Far Cry New Dawn: Ordentliche Grafik bei guter (Vega‑)Performance 2/3

Wolfgang Andermahr 290 Kommentare

Grafikkarten-Benchmarks von Full HD bis Ultra HD

In Far Cry New Dawn fühlen sich unabhängig vom Modell vor allem AMD-Grafikkarten mit der Vega-Architektur pudelwohl. Das fängt bei der Radeon VII an, die die GeForce RTX 2080 FE und die GeForce GTX 1080 Ti locker im Griff hat und teilweise deutlich schlägt. So liefert AMDs neues Flaggschiff in Ultra HD nicht nur genug Leistung für die vollen Details, sondern schlägt die GeForce RTX 2080 FE um 8 Prozent bei der Framerate und vor allem um 14 Prozent bei den Frametimes. Selbst die GeForce RTX 2080 Ti ist mit einem Vorsprung von 18 beziehungsweise 11 Prozent nicht allzu weit entfernt. Der Vorsprung zur Radeon RX Vega 64 beträgt bis zu 35 Prozent, ein guter Wert.

Das zieht sich auch durch die günstigeren Modelle. Die Radeon RX Vega 64 schlägt den eigentlichen Konkurrenten, die GeForce GTX 1080, problemlos. In 2.560 × 1.440 gibt's 9 Prozent mehr FPS und 12 Prozent bessere Frametimes. Die Radeon RX Vega 64 legt sich gar erfolgreich mit der GeForce RTX 2070 an und liefert nur 2 Prozent weniger Bilder in der Sekunde, dafür aber 4 Prozent bessere Frametimes. Auch die Radeon RX Vega 56 schlägt den direkten Konkurrenten in Form der GeForce GTX 1070 und ist gar eine ebenbürtige Partie für die GeForce GTX 1080 und GeForce RTX 2060.

Nur Vega ist schneller als die Konkurrenz

Nvidias Turing-Architektur hat gegenüber dem Vorgänger Pascal keinerlei Vorteile in Far Cry New Dawn. Auch die GeForce GTX 970 auf Basis des betagteren Maxwells schneidet noch gut ab. Bei AMD gibt es dagegen bei jeder Generation einen gut sichtbaren Sprung. Denn den Nvidia-Modellen überlegen ist nur Vega. Polaris schneidet dagegen nicht besser ab als in anderen Spielen. Die Radeon RX 580 duelliert sich mit der GeForce GTX 1060 und ist schlussendlich gleich schnell. Die Radeon RX 590 ist 9 Prozent flotter unterwegs.

Die noch ältere Hawaii-Architektur, die eigentlich gut und besser als Maxwell gealtert ist, hat in Far Cry New Dawn ihre Probleme. So muss sich die Radeon R9 390 um 11 Prozent der Radeon RX 570 geschlagen geben, vor allem die Frametimes fallen mit einem Minus von 19 Prozent schlecht aus. Das macht sich auch in einem störenden Ruckeln bemerkbar, das sonst keine andere Grafikkarte im Test gezeigt hat. Damit ist die GeForce GTX 970 auch 14 beziehungsweise 21 Prozent schneller als der Konkurrent. Normalerweise hat dagegen die AMD-Grafikkarte die Nase in neuen Spielen vorn.

Die Frametimes auf der RTX 2070, GTX 1080 und RX Vega 64

Das Frametime-Diagramm zeigt dann auch an, warum die Percentile-Werte in den Diagrammen auf einer AMD-Grafikkarte mit Vega so gut ausfallen. AMD-Grafikkarten auf Basis der Vega-Architektur haben in Far Cry New Dawn die regelmäßigsten Frametimes – die Pendants auf Basis von Polaris und Nvidia-Grafikkarten haben unregelmäßigere Frame-Abstände. Im normalen Spiel bei hoher Framerate hat das keine Auswirkungen. Bei niedrigen FPS-Werten kann es allerdings zu einem leicht spürbaren Vorteil auf Vega werden.

Wenig detaillierte Oberflächen brauchen wenig Speicher

Die Texturen sind eine Schwachstelle
Die Texturen sind eine Schwachstelle

Far Cry New Dawn braucht kaum Grafikkarten-Speicher. Selbst mit 4 GB VRAM sind die maximalen Texturdetails in Ultra HD problemlos darzustellen. Far Cry New Dawn sieht zwar gut aus, aber nicht wegen der Texturen. Diese gehen zu einem Großteil in Ordnung. Einige Oberflächen sind aber nur von unterdurchschnittlicher Qualität, andere regelrecht hässlich. Hier hätte ein großes Studio wie Ubisoft mehr Arbeit in die Texturen stecken sollen.

Auf der nächsten Seite: Grafikkarten-Empfehlungen für Far Cry New Dawn