Ravensburger toi+: Spielzeugkonsole ohne Monitor setzt auf Kopfkino

Michael Schäfer 55 Kommentare
Ravensburger toi+: Spielzeugkonsole ohne Monitor setzt auf Kopfkino
Bild: Ravensburger

Der Verlag Ravensburger hat auf der Nürnberger Spielwarenmesse die Spielzeugkonsole toi+ vorgestellt. Sie kommt gänzlich ohne Monitor aus und setzt damit ausschließlich auf das „Kino im Kopf‟. Das neue System bezieht dabei Bewegungen und weitere Eingaben des Spielers interaktiv ins Geschehen mit ein.

Core als Dreh- und Angelpunkt

Das Herzstück des neuen Systems bildet der handtellergroße Core, der in die jeweiligen Spiele und Figuren eingesteckt wird und die zum Spielen benötigten Komponenten wie Prozessoreinheit, Lautsprecher und Sensoren für Bewegung, Beschleunigung oder Lageveränderung liefert. Er soll je nach Spiel die passende Klangkulisse bestehend aus Hintergrundgeräuschen, Musik sowie einer Vibrationsfunktion bereithalten. Ein Erzähler führt zudem durch die verschiedenen Aufgaben und Abenteuer. Gespeist wird das Gerät durch einen Akku, der per USB-Verbindung aufgeladen wird.

Kinder werden ins Spielgeschehen einbezogen

Die Sensoren im Core registrieren während des Spielens jede Bewegung und richten den Inhalt danach aus, wodurch sich vielfältige Möglichkeiten und Handlungen ergeben. Kinder sollen dadurch Teil des Geschehens werden – jede Bewegung, jeder Positionswechsel, jede Handlung und jede Eingabe beeinflusst das Spiel und lässt es in eine andere Richtung gehen. Der Vorteil: Nicht nur das eigene Zimmer, sondern die ganze Wohnung kann in das Spielgeschehen eingebunden werden.

Ravensburger toi+
Ravensburger toi+ (Bild: Ravensburger)

Außerirdische, Denksport und freche Geier

Drei erste Spiele hat Ravensburger zur Messe ebenfalls vorgestellt. In „Magic Compass‟ finden sich Kinder in einer Dschungelatmosphäre wieder und erhalten nur einen Auftrag: Das geheime Portal im Tempel der Maya zu finden und die eindringenden Aliens in ihre Galaxie zurückzuschicken. Dabei müssen sich Kinder durch ein imaginäres Labyrinth bewegen, wobei der Core als Kompass dient. Dabei gilt es über Krabbeltiere zu hüpfen, heranfliegende Fledermäuse mit dem Kompass abzuwehren, den Core aus einem Spinnennetz zu befreien oder versteckte Türen zu finden. Zur Lösung sind vor allem die richtigen Bewegungen, geschickte Reaktionen und ein gutes Gedächtnis gefragt.

„Brain Board‟ stellt dagegen ein Logik- und Gedächtnisspiel dar, welches über 2.000 Fragen in drei Schwierigkeitsstufen mit sich führt, die durch gezielte Bewegung des Cores gelöst werden müssen. Und bei „Furious Falko‟ erwacht ein frecher Geier zum Leben. Mit seinen verrückten Ideen will er bis zu acht Kinder ab sechs Jahren zu Spaß und Bewegung animieren, indem er sie Luftgitarre spielen lässt oder mit ihnen Karussell und Rennauto fahren will. Falko registriert dabei jede Bewegung und reagiert darauf mit frechem Kommentaren. Darüber hinaus bietet das Spiel laut dem Hersteller eine Vielzahl von Party- sowie Actionspiele, lustige Quizfragen und ein paar besondere Herausforderungen in Sachen Musik und Bewegung.

Ab Herbst erhältlich

Alle Spiele sollen voraussichtlich ab Herbst 2019 in den Handel kommen. Für den Core veranschlagt Ravensburger dabei einen unverbindlichen Verkaufspreis von 69,99 Euro. Die drei vorgestellten Spiele schlagen mit jeweils 49,99 Euro UVP zu Buche. Weiterführendes Videomaterial hat Ravensburger noch nicht zur Verfügung gestellt.