VR-Brille: Samsung entwickelt HMD mit gebogenem Display

Nicolas La Rocco 35 Kommentare
VR-Brille: Samsung entwickelt HMD mit gebogenem Display
Bild: Samsung

Dem United States Patent and Trademark Office (USPTO) zufolge arbeitet Samsung an einem neuen Head-Mounted-Display (HMD), das ein deutlich breiteres Sichtfeld als bisherige Lösungen bietet. Möglich machen soll das ein gebogenes Display.

Auf das Samsung-Patent ist zuerst die auf Patente spezialisierte Webseite Patently Mobile gestoßen, die mehrere Skizzen des Patents veröffentlicht hat. In dem Patent geht Samsung zunächst auf das nach Einschätzung des Unternehmens größte Problem aktueller HMDs ein, die für unterschiedliche AR- (Augmented Reality), VR- (Virtual Reality) und MR-Anwendungen (Mixed Reality) am Markt erhältlich sind.

Derzeit angebotene HMDs mit einem Sichtfeld zwischen 100 Grad und 120 Grad würden das Sichtfeld des Menschen, das bei etwa 200 Grad liege, zu stark einschränken. Darunter leide vor allem die Immersion, denn beim Tragen des HMDs würden Anwender stets wie durch eine Art Periskop blicken. Das VR-Erlebnis fühle sich dadurch eingeengt an und komme nicht voll zur Geltung. Das will Samsung mit dem neuen HMD ändern.

Samsung-HMD mit gebogenem Display
Samsung-HMD mit gebogenem Display (Bild: Patently Mobile)

Sichtfeld von 180 Grad

Das in dem Patent abgebildete HMD soll hingegen ein Sichtfeld von 180 Grad bieten. Möglich macht das ein durchgehendes gebogenes Display, das wie bei bisherigen HMDs über zwei Linsen betrachtet wird. Samsungs seit Herbst 2017 verfügbares HMD für Windows Mixed Reality mit dem Namen Odyssey, das jedoch nicht auf dem deutschen Markt angeboten wird, ist noch mit jeweils einem OLED-Display pro Linse ausgerüstet.

Das neue HMD soll zum einen für klassische VR-Anwendungen geeignet sein, bei denen Inhalte ausschließlich über das verbaute Display wiedergeben werden, aber auch AR-Anwendungen unterstützen, bei denen eine über Kameras des HMDs aufgezeichnete Außenansicht um virtuelle Elemente ergänzt wird – auch MR genannt.

Samsung hat das Patent im dritten Quartal des letzten Jahres bei dem USPTO eingereicht, öffentlich gemacht wurde es allerdings erst gestern. Informationen zu einem marktreifen Produkt auf Basis des Patents liegen zum aktuellen Zeitpunkt nicht vor.