Above and Beyond: Medal of Honor für VR auf Oculus Rift S angespielt

David Pertzborn 30 Kommentare
Above and Beyond: Medal of Honor für VR auf Oculus Rift S angespielt
Bild: Respawn Entertainment

Above and Beyond, der neueste Ableger der Medal-of-Honor-Reihe, kehrt zum Schauplatz Zweiter Weltkrieg zurück und erscheint exklusiv für VR. Der First-Person-Shooter wird von Respawn Entertainment entwickelt und soll 2020 für Oculus Rift (S) veröffentlicht werden. Auf der Oculus Connect ließ sich der Titel bereits ausprobieren.

Zurück in den Zweiten Weltkrieg

Nach den missglückten letzten Ablegern der Serie war es seit 2013 still geworden um Medal of Honor. Jetzt kehrt Medal of Honor mit dem neuesten Ableger zu seinen Wurzeln zurück und spielt abermals im Zweiten Weltkrieg. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Agenten des Office of Strategic Services und arbeitet zusammen mit den französischen Widerstandskämpfern gegen das Nazi-Regime. Mit Respawn Entertainment gibt es einen für die Serie neuen Entwickler, der in den letzten Jahren mit Titanfall 1 und 2 sowie Apex Legends von sich hören ließ und sein Können im Bereich Shooter unter Beweis gestellt hat.

Neben dem spielerischen Aspekt sieht Peter Hirschmann, der schon am ersten Medal of Honor mitgearbeitet hat, auch einen fast pädagogischen Effekt in der Medal-of-Honor-Serie, der in Medal of Honor: Above and Beyond noch verstärkt werden soll, weil der Spieler dank VR direkt in die Rolle der Spielfigur schlüpfen kann. Zusätzlich gibt es im Spiel kurze Videoclips, in denen Veteranen über ihre Erlebnisse an den entsprechenden Schauplätzen berichten. Auf der Oculus Connect konnte ComputerBase den Titel in der vergangenen Woche bereits probespielen.

Gute Grafik, beeindruckender Klang

Grafisch kann das Spiel im Ersteindruck mit deutlich mehr aufwarten, als es der Trailer selbst vermuten lässt, was bei VR-Spielen oft der Fall ist. Eine Mission in schneebedeckten Bergen in Norwegen, bei der am Ende auf einen Sendemast geklettert werden muss, belohnt mit beeindruckender Aussicht. Deutlich mehr als die Grafik trägt jedoch das Sounddesign zum Geschehen bei. Zumindest mit Kopfhörern und in Kombination mit dem haptischen Feedback hat jeder Schuss mit der Schrotflinte oder dem Karabiner eine gewisse Wucht. Das passt auch spielerisch, weil sowohl Spieler als auch Gegner nur wenige Schüsse standhalten und häufig manuell nachgeladen werden muss. Beides zwingt zu einem eher taktischen Vorgehen, bei dem Deckung gesucht und genutzt werden muss. In die Knie zu gehen gehört in diesem Titel zum Pflichtprogramm.

Die verfügbaren Demos haben noch keinen Einblick in die laut Oculus vollwertige Singleplayerkampagne gegeben und auch der angekündigte Mehrspielermodus wurde nicht gezeigt. Einen kurzen Einblick gab es zu den Videoclips, die den realen Hintergrund vermitteln sollen. Hierfür wird eine Leinwand eingeblendet, auf der der entsprechende Filmausschnitt dann gezeigt wird.

In der Demo handelt dieser von einem US-Veteranen, der zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in die Normandie kommt und währenddessen von seinen Erlebnissen berichtet. Wie diese Videos später ins Spielgeschehen eingebaut werden, ist noch unklar, in der aktuellen Version stellen sie jedoch einen deutlich atmosphärischen Bruch mit dem eigentlichen Spiel dar, in dem dank häufigen Checkpoints und namenloser Gegner ohne viel Nachdenken gestorben und getötet wird.

Medal of Honor: Above and Beyond erscheint 2020 exklusiv für Oculus Rift (S), wird sich mit Oculus Link aber auch auf der Oculus Quest spielen lassen.

ComputerBase hat die Eindrücke zu Medal of Honor: Above and Beyond auf der Konferenz Oculus Connect 6 in San Jose, Kalifornien, gesammelt. Die Teilnahme an der Konferenz erfolgte auf Einladung des Hersteller, der auch die Kosten für Anreise und Übernachtung getragen hat. Eine Einflussnahme auf die Berichterstattung vor Ort fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.