Windows Virtual Desktop: Öffentliche Vorschau auf das Cloud-Windows startet

Frank Hüber 45 Kommentare
Windows Virtual Desktop: Öffentliche Vorschau auf das Cloud-Windows startet
Bild: Simon | CC0 1.0

Nach der geschlossenen Testphase seit September 2018 hat Microsoft nun die öffentliche Testphase für den Windows Virtual Desktop gestartet. Anwender können beim Windows Virtual Desktop von überall aus auf eine Windows-Instanz in der Azure-Cloud zurückgreifen. Doch auch die öffentliche Testphase ist noch stark eingeschränkt.

Denn zum Start dieser wird der Dienst nur in zwei Azure-Regionen in den USA angeboten, in „Central US“ und „East US 2“. Insgesamt gibt es aber 54 Azure-Regionen, in denen der Dienst nach und nach ebenfalls lokal verfügbar sein soll. Sofern aus einer anderen Region auf den Dienst zugegriffen wird, werden Daten in die USA übertragen, was gegebenenfalls beim Datenschutz berücksichtigt werden muss. Die generelle Verfügbarkeit außerhalb der Testphase gibt Microsoft zur Ankündigung dieser mit der zweiten Jahreshälfte 2019 an – rechtzeitig bevor der offizielle Support von Windows 7 Anfang 2020 ausläuft.

Windows Virtual Desktop statt stationäres Windows 7

Denn Microsoft empfiehlt Unternehmen, die auch nach dem Support-Ende im Januar 2020 auf Windows 7 angewiesen sind, anstelle des erweiterten Supports alternativ auf den Windows Virtual Desktop zurückzugreifen. Über diesen wird Microsoft nämlich auch nach dem Januar 2020 bis Anfang 2023 ein virtualisiertes Windows 7 mit dem jeweils aktuellsten Sicherheitspatch anbieten, so dass Unternehmen ihre stationären PC-Systeme auf Windows 10 umstellen könnten. Unternehmen können im Windows Virtual Desktop dabei auch Anwendungen installieren und Daten speichern, auf die sie von überall aus zugreifen können müssen. Microsoft garantiert, dass diese sicher und für Dritte unzugänglich gespeichert werden.

Azure-Cloud nicht nur für Windows 7

Windows Virtual Desktop unterstützt aber nicht nur Instanzen von Windows 7, sondern auch von anderen Windows-Betriebssystemen wie beispielsweise Windows Embedded, Windows 10, Windows 10 Enterprise, Windows Server 2012 R2, Windows Server 2016 oder auch Windows Server 2019.

Für die Nutzung von Windows Virtual Desktop ist ein Azure-Abonnement notwendig. Wer bereits ein Microsoft-365-F1/E3/E5-, Windows-10-Enterprise-E3/E5- oder Windows-VDA-Nutzer ist, für den entstehen beim Zugriff auf Windows 10 oder Windows 7 keine weitere Kosten. Für die Server-Betriebssysteme entstehen hingegen keine zusätzliche Kosten, wenn man bereits eine Microsoft RDS Client Access License (CAL) besitzt.