Ikea Symfonisk im Test: Lautsprecher von Sonos im Möbelhausgewand

Michael Schäfer 70 Kommentare
Ikea Symfonisk im Test: Lautsprecher von Sonos im Möbelhausgewand

tl;dr: Nach den Bluetooth-Lautsprechern der Eneby-Serie veröffentlicht Ikea mit der Serie Symfonisk die ersten in Kooperation mit Sonos entwickelten Multiroom-WLAN-Lautsprecher. Sie kosten weniger als das Original, sollen aber trotzdem viel zu bieten haben. Ein Modell kommt als Tischlampe daher.

Sonos ins Boot geholt

Zu Ikea fährt man nicht nur für Möbel, es geht auch um Hotdogs und Fleischbällchen, in Schweden Köttbullar genannt. Auf dem Weg zur Kasse gelangen auf unerklärliche Weise immer wieder ein paar neue Teelichter und Batterien in den Einkaufswagen und am Ende wird sich wie gewohnt gewundert, dass der Kofferraum doch wieder so voll geworden ist. Und immer häufiger ist auch Technik darunter. Und jetzt kommt eine weitere Serie dazu.

Bereits vor geraumer Zeit wurde die Kooperation zwischen dem Möbelhaus und dem Spezialisten für Multiroom-Systeme Sonos bekanntgegeben, deren Früchte nun mit den ersten beiden Symfonisk-Lautsprechern zu begutachten sind. Diese stellen jedoch nicht die ersten Ambitionen seitens des schwedischen Einrichtungshaus im Bereich des vernetzten beziehungsweise smarten Hauses dar, denn nach ersten weniger erfolgreichen Gehversuchen im Bereich Smart-TV folgten diverse Bluetooth-Lautsprecher und per App steuerbare Lampen ähnlich dem Hue-System von Philips.

Die Symfonisk-Lautsprecher passen sich wie von Ikea gewohnt den eigenen Möbel nahtlos an
Die Symfonisk-Lautsprecher passen sich wie von Ikea gewohnt den eigenen Möbel nahtlos an

Es werde Licht

Die jetzt eingeführten Produkte bestehen aus einem Regallautsprecher, der für 99 Euro angeboten wird, sowie einer Lampe mit eingebautem Klanggeber, für die mit 179 Euro deutlich tiefer in den Geldbeutel gegriffen werden muss. Während bei der Tischleuchte die Technologie von Play 1 beziehungsweise Sonos One zum Einsatz kommt, scheint es sich bei der Regalversion um eine Neuentwicklung zu handeln – zumindest geben weder Ikea noch Sonos einen Bezug auf andere Lautsprecher an.

Beim ersten Betrachten sticht die gute Verarbeitung der Lautsprecher ins Auge. Das Design ist schlicht, aber geschmackvoll und ermöglicht die Kombination der Klanggeber mit einer Vielzahl der beim Möbelhaus erhältlichen Einrichtungsgegenstände. Die mit grauem Stoff überspannte Vorderseite der Regallautsprecher beherbergt die ebenfalls von den Sonos-Produkten bekannten Schaltflächen, bei der Lampe sind diese auf einer Art Teller zuunterst angebracht und lassen sich dadurch auch auf dem Nachttisch gut erreichen. Die Lautsprecher-Einheit wird dabei von einem gröberen hellgrauen Stoff umspannt, der ebenso zum neutralen Äußeren beiträgt.

Lampe ohne smarte Funktionen

Im Gegensatz zu den reinen Sonos-Vertretern geben sich beide Ikea-Neulinge in den Anschlüssen sehr spartanisch, lediglich der Stromanschluss und eine LAN-Verbindung werden angeboten. Dies führt zu einigen Limitierungen, auf die an späterer Stelle noch genauer eingegangen wird. Wie bereits von Sonos bekannt, besitzen die beiden Symfonisk-Modelle ebenso keinen separaten Power-Knopf. Für ein komplettes Ausschalten müssen beide Lautsprecher somit vollständig vom Stromnetz getrennt werden.

Die Symfonisk-Tischleuchte lässt sich nur anschalten, nicht smart dimmen
Die Symfonisk-Tischleuchte lässt sich nur anschalten, nicht smart dimmen

Die Tischleuchte selbst verfügt unter ihrem Glasschirm über keine Smart-Funktionen, womit sich die Beleuchtung lediglich über einen seitlichen Drehknopf ein- und wieder ausschalten, aber nicht dimmen lässt. Für eine externe Lichtsteuerung kann aber auf das eigene Ikea-System Tradfri oder Lösungen anderer Hersteller, etwa Philips Hue, zurückgegriffen werden.

Während die Art der Aufstellung bei der Lautsprecherlampe klar ist, bietet der Vertreter fürs Regal eine Vielzahl von Möglichkeiten. So kann dieser hochkant oder liegend aufgestellt werden. Ikea hat darüber hinaus für fünf beziehungsweise zehn Euro optionale Wandhalterungen im Sortiment, mit denen der Lautsprecher auch als kleines Regal mit einer Tragkraft von bis zu drei kg fungieren kann.

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