Intel Core i9-9900KS im Test: Benchmarks in Games und Anwendungen sowie Preis/Leistung

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Volker Rißka
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Für den Test des neuen Prozessors kommt das mit Ryzen 3000 eingeführte neue Testsystem zum Zuge. Alle CPUs arbeiten dabei wie immer – und soweit möglich (siehe erste Seite) – gemäß Herstellervorgaben. Ein BIOS-Update für das Z390-Board von Asus war nötig, damit die CPU wie erwartet lief. Einen Einfluss auf die Leistung älterer Intel-CPUs hat dieses Update nicht. Windows 10 war mit allen aktuellen Updates für Version 1903 versehen.

Intel Core i9-9900KS
Intel Core i9-9900KS

Benchmarks in Spielen (Full HD und UHD)

Maximal 300 MHz mehr Takt beim Core i9-9900KS bei Last auf mehr als vier Kernen gegenüber dem 9900K zeigen sich in einigen Spielen gar nicht, andere wiederum legen leicht zu. Intels Ziel, die schnellste Gaming-CPU noch schneller zu machen, wird mit 4 Prozent Vorsprung wie erwartet erreicht.

Deutlicher ist nun aber wieder der Abstand zu Ryzen 3000. Die beiden schnellsten Lösungen von AMD übertrumpft Intels jüngster Spross bei den Frametimes um 11, bei den regulären FPS jetzt wieder um 14 Prozent.

Wird die Auflösung über Full HD angehoben, gehen alle CPUs näher zusammen, da die Grafikkarte in den Vordergrund rückt. In UHD trennen alle schnellen AMD- und Intel-Prozessoren höchsten 5 Prozent in den Frametimes und noch weniger bei den FPS und sind somit als quasi ebenbürtig anzusehen.

Diagramme
9 Einträge Bearbeiten
Test: Performancerating für Spiele (Frametimes, FHD)
    • Intel Core i9-9900KS
      99
    • Intel Core i9-9900KS (127/159 LT)
      98
    • Intel Core i9-9900K
      95
    • Intel Core i7-9700
      94
    • Intel Core i9-9900K (95/119 W LT)
      91
    • Intel Core i7-9700 (65/81 W LT)
      90
    • AMD Ryzen 9 3900X
      89
    • AMD Ryzen 7 3700X
      88
    • Intel Core i7-8700K
      87
    • AMD Ryzen 7 3800X
      87
    • AMD Ryzen 5 3600X
      84
    • AMD Ryzen 5 3600
      83
    • Intel Core i5-8400
      82
    • Intel Core i5-9400F
      82
    • AMD Ryzen 7 2700X
      75
    • Intel Core i7-7700K
      73
    • Intel Core i9-9900X
      73
    • Intel Core i9-9980XE
      72
    • Intel Core i7-9800X
      72
    • AMD Ryzen 5 2600X
      72
    • AMD Ryzen Threadripper 2950X
      71
    • AMD Ryzen Threadripper 2920X
      70
    • Intel Core i9-7980XE
      70
    • Intel Core i9-7960X
      69
    • AMD Ryzen 7 2700
      67
    • AMD Ryzen 5 2600
      66
    • AMD Ryzen 7 1800X
      65
    • AMD Ryzen 5 1600X
      63
    • AMD Ryzen 5 3400G
      60
    • AMD Ryzen 5 2400G
      56
    • AMD Ryzen 3 3200G
      52
    • AMD Ryzen 3 2200G
      51
Einheit: Prozent

Benchmarks in Anwendungen

Auch in der Testreihe mit modernen Anwendungen für Desktop-PCs zeigen die minimalen Taktunterschiede des Core i9-9900KS zum 9900K einen kleinen Leistungsgewinn. Dieser ist natürlich Multi-Core-Anwendungen vorbehalten, denn im Single-Core-Einsatz liegt der gleiche Takt an, folglich wird auch die identische Leistung bereitgestellt. Am Fazit zum Core i9 auf Basis von Coffee Lake Referesh in Anwendungen ändert das am Ende nichts.

Für einen Preis von knapp über 500 Euro gibt es den AMD Ryzen 9 3900X, der dank zwölf Kernen viel mehr Leistung in modernen Anwendungen bietet – das Plus liegt bei beachtlichen 28 Prozent. AMDs Achtkerner der neuen Generation liegen aufgrund des geringen Taktes etwas zurück. Kommt jedoch auch hier der Preis ins Spiel, liegen sie wieder vorn, denn der AMD Ryzen 7 3700X leistet nur 6 Prozent weniger, kostet aber über 200 Euro weniger.

Die Konfiguration der CPUs nach Intels strikten Vorgaben hat in Anwendungen einen größeren Einfluss als in Spielen, denn hier ist der Prozessor in der Regel voll ausgelastet und erreicht die Limits auch. Im Schnitt sind es 6 Prozent Leistungsverlust gegenüber dem Modus „Freie Fahrt“, im Worst Case wird es aber auch zweistellig. Die durchklickbaren Diagramme zeigen das Verhalten der CPU in jedem Test.

Diagramme
14 Einträge Bearbeiten
Test: Performancerating für Anwendungen (Multi-Core)
    • AMD Ryzen Threadripper 2990WX
      86
    • AMD Ryzen Threadripper 2970WX
      77
    • Intel Core i9-9980XE
      76
    • Intel Core i9-7980XE
      76
    • AMD Ryzen 9 3900X
      75
    • Intel Core i9-7960X
      73
    • AMD Ryzen Threadripper 2950X
      69
    • Intel Core i9-9900X
      60
    • AMD Ryzen Threadripper 2920X
      59
    • Intel Core i9-9900KS
      59
    • Intel Core i9-7900X
      58
    • AMD Ryzen 7 3800X
      56
    • Intel Core i9-9900K
      56
    • Intel Core i9-9900KS (127/159 LT)
      56
    • AMD Ryzen 7 3700X
      55
    • AMD Ryzen Threadripper 1920X
      54
    • Intel Core i9-9900K (95/119 W LT)
      53
    • Intel Core i7-9800X
      50
    • AMD Ryzen 7 2700X
      44
    • AMD Ryzen 5 3600X
      44
    • AMD Ryzen 5 3600
      42
    • Intel Core i7-9700
      42
    • Intel Core i7-8700K
      40
    • AMD Ryzen 7 1800X
      39
    • AMD Ryzen 7 2700
      39
    • Intel Core i7-9700 (65/81 W LT)
      36
    • AMD Ryzen 7 1700
      35
    • AMD Ryzen 5 2600X
      34
    • AMD Ryzen 5 2600
      32
    • AMD Ryzen 5 1600X
      31
    • Intel Core i5-9400F
      28
    • Intel Core i7-7700K
      28
    • Intel Core i5-8400
      27
    • AMD Ryzen 5 3400G
      22
    • AMD Ryzen 5 2400G
      21
    • Intel Core i7-4770K
      20
    • AMD Ryzen 3 3200G
      16
    • Intel Core i7-2600K
      16
    • AMD Ryzen 3 2200G
      16
Einheit: Prozent

Preis/Leistung in Anwendungen und Games

Auf vielfachen Wunsch der Community wird das Preis-Leistungs-Diagramm wieder eingeführt – nachdem es vor einigen Jahren aufgrund der Wünsche der Community entfernt worden war. Diese Diagramme sind nicht perfekt, denn sie gewichten sehr stark und berücksichtigen beispielsweise andere Komponenten wie die im Test in Spielen genutzte Grafikkarte vom Schlag einer GeForce RTX 2080 Ti nicht. In jedem Fall sollten diese Diagramme nicht zur alleinigen Kaufentscheidung genutzt werden.

600 Euro verlangen Händler aller Voraussicht nach zum Start für den neuen Intel Core i9-9900KS, was einen deutlichen Aufpreis von fast 100 Euro gegenüber dem 9900K bedeutet und weit entfernt von Intels Preisempfehlung (25 US-Dollar Aufpreis) ist. Auf dem Preisniveau liegen sogar die nun im Preis gefallenen Skylake-X, im Anwendungs-Rating sieht es für den 9900KS dementsprechend schlecht aus. Nahezu jede andere CPU in der Mittelklasse und dem Preisbereich ist derzeit besser für Anwendungen beim Verhältnis von Preis zu Leistung geeignet.

Diagramme
Preis / Leistung in Multi-Core-Anwendungen 020406080Test: Performancerating für Anwendungen (Multi-Core) [Prozent] besser schlechter Ryzen 9 3900XRyzen 7 3800XRyzen 7 3700XRyzen 5 3600XRyzen 5 3600TR 1920XTR 2920XCore i9-9900KSCore i9-9900KCore i7-9700Core i5-9400FCore i7-9800XCore i9-9900X 100238375513650Preis [Euro]

In Spielen liefert der Intel Core i9-9900KS die höchste Leistung, kostet aber auch am meisten. In Relation aus Leistung und Preis stehen viele CPUs hier deutlich besser da, denn sie liefern beispielsweise 85 Prozent der Leistung des besten Modells für den halben Preis. Das Spiel ließe sich sogar noch weiter treiben: Ein Ryzen 3 als APU liefert kombiniert mit der besten Grafikkarte ebenfalls noch 50 Prozent der Leistung eines 9900KS, kostet aber nur ein Achtel. Durch die Auswirkung der Grafikkarte schneiden kleinere Prozessoren in dem Rating immer tendenziell besser ab, als große Modelle.

Preis / Leistung Spielen (FHD, Frametimes) 60708090100Test: Performancerating für Spiele (Frametimes, FHD) [Prozent] besser schlechter Ryzen 9 3900XRyzen 7 3800XRyzen 7 3700XRyzen 5 3600XRyzen 5 3600TR 1920XTR 2920XCore i9-9900KSCore i9-9900KCore i7-9700Core i5-9400FCore i7-9800XCore i9-9900X 100238375513650Preis [Euro]

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