E3

Xbox-Dienste: Project xCloud via heimischer Konsole & Game Pass Ultimate

Fabian Vecellio del Monego 17 Kommentare
Xbox-Dienste: Project xCloud via heimischer Konsole & Game Pass Ultimate

Microsofts Project xCloud umfasste bisher das Spiele-Streaming von zentralen Servern. Nun weitet der Hersteller den Dienst nicht nur auf eine steigende Anzahl von Endgeräten aus, sondern auch auf mehr Server: Ab Herbst kann jede Xbox auf ihr lauffähige Spiele streamen. Des Weiteren gibt es zum Game Pass Ultimate weitere Details.

Game-Streaming vom Server oder der eigenen Konsole

Wie nach dem Kommentar auf die Ankündigung von Googles Stadia bereits erwartet worden war, wartete Microsoft im Rahmen des E3-Events nicht nur mit weiteren Informationen auf, sondern präsentierte den Dienst anschließend auch in Aktion. Zur Vorstellung des Project xCloud getauften Gamestreaming-Dienstes ließ Microsoft verlauten, gar komplett neue Server-Blades dediziert zur Simulation mehrerer Xbox-Konsolen entworfen zu haben; nun lässt das Unternehmen die zu übertragenden Spiele auch nativ auf den Konsolen laufen – denen der Nutzer. Ab Oktober 2019 können Spieler im Rahmen einer öffentlichen Testphase die eigene Xbox ohne Zusatzkosten zum Streamen nutzen – so, wie es beispielsweise auch Steam ermöglicht.

Auf der anderen Seite soll die Kompatibilität zu Endgeräten steigen. Bisher eignen sich neben Xbox-Konsolen und Windows-PCs Android-Geräte zum Empfang der Streams. Der Standort ist dabei egal – auch von der heimischen Xbox lassen sie Spiele über das Internet streamen. Die Arbeit an einer iOS-App sei derzeit im Gange. Selbst Apples tvOS, das kürzlich unter anderem die Unterstützung für den Xbox-Controller erhalten hat, oder gar andere Konsolen kämen potentiell in Frage.

Latenzen bleiben präsent

Das größte Problem bleiben allerdings unabhängig der Konstellation an Server und Endgerät die Latenzen. Bei Hands-On standen Smartphones und Tablets mitsamt angeschlossenem Xbox-Controller zur Verfügung, gestreamt wurde von Microsofts Azure-Servern. Beim Spielen war stets eine Latenz spürbar, wenngleich sie im Rahmen des Annehmbaren lag: Über Fernseher ausgegebene Konsolenspiele bieten ebenfalls meist keine besonders niedrige Latenz. Microsoft gab zudem zu verstehen, dass das offene W-Lan-Netzwerk, über das die Smartphones angebunden waren, überlastet sei. Das spiegelte sich auch in der dynamischen Anpassung der Stream-Qualität wieder.

Schuldig bleibt Microsoft derweil Informationen zu den Kosten. Da die Azure-Version von xCloud bereits den Game Pass beinhaltet, kann von einem Preis von mindestens 15 Euro ausgegangen werden. Sonys konkurrierendes PlayStation Now kostet ebenfalls 15 Euro pro Monat.

Game Pass Ultimate verbindet Xbox- und PC-Pendant sowie Xbox Live

Bereits im April dieses Jahres stellte Microsoft den Game Pass Ultimate vor. Das 13 Euro teure Abonnement verbindet die jeweils 10 Euro pro Monat kostenden Angebote Xbox Game Pass, der mittlerweile auch für den PC gilt, mit einem Xbox-Live-Gold-Abonnement. Derzeit erhalten Abonnenten bereits Zugriff auf über 100 Titel, darunter das bisher auf dem PC exklusiv in Epic Game Store erschienene Metro Exodus, Gears of War 4 oder Forza Horizon 4. Kunden lockt Microsoft mit einem auf einen Euro reduzierten ersten Testmonat und mit einem um vier Tage vorgezogenen Zugriff auf Gears of War 5. Während der gesamten Beta-Phase ist darüber hinaus der Preis des einzelnen Xbox Game Pass für den PC auf lediglich 4 Euro gesenkt.

Game Pass Ultimate
Game Pass Ultimate

Stark ausgebaut wurde überdies die neue Xbox-App für Windows 10, die im Rahmen einer Beta-Phase bereits jetzt nutzbar ist.