Black Ops 4: Neue Freischalt-Option für Waffen versteckt Lootboxen

Max Doll 45 Kommentare
Black Ops 4: Neue Freischalt-Option für Waffen versteckt Lootboxen
Bild: Activision

Activision führt einen neuen Weg ein, um Add-On-Waffen in Call of Duty: Black Ops IV freizuschalten, um Kritik an der Monetarisierung abzuschwächen. Dieser besteht aus den neuen „Ultra Weapon Bribes“, die beim Einlösen eine Waffe garantieren, die sich noch nicht im Inventar befindet. Diese Variante bleibt aber Kosmetik.

„Ultra Weapon Bribes“ unterscheiden sich in zwei Punkten deutlich von den Beuteboxen, mit denen Add-On-Waffen im „Schwarzmarkt“ normalerweise freigeschaltet werden müssen: Sie enthalten stets eine Waffe, was bei den Kisten nicht der Fall ist, und immer etwas Neues, während Kisten bereits freigeschaltete Dinge nicht aus dem Pool nehmen. Die Schmiergeldzahlungen unterscheiden allerdings nicht zwischen Waffentypen; auch Varianten, darunter die Mastercraft-Versionen, die lediglich schicker aussehen, zählen als eigene Waffe.

Eingeführt werden die Bestechungen auch als Reaktion auf Kritik aus der Spielerschaft. Dort sorgte für Unmut, dass neue Waffen des jüngsten Updates überwiegend nur durch Beuteboxen freizuschalten waren, in denen die Schießprügel nur ein Inhalt von unzähligen möglichen waren – mit entsprechend geringen Chancen, ihn zu erhalten. Für Spieler war dies ein weiteres Level exzessiver Monetarisierung, die schon zuvor, etwa einem Hammer für 24 Euro, negativ aufgefallen war.

Das System bleibt

Wie leicht Ultra Weapon Bribes im Spiel freigeschaltet werden können, ließ Activision allerdings offen. Angekündigt wurden je eine Bestechung als Belohnung einer Stufe des aktuellen Battle Pass sowie eine als Belohnung für eine besondere Veranstaltung der aktuellen Operation. Weitere sollen in der Zukunft folgen, ins Detail gingen die Entwickler jedoch nicht. Dabei ist die Frage nach der Verfügbarkeit eine wichtige: Wenn die Bribes nur schwer oder in kleinen Dosen verfügbar gemacht werden, sind sie lediglich Kosmetik für das gute Gefühl.

Den Kern des Problems, namentlich das Freischalten neuester Waffen durch gewinnträchtige und problematische Beuteboxen, wird damit weder abgemildert noch erträglicher gemacht – nur etwas mehr verschleiert. An Beuteboxen als zentrale Säule hemmungsloser Monetarisierung hält Activision indes ungeachtet zunehmender staatlicher Aufmerksamkeit und eines sich abzeichnenden Trendwandels in der Branche fest.