltet werden. Die Grafik ist im Vergleich zur Wii-U-Version ebenso wie die Anzahl an Details verfeinert, das Spiel ist jederzeit flüssig und reaktionsfreudig. Stilistisch fügt es sich wie Pokémon in die aktuelle Reihe der Nintendo-Spielen, was sich beispielsweise an Stages wie dem Turm des Plateaus aus dem aktuellen Zelda aufzeigen lässt. Das Gameplay ist zudem eine spürbare Veränderung zum Vorgänger. Angepasst wurden unter anderem Angreifbarkeit während Bewegungen, das Aufladen der Smash-Angriffe und auch die allgemeine Bewegung und das Timing der Angriffe. Bereits während der Direct zur E3 hat Nintendo viele Änderungen an Bewegung und Angriffen angekündigt, was sich am Ende spürbar auf das Spielgefühl auswirkt.

Super Smash Bros. Ultimate auf der Nintendo Switch
Super Smash Bros. Ultimate auf der Nintendo Switch

Aufgrund kürzerer Sessions, dem nicht vollständigen Umfang und großem Andrang lässt sich noch kein abschließender Eindruck zu Smash Bros. Ultimate vermitteln, doch die Änderungen an Steuerung und die Verbesserungen der Grafik lassen auf ein spürbares Update zum Wii-U-Vorgänger schließen – auch wenn Smash Bros. Ultimate nicht unbedingt wie ein von Grund auf neues Spiel wirkt. Spielspaß und Action konnte die Vorschau liefern. Super Smash Bros. Ultimate erscheint am 7. Dezember 2018.

FIFA 19 rückt näher an die anderen Plattformen heran

Zu den weiteren großen Titeln zum Ausprobieren zählten FIFA 19 und Mario Tennis Aces. Anders als die Version für den PC, die Xbox One und die PlayStation 4 setzt die Switch-Version der Fußballsimulation nicht auf die Frostbite-Engine. Zudem fehlt auch der Story-Modus rund um Alex Hunter. Der Karrieremodus und Ultimate Team sind verfügbar. Ausprobiert werden konnte eine eingeschränkte Demo mit Fokus auf europäische Top-Klubs im neuen Champions-League-Modus. Fotos oder Videos waren auch in diesem Fall nicht erlaubt.

Geschmeidigeres Gameplay

Das Gameplay der neuen Version fühlt sich jederzeit geschmeidig und ruhig an, das Spiel erinnert in seiner Ruhe dabei an die Demos der neuen FIFA-Versionen im Vorfeld, die aber nicht ganz dem Erlebnis der fertigen Version entsprechen. Auch die Grafik wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich aufgebessert, kann aber nicht mit der Darstellung der anderen Plattformen mithalten. In einem Interview äußerte EAs Andrei Lazarescu, dass das Ziel sei, die Entwicklung und Optimierung für die Switch voranzutreiben. Darunter fallen neben den grafischen Verbesserungen auch AI Boost und eine eigene Form von Team ID für ein realistisches Spiel. Weitere Verbesserungen beinhalten die Möglichkeit von Online-Freundschaftsspielen, überarbeitete Präsentation und Anpassung beim Torschuss.

Zum aktuellen Zeitpunkt verzichtet EA auf bestimmte Elemente der Switch-eigenen Engine im Vergleich zum Frostbite-Pendant, um eine Darstellung mit 60 Bildern pro Sekunde zu ermöglichen. EA befinde sich aber erst im zweiten Jahr auf der Switch und versuche Stück für Stück die Lücken zu den anderen Plattformen zu schließen. FIFA 19 erscheint am 25. September 2018.