Microsoft: Windows Defender auch für Firefox und Chrome

Aljoscha Reineking 59 Kommentare
Microsoft: Windows Defender auch für Firefox und Chrome
Bild: efes | CC0 1.0

Mit der Windows 10 Preview Build 18358 wird erstmals die Sicherheitserweiterung „Application Guard“ von Windows Defender auch für andere Browser als den eigenen Edge zur Verfügung gestellt. Auch Firefox und Chrome werden ab sofort unterstützt.

Sandbox für unbekannte Websites

Die Erweiterung ermöglicht das Öffnen von Websites in einem Hyper-V-Container, wenn diese nicht als sicher eingestuft werden. Über den Container soll bösartige Software gehindert werden, direkten Zugriff auf das Hauptsystem zu erlangen.

Edge als Voraussetzung für die Nutzung

Damit das System von Windows Defender auch mit den alternativen Browsern über eine Erweiterung funktioniert, greift das System weiterhin auf den Edge-Browser zurück. Wird eine nicht vertrauenswürdige Website aufgerufen, wird diese nicht in dem eigentlichen Browser geöffnet, sondern in einer Sandbox von Edge. Erst wenn die aufgerufene URL in die Liste der vertrauenswürdigen Websites aufgenommen wird, kann diese auch mit den anderen Browsern geöffnet werden.

Die Nutzung der Funktion setzt die Installation der Hauptanwendung von Windows Defender sowie die browserspezifische Erweiterung voraus.

Windows Defender
Windows Defender (Bild: Windows)

Funktion vorerst nur für Insider

Da es sich bei der Integration noch um eine Testphase handelt, können aktuell nur Teilnehmer des Insider-Programms von Windows 10 die Erweiterung testen. In wenigen Wochen soll die Funktion allen Nutzern ab Windows 10 1803 zur Verfügung stehen.