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NewsAtari VCS vs. Mattel Intellivision: Die Geschichte hinter dem ersten „Kampf der Konsolen“
Mattels Spielkonsole Intellivision gibt es jetzt auch als Retro-Konsole Intellivision Sprint (Test) – von Atari, dem einstiegen Gegner im ersten „Kampf der Konsolen“. Wie es dazu kam und warum Atari als Sieger vom Platz ging, obwohl Intellivision mehr zu bieten hatte? Eine Zeitreise in die 70er/80er Jahre liefert die Antwort.
Tja, Features bringen nicht viel wenn der Preis nicht mehr mitspielt - und wenn dann noch der Controller unhandlich oder gar schlecht ist dann fällt einem die Entscheidung Richtung Atari doch sehr leicht. Mir scheint dieses Projekt hat Mattel in der Planung irgendwie nicht zuende gedacht bzw an den falschen Stellen priorisiert - Schade eigentlich.
Atari war das Nintendo von damals.
Schlechtere Hardware und Grafik, aber bekannter, verkaufte sich darum besser.
Am Ende kommt's also immer auf die Werbung /Vermarktung an.
Naja, es gab für Atari auch extrem viele Spiele. Das dürfte auch noch eine sehr große Rolle gespielt haben. Und die Eingabe war auch extrem simpel. Marketing kann viel machen, aber auch nicht alles. Damals hatte man auch weniger auf die Grafik geschaut. Es ging mehr darum, dass man aktiv etwas machen konnte. Und desto mehr Möglichkeiten es in einem Spiel gab, desto interessanter war es. Die Grafik fand eher im Kopf statt. Heute diskutieren wir über die Grafik wie verrückt und sehen uns Standbilder sehr genau an. Im Spiel direkt fällt mir dann recht vieles, das kritisiert wird, gar nicht mehr so sehr auf.
Befehle können auch mehrere Bytes groß sein.
In dem RAM wurde in erster Linie der Status des Spiels, Punktezahlen usw. abgelegt.
Das eigentliche Spiel lief direkt aus dem ROM, maximal 4 kB, später mit bank switching auch mehr.
Es gab also kein Video-RAM, das Bild wurde Zeile für Zeile in Echtzeit "gemalt", am Elektronenstrahl synchronisiert. Daher rechnete man nicht in Pixeln sondern in Zeiteinheiten, die genannte Auflösung war nur in kurzen Abschnitten erreichbar. Alles hing daran, wieviel Zeit die CPU übrig hatte um die Grafikausgabe zu verändern; je mehr Details, desto knapper wurde sie. Deshalb sind viele Grafikinhalte so in die Breite gezogen.
Ich empfehle das Buch "Racing the beam", das das im Detail beschreibt.
@shaadar
Das stimmt so nicht ganz. Ja, grundsätzlich waren es meist 128 KB, aber es gab auch Module, die zusätzlichen Speicher oder zusätzliche Chips mitgebracht haben.
Der zusätzliche Speicher im "Superchip" hatte auch nur 128 Bytes. Man hatte beim VCS die "write enable"-Leitung eingespart, so dass kein größeres Extra-RAM in ausreichendem Tempo genutzt werden konnte.
Alle (damaligen) VCS-Spiele laufen strikt in Echtzeit ohne Puffer für auch nur eine einzige Bildzeile. Das System sollte ja ursprünglich auch nur sowas wie Pong darstellen können.
Nicht nur, es kommt auch darauf an, ob/wann die "kritische Masse" in der persönlichen Umgebung überschritten wurde.
Wenn 80% der Nachbarskinder einen Atari haben und somit potentielle Tausch- und Leihpartner für Software/Module sind, dann ist meistens relativ klar was gekauft wird. Das war später beim C64 und Amiga 500 in Deutschland nicht anders. Es mag bessere und fortschrittlichere Geräte am Markt gegeben haben - mit einem C64 und später einem Amiga 500 war man aber sofort Teil einer großen und etablierten Community. Mit allen anderen Geräten nur Teil einer Minderheit.
Bei Colecovision war vornehmlich das Problem das fast nur Umsetzungen von Automatenspielen gemacht wurden und es kaum "eigene entwickelte " spiele gab.
Auch der damalige Console Crash 1984 hatte extreme auswirkungen auf diese Console.
Jedenfalls Grafik mäßig war die echt extrem Atari & co überlegen.....
Wer die damalige Zeit erlebt hat, wird verstehen, welche Faszination diese Konsolen hatten. Als ich mein Intellivision mit damals Soccer und Tron- Deadly Discs unter dem Weihnachtsbaum fand, da stand mir sicher vor Freude einen Moment das Herz still.
Das VCS hatte absolut nichts Vergleichbares zu bieten, die Spiele auf dem Intellivision waren oft deutlich besser. Die Controller waren auch nie so schlecht, wie sie gemacht wurden. Es war reine Gewohnheit. Spiele wie Utopia waren ihrer Zeit weit voraus, ebenso die D&D Spiele .
ATARI hat gewonnen, wegen Preis, First to Market in der Ära, Mindshare, Verfügbarkeit, Freundeskreis.
Die waren damals das Synonym fürs Videospiel.
Der Joystick war für mich nie ikonisch, die Controller vom Intellivision nie unhandlich, das Daumenpad des Intellivision war intuitiv und einfach zu bedienen und der Controller erlaubte komplexe Spiele anstatt ATARI 1-Knopf-Spiel in 8 Richtungen - ikonisch wäre für mich z.B. der Competition Pro aus der Heimcomputer-Zeit.
Es war beim ATARI die Konsole selbst, die in der Holzausführung, die ikonisch war - die Plastikodelle wirkten extrem billig und alle Nachfolger floppten.
ATARI hatte danach noch eine recht gute Heimcomputerzeit bis diese dann auch endete und man bedeutungslos wurde und nur noch als Nostalgiebrand durch die Geisterwelt der Markennamen weht.
Wenn man im Internet guckt, soll Colecovision kaum vom Konsolencrash betroffen gewesen sein und hat bis zu 6 Millionen Geräte verkauft - Colecovision konnte zudem mit einem billigen Zusatzmodul alle ATARI-Cartridges abspielen.
Es wird argumentiert, das der Heimcomputerversuch ADAM der eigentliche Killer von Coleco war.
Das die Spiele hauptsächlich Arcadegames waren ist eher ein Quaitätsmerkmal gewesen!
Die Japaner waren zu dem Zeitpunkt unbekannte, unverfügbare Exoten und gingen mit der 16 Bit Ära nach dem Zusammenbruch der Amerikanisch-Europäischen Kinkurrenz durch die Decke, wo sie seitdem dominieren und konsolidieren.
PS: Lustig ist, das Coleco für "Connecticut Leather Company" steht, einen Händler und Hersteller von Leder und Werkzeug dafür - Wilde Zeiten!
Ergänzung ()
Grafikvergleiche ATARI und Konkurenz:
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@mischaef
Schön, dass du diesen kleinen Rückblick in die frühe Geschichte der heimischen Videospiele eingeworfen hast
Ein wenig satirische Aufarbeitung des Themas aus den guten alten Folgen von James Rolfe aka dem "Angry Video Game Nerd" möchte ich da nicht missen lassen - viel Spaß allen Jüngeren/Neulingen, die dieses Internetgold nicht kennen:
ATARI 5200
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Double Vision (Intellivision + ColecoVision) Part 1
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Double Vision (Intellivision + ColecoVision) Part 2
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Bei Colecovision war vornehmlich das Problem das fast nur Umsetzungen von Automatenspielen gemacht wurden und es kaum "eigene entwickelte " spiele gab.
Auch der damalige Console Crash 1984 hatte extreme auswirkungen auf diese Console.
Jedenfalls Grafik mäßig war die echt extrem Atari & co überlegen.....
Umsetzungen von Automatenspielen können auch ein Kaufargument sein.
Die Spiele, die ich z.B. auf den Daddelautomaten, die seinerzeit z.B. im Kinoeingang,
in der Kneipe usw standen, wollte ich persönlich auch zuhause spielen.
Deswegen musste dann ein C64 her, damit Frogger, Pengo, Scramble, Monaco GP,
Tanks, Donkey Kong, Space/Time Pilot etc. zuhause gespielt werden konnten 😁.
Dies war der Auslöser... das es noch jahrelang vieeeele andere tolle Spiele gab
eine nettes Bonbon ☺️.
Das Colecovision war grafisch ein Quantensprung im Vergleich zu Atari & Co.
Erstes Spiel was ich darauf sah war "Smurf"; und ich war baff 😃.
Denke ich heute an Colecovision, sehe ich automatisch die Schlümpfe vor mir 🤣
Atari war das Nintendo von damals.
Schlechtere Hardware und Grafik, aber bekannter, verkaufte sich darum besser.
Am Ende kommt's also immer auf die Werbung /Vermarktung an.
Guter Vergleich. Wobei die Switch 1/2 sich meiner Meinung so gut verkauft weil diese im Konsolenbereich ein Alleinstellungsmerkmal hat, die Mobilität.
Durch SteamDeck und Xbox Alley ist das zwar nicht mehr so ab. Bei den Konsolen stimmt das noch.
Eine P25 Xbox lässt sich nicht einfach abziehen und mitnehmen.
Deswegen ist die Switch die perfekte 2. Konsole für den PC meiner Meinung nach.
Und was leider schade ist Nintendo reitet ja die Welle hauptsache billig in Grafik seit 2001 leider.Ohne diese Mobilität hätte ich wohl nur den PC oder wegen Blurays noch eine PS5.