3DMark: DLSS-Feature-Test für den Grafikbenchmark

Michael Günsch 182 Kommentare
3DMark: DLSS-Feature-Test für den Grafikbenchmark
Bild: Nvidia

Der GPU-Benchmark 3DMark Port Royal unterstützt nicht nur Raytracing, sondern neuerdings auch DLSS. Mittels Deep Learning Super Sampling soll die Leistung kompatibler Nvidia-Grafikkarten in Port Royal um bis zu 50 Prozent steigen. Mit dem neuen GeForce-Treiber wird DLSS in Port Royal freigeschaltet.

DLSS ist eine Alternative zum Temporal Anti-Aliasing (TAA), die nicht nur eine bessere Optik, sondern auch eine höhere Leistung verspricht. Die Funktion wird bisher ausschließlich von Nvidias Turing-Grafikkarten in Form der GeForce RTX 2080 (Ti), RTX 2070 und RTX 2060 unterstützt. AMD könnte in Zukunft über die Microsoft-API DirectML aber eine ähnliche Funktion auf Radeon-Grafikkarten bieten. Die Turing-Generation bietet bisher ebenso exklusiv eine hardware-basierte GPU-Beschleunigung namens „RTX“ für Raytracing-Effekte via DXR, für die Port Royal als Ableger des 3DMark gedacht ist.

Mehr Leistung durch DLSS im „Nvidia-Benchmark“

Für die Freischaltung in Port Royal rührt wenig überraschend Nvidia kräftig die Werbetrommel, ist doch der Benchmark derzeit kaum mehr als ein Werkzeug zur Demonstration von Nvidias exklusiven Funktionen, denn eine breite Vergleichbarkeit ist durch die fehlende Konkurrenz gar nicht gegeben. Somit lässt sich auch der Leistungsgewinn mit der neuen DLSS-Option nur Nvidia-intern vergleichen. Alle Turing-Modelle sollen mit aktiviertem DLSS im 3DMark Port Royal deutlich zulegen, wie Nvidia in Form von Diagrammen und einem Video vermittelt.

Was wird benötigt, um DLSS im 3DMark Port Royal zu nutzen?

Wer DLSS im 3DMark nutzen will, benötigt zunächst die aktuelle Version des kostenpflichtigen 3DMark eine der besagten Turing-Grafikkarten oder deren mobilen Ablegern für Notebooks. Ferner müssen das Oktober-Update für Windows 10 (Version 1809 oder neuer) und der neue GeForce-Treiber 418.81 WHQL installiert sein. Erst der Nvidia-Treiber ermöglicht es, DLSS im Benchmark zu nutzen.

RTX und DLSS im 3DMark und in der Praxis

ComputerBase hat sich bereits die Raytracing-Effekte im 3DMark Port Royal (Bericht) genauer angesehen. Sofern es die Zeit erlaubt, wird auch auf die Leistung mit DLSS ein Auge geworfen.

Für Spieler sollte aber vor allem die praktische Leistung in Spielen ausschlaggebend sein. Nachfolgende aufgeführte Tests und Berichte zeigen, dass Raytracing und DLSS in den wenigen Spielen, die die Funktionen unterstützen, durchaus Vorteile bieten, jedoch nicht immer völlig überzeugen. Für beide Techniken ist es noch ein weiter Weg bis zur optimalen Umsetzung und vor allem bis zu einer hohen Verbreitung bei Spielen. Gespannt sein darf man auch auf mögliche technische Antworten von AMD und Intel.

Update 04.02.2019 21:10 Uhr

DLSS-Update und 85 Prozent Preisnachlass für 3DMark

Nvidia war mit seinen Ankündigungen etwas voreilig, denn der DLSS-Feature-Test steht erst jetzt mit der Freigabe des Updates auf 3DMark v2.8.6427 für Windows zur Verfügung. Wie auch Port Royal steht der DLSS Feature Test nur beim Kauf der 3DMark Advanced oder Professional Edition zur Auswahl, die kostenlose Variante 3DMark Basic Edition bietet diese Tests nicht.

Im Zuge des Steam Lunar Sale 2019 ist der 3DMark Advanced Edition um 85 Prozent rabattiert und kostet bis zum 11. Februar 3,74 Euro statt 24,99 Euro.