OLED TV R: LGs aufrollbarer 4K-Fernseher hat drei Betriebsmodi

Nicolas La Rocco 139 Kommentare
OLED TV R: LGs aufrollbarer 4K-Fernseher hat drei Betriebsmodi
Bild: LG

LG hat zur CES 2019 den zuvor in der Gerüchteküche gehandelten OLED-Fernseher mit Aufrollfunktion vorgestellt. Statt im ausgeschalteten Zustand eine schwarze Fläche im Wohnzimmer zu hinterlassen, rollt sich der Signature OLED TV R im Standfuß zusammen. Wahlweise lässt sich auch nur ein kleiner Bereich des Displays ausfahren.

Der zur CES 2018 gezeigte Prototyp eines aufrollbaren OLED-Fernsehers ist ein Jahr später Realität. Wenngleich LG noch nicht über die Verfügbarkeit oder den Preis sprechen möchte, stehen in einer der Messehallen immerhin finale Versionen des noch für dieses Jahr geplanten Fernsehers. Wie schon die dünnen Wallpaper-Fernseher und andere Spitzenmodelle zählt LG den aufrollbaren OLED-TV zur sogenannten Signature-Serie. Der vollständige Name lautet Signature OLED TV R, die Modellnummer 65R9.

Ausstattung dieselbe wie bei neuen OLED-TVs

Auf 65 Zoll bietet der OLED-Fernseher eine Auflösung von 3.840 × 2.160 Bildpunkten. Die „9“ lässt erkennen, dass der Fernseher zur aktuellen Generation OLED-Fernseher von LG zählt. Zur Messe hat LG außerdem die neuen OLED-Serien Z9, W9, E9 und C9 sowie mehrere LCD-Modelle der Generation „NanoCell TV“ vorgestellt. Die OLED-Serie Z9 und das LCD-Flaggschiff SM99 kommen bereits mit 8K-Auflösung. LG sagt, dass der aufrollbare OLED-Fernseher den klassischen Varianten in Sachen Bildqualität in nichts nachstehen soll. Der Fernseher ist wie die anderen Modelle mit dem neuen Bildprozessor Alpha 9 Gen 2 ausgestattet. Der Prozessor ist unter anderem für das Tone Mapping zuständig und kümmert sich außerdem um das Upscaling bei niedrigeren Auflösungen als 4K.

Full View, Line View und Zero View

Der 65R9 hat drei Betriebsmodi: Full View, Line View und Zero View. Damit will LG das bei Nichtnutzung des Fernsehers schwarze Rechteck aus dem Wohnzimmer verschwinden lassen. Bei Zero View verschwindet der gesamte Fernseher aufgerollt in einer Box aus gebürstetem Aluminium, die vorne für die Lautsprecher eine Abdeckung aus einem Wollmischgewebe trägt. In diesem Modus lässt sich die Box als reine Audiolösung mit Dolby-Atmos-Support und 100 Watt Ausgangsleistung nutzen.

Im Line View schaut nur der obere Bereich des Displays aus der Box empor. Dieser Modus ist für die Darstellung von Funktionen wie eine Uhr, einen digitalen Bilderrahmen, Stimmungsbilder, Musikinformationen und ein Home-Dashboard für eine Übersicht des Smart Homes gedacht. Im Uhr-Modus lässt sich das Wetter auf dem Displaystreifen darstellen, bei der Auswahl des Rahmenmodus' können Fotos dargestellt werden, die entweder vom Smartphone oder einer auf dem TV gespeicherten Auswahl stammen.

Wie der Name bereits suggeriert, ist der Full View schließlich für die Nutzung im Stile eines klassischen Fernsehers mit voller Bildschirmdiagonale gedacht. Zur Verfügbarkeit – auch in Deutschland – und zu dem Preis des ersten aufrollbaren OLED-Fernseher von LG will sich das Unternehmen erst zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr äußern.