Weniger Mainboard-Absatz: Gigabyte soll angeblich 5 bis 10 Prozent Personal abbauen

Michael Günsch 86 Kommentare
Weniger Mainboard-Absatz: Gigabyte soll angeblich 5 bis 10 Prozent Personal abbauen
Bild: Gigabyte

Laut DigiTimes plant der Mainboard-Hersteller Gigabyte einen Abbau von Personal und eine Kürzung der Ausgaben für Marketing. Das taiwanische Branchenmagazin beruft sich dabei auf Aussagen von „einigen Marktbeobachtern“. Demnach könnten 5 bis 10 Prozent des Personals im ersten Halbjahr 2019 entlassen werden.

Ziel der Maßnahmen sei unter anderem die Senkung der Vertriebskosten. Vom Stellenabbau sei voraussichtlich vor allem die Mainboard-Sparte betroffen, der Grafikkarten-Sektor bleibe zunächst verschont. Gigabyte wollte den Bericht allerdings nicht kommentieren, womit die Informationen vorerst unbestätigt sind.

Gigabyte verkauft immer weniger Mainboards

Der Absatz von Gigabyte-Mainboards hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Im Jahr 2016 sollen es noch rund 16 Millionen Stück gewesen sein, 2017 fiel die Zahl auf 12,6 Millionen und im Jahr 2018 auf 11,45 Millionen, so DigiTimes. Für 2019 wird ein weiterer Rückgang erwartet; Ziel von Gigabyte sei, die Marke oberhalb von 10 Millionen verkauften Mainboards zu halten. Auch Konkurrenten wie Asus und MSI sollen auf die schwache Wirtschaftslage reagieren und ihre Ausgaben minimieren.

Schon vergangenen Mai hatte DigiTimes über den drastisch sinkenden Mainboard-Absatz bei Gigabyte berichtet. Im Jahr 2013 hatte das Unternehmen noch mehr als 20 Millionen Hauptplatinen verkauft.

Grafikkarten-Absatz nach Mining-Boom auf Normalstand

Durch das Ende des Mining-Booms ist auch der Absatz von Grafikkarten zuletzt deutlich gesunken. Gigabyte habe 2017 noch 4,8 Millionen Grafikkarten aufgrund der starken Nachfrage für das Kryptomining verkauft. Im vergangenen Jahr sei der Absatz auf rund 3,5 Millionen gefallen, liege damit aber ungefähr auf dem Niveau von 2016.