Fitbit Inspire & Inspire HR: Günstigster Fitnesstracker nur für Kranken­ver­sicherungen

Frank Hüber 143 Kommentare
Fitbit Inspire & Inspire HR: Günstigster Fitnesstracker nur für Kranken­ver­sicherungen
Bild: Fitbit

Der Fitnesstracker Inspire ist zwar das bisher günstigste Modell von Fitbit, wie das Unternehmen selbst sagt, kaufen werden ihn Endkunden aber trotzdem nicht können. Denn sowohl der Inspire als auch der Inspire HR richten sich ausschließlich an Unternehmenskunden, die ihn an ihre Kunden oder Versicherte weitergeben sollen.

Fitbit plant demnach weder einen Verkauf über den stationären Einzelhandel, noch über Online-Shops. Zielgruppe sind hingegen beispielsweise Krankenversicherungen, die den Fitnesstracker an ihre Versicherte ausgeben, etwa um das Sportverhalten an Prämien und Rabatte zu knüpfen. Die Software von Fitbit soll mit dieser Strategie bereits bei rund 6,8 Millionen Personen eingesetzt werden, die sich für entsprechende Gesundheitsprogramme eines Partners angemeldet haben. Mit Inspire und Inspire HR liefert Fitbit nun auch die entsprechende Hardware für diese Programme. Der Fitnesstracker zählt die vom Träger gelaufenen Schritte, berechnet die verbrannten Kalorien und überwacht auch den Schlaf. Die HR-Version verfügt zudem über einen optischen Herzfrequenzmesser und ermöglicht so neben der Kontrolle der Herzfrequenz beim Sport unter anderem eine genauere Schlafanalyse.

These special release trackers are available exclusively through Fitbit corporate, wellness, health plan, and health systems partners and customers of their organizations, participants, and members.

Fitbit

Einen Preis für den Inspire und Inspire HR hat Fitbit dementsprechend nicht öffentlich genannt und dürfte auch von der abgenommenen Stückzahl durch ein Unternehmen abhängen. Lediglich, dass es sich um das günstigste Modell handelt, wurde von Fitbit kommuniziert.

Schwächelndes Geschäft mit Fitnesstrackern

Fitbit hatte in der Vergangenheit zunehmend mit der Konkurrenz durch Smartwatches beispielsweise von Apple und Samsung und günstiger Konkurrenz etwa von Xiaomi zu kämpfen; und mit dem Umstand, dass inzwischen jedes Smartphone die Schritte des Nutzers zählt und Apps die verbrauchten Kalorien berechnen. Seit dem Börsengang im Jahr 2015 hat der Aktienkurs um rund 68 Prozent nachgegeben, im Herbst 2018 konnte Fitbit zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder einen Gewinn vermelden.

In Deutschland nur wenige Gesundheitsprogramme mit Tracker

In Deutschland gibt es zwar einige, aber weniger verbreitete Programme von Krankenversicherungen, die an ihre Versicherte Fitnesstracker ausgeben oder sich an den Kosten beteiligen, beispielsweise von der AOK Plus, Barmer, DAK und Techniker Krankenkasse. Zudem kritisieren Verbraucher- und Datenschützer das Ausmaß der Weitergabe persönlicher Gesundheitsinformationen vom Versicherten an die Versicherung.