GeForce GTX 1660 Super im Test: Taktraten und Benchmarks

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Wolfgang Andermahr 161 Kommentare

Im Forum von ComputerBase kommt immer wieder die Frage auf, wie die Redaktion im Detail Grafikkarten testet. Da dies ein ziemlich umfangreiches Unterfangen mit diversen Benchmarks, Messungen, Tools und Methoden ist, fällt die Beantwortung der Frage umfangreich aus.

So testet ComputerBase Grafikkarten

Um dem Thema ausreichend Raum zu geben, hat die Redaktion einen separaten Artikel erstellt. Dieser widmet sich ausschließlich der Frage, wie ComputerBase Grafikkarten testet.

Der Artikel geht unter anderem ausführlich auf das genutzte Testsystem ein. Das betrifft sowohl das Gehäuse mitsamt der Lüfterbestückung – was entscheidend für Lautstärke und Temperatur ist – als auch die verbaute Hardware und wie diese konfiguriert ist. Es wird ebenfalls darauf eingegangen, welche Grafikkarten mit welchem Takt betrieben werden. Darüber hinaus wird genauer erläutert, wie sämtliche Messreihen, zum Beispiel für die Leistungsaufnahme, durchgeführt werden.

Videos und Spielstände zum Nachtesten

Der wichtigste Aspekt bei fast allen Grafikkarten-Tests sind die Spiele-Benchmarks. Der Methodik-Artikel beschäftigt sich mit den Spielen selbst, geht auf die möglichen Besonderheiten wie zum Beispiel DirectX 12 sowie Vulkan ein und beschreibt die genutzten Grafikdetails – denn nicht in jeder Auflösung testet die Redaktion mit der bestmöglichen Optik.

Darüber hinaus gibt es zu jedem Spiel die Testszene in einem Video zu sehen und – falls möglich – wird ein Spielstand bereitgestellt, sodass jeder Leser die Sequenz nachstellen und nachvollziehen kann. Abschließend klärt der Artikel, welche Tools ComputerBase für die Benchmarks einsetzt, und auch, wie die Ergebnisse in Form von Bildern pro Sekunde (FPS) und Frametimes dargestellt werden.

Die tatsächlichen Taktraten unter Last

Limitieren weder das Temperature- noch das Power-Target, kann die Asus GeForce GTX 1660 Super Dual Evo OC unter Volllast maximal mit 1.935 MHz arbeiten. Die Gigabyte GeForce GTX 1660 Super Gaming OC bietet mit 1.965 einen um 30 MHz höheren Takt. In Spielen liegt in beiden Fällen aber längst nicht immer der volle Takt an. Die Asus-Grafikkarte ist so konfiguriert, dass sie in den meisten Spielen leicht ins Power-Target (125 Watt) läuft. Die vollen 1.935 MHz gibt es durchweg nur in vier Spielen, ansonsten ist die Frequenz leicht niedriger. The Division 2 zeigt mit 1.875 MHz bis 1.905 MHz den geringsten Takt.

Die tatsächlichen Taktraten im Phanteks Enthoo Evolv X
Spiel (1.920 × 1.080) Asus GeForce GTX 1660
Super Dual Evo OC
Gigabyte GeForce GTX 1660
Super Gaming OC
Maximaler Takt in Spielen 1.935 MHz 1.965 MHz
Anno 1800 1.905–1.920 MHz [PT] 1.950–1.965 MHz [PT]
Anthem 1.905–1.920 MHz [PT] 1.935–1.965 MHz [PT]
Assassin's Creed Odyssey 1.935 MHz 1.965 MHz
Battlefield V 1.905–1.920 MHz [PT] 1.950–1.965 MHz [PT]
Call of Duty: Black Ops 4 1.905–1.920 MHz [PT] 1.950–1.965 MHz [PT]
Dirt Rally 2.0 1.935 MHz 1.965 MHz
F1 2019 1.920–1.935 MHz [PT] 1.965 MHz
Far Cry New Dawn 1.920–1.935 MHz [PT] 1.965 MHz
Hitman 2 1.890–1.920 MHz [PT] 1.935–1.965 MHz [PT]
Just Cause 4 1.935 MHz 1.965 MHz
Metro Exodus 1.875–1.920 MHz [PT] 1.935–1.965 MHz [PT]
Rage 2 1.905–1.920 MHz [PT] 1.965 MHz
Resident Evil 2 1.905–1.920 MHz [PT] 1.950–1.965 MHz [PT]
Shadow of the Tomb Raider 1.905–1.920 MHz [PT] 1.915–1.965 MHz [PT]
The Division 2 1.875–1.905 MHz [PT] 1.915–1.965 MHz [PT]
[P] = Power-Target limitiert, [T] = Temperature-Target limitiert

Die Gigabyte GeForce GTX 1660 Super Gaming OC liefert dagegen in sieben Spielen den vollen Takt von 1.965 MHz, in den restlichen Titeln wird dieser durch das Power-Target (140 Watt) nur leicht reduziert. Shadow of the Tomb Raider und The Division 2 zeigen mit 1.915 MHz bis 1.965 MHz die niedrigste Frequenz.

Auf beiden Grafikkarten lässt sich das Power-Target erhöhen. Auf der GeForce GTX 1660 Super Dual Evo OC lassen sich maximal 150 Watt einstellen, auf der GeForce GTX 1660 Super Gaming OC 176 Watt. Dann arbeiten beide Modelle in allen Spielen durchweg mit der vollen Frequenz.

Benchmarks in 1.920 × 1.080

Die GeForce GTX 1660 Super landet genau da, wo sie landen sollte: ein gutes Stück vor der GeForce GTX 1660 und nur knapp hinter der GeForce GTX 1660 Ti. Arbeitet das neueste Super-Produkt nach Nvidias Referenzvorgaben, liefert die Grafikkarte in Full HD 11 Prozent mehr FPS als die GeForce GTX 1660, während die GeForce GTX 1660 Ti noch 2 Prozent schneller ist.

Damit ist die GeForce GTX 1660 Super 16 Prozent schneller als die Radeon RX 590 – und auch wenn die für November angekündigte Radeon RX 5500 noch nicht im Handel angekommen ist, ist jetzt schon klar, dass der kleine Navi-Ableger sich vermutlich mit der GeForce GTX 1660 anlegen können wird, nicht aber mit der GeForce GTX 1660 Super. Wie bei GeForce RTX 2060 Super und 2070 Super hat Nvidia auch hier also vorgesorgt.

Die neue GeForce GTX 1660 Super ist beinahe so schnell wie die GeForce GTX 1070 – das Modell mit Pascal ist im Schnitt nur noch 4 Prozent voraus. Bei den Frametimes sieht es unter den Nvidia-Beschleunigern absolut gleich aus. Der Abstand der Radeon RX 590 zur GeForce GTX 1660 Super schrumpft dagegen auf 8 Prozent.

Die Asus GeForce GTX 1660 Super Dual Evo OC ist leicht übertaktet, allerdings sieht man das selbst auf dem Papier kaum. Im Durchschnitt liefert die Grafikkarte durch die höhere Frequenz 1 Prozent mehr Bilder in der Sekunde. Und die Gigabyte GeForce GTX 1660 Super Gaming OC ist dann noch mal 1 Prozent schneller, sodass der Abstand zur Standardvariante 2 Prozent beträgt. Die großen OC-Modelle der GeForce GTX 1660 Super setzen vermutlich noch mal einen obendrauf, doch zeichnet sich ab, dass die übertakteten Custom-Designs kaum zusätzliche Leistung finden.

Da GeForce GTX 1660, GeForce GTX 1660 Super und GeForce GTX 1660 Ti dieselbe Architektur haben und ähnlich konfiguriert sind, gibt es in den einzelnen Spielen kaum Abweichungen gegenüber dem Durchschnittswert. Anno 1800 und Shadow of the Tomb Raider stellen zwei Ausnahmen dar, die allerdings durch unterschiedliche Treiber zustande kommen. Da dies aber die einzigen Ausreißer sind, haben sie keine relevante Auswirkung auf die Ratings.

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