Tabellenkalkulation: Civilization kann in Excel gespielt werden

Max Doll 42 Kommentare
Tabellenkalkulation: Civilization kann in Excel gespielt werden
Bild: s0lly

Ein Entwickler zeigt, was Microsoft Excel alles kann. Zu den Möglichkeiten, welche die Tabellenkalkulation findigen Programmierern bietet, gehört zum Beispiel, den ersten Teil des Rundenstrategiespiels Civilization aus dem Jahr 1991 nachzubauen.

Das Projekt, das in Anlehnung an die Zellen des Programms als „Cellivization“ firmiert, entstand als Beitrag zur OLC Codejam 2019. In der aktuell über die Projektseite zugänglichen Version verfügt Cellivization nur über rudimentäre Features – und eine klassische grobklotzige Pixelgrafik.

Weiterentwicklung mit Roadmap

Aktuell können in dem Spiel Städte und Einheiten produziert und wie die Kamera bewegt werden. Gespielt wird in Hot-Seat-Manier, bei dem sich zwei Spieler im Deathmatch-Spielmodus bei ihren Zügen abwechseln. Die Bedienung erfolgt über „WASD“-Tasten, gebaut wird mit Nummerntasten, Weltkarte und Co. sind in weiteren Arbeitsblättern zu finden. Angedacht ist, unter anderem eine KI, weitere Spieler und Zivilisationen, Ressourcen, Einheiten, Diplomatie, Forschung und den Ausbau von Städten einzupflegen.

Eine Anleitung zum Spielen beziehungsweise zur Bedienung findet sich ebenfalls auf der Projektseite. Voraussetzt wird der Besitz von Microsoft Excel sowie die Aktivierung von Makros, die unter anderem für das Menü im ersten Arbeitsblatt des nur rund acht Megabyte großen Spiel-„Dokuments“ genutzt werden. Dass sich das Programm trotz seiner mächtigen Möglichkeiten für solche Projekte eigentlich nicht eignet, zeigen Bilder des Task-Managers, die s0lly im Trailer platziert. Der genutzte Core i5-3570 wird auf allen seiner vier Kerne zu fast 100 Prozent ausgelastet. Das Original braucht demgegenüber deutlich weniger Rechenleistung: Angesetzt wurden 1991 ein x386-Prozessor mit 640 KB großem Arbeitsspeicher.

Klassiker-Ports sind Volkssport

Civilization stellt sich damit in die Schlange anderer Klassiker wie Doom, die als eine Art Volkssport auf kuriose Systeme portiert wurden. Der Shooter-Urvater findet sich unter anderem auf der Touchbar des MacBook Pro, Teslas Limousine Model S, Kühlschränken, Druckern, Tastaturen mit OLED-Display oder Geldautomaten wieder.