Lancool II: Lian Li öffnet einen Midi-Tower für Luft und Blicke

Max Doll 29 Kommentare
Lancool II: Lian Li öffnet einen Midi-Tower für Luft und Blicke
Bild: Lian Li

Das Lancool One, das erste Gehäuse aus Lian Lis wiederbelebter Budget-Serie, trug eine geschlossene Front und ließ wenige Einblicke zu. Das Lancool II ist sowohl für Blicke als auch für Luft wesentlich offener.

Die Front trägt weiterhin RGB-Elemente, die nun aber zu breiten, luftdurchlässigen Mesh-Streifen werden. Weitere Durchlässigkeit, allerdings für Blicke, schaffen zwei gläserne, an Scharnieren aufgehängte und magnetisch schließende Fenster, die allerdings keinen Einblick in das abgeschottete, untere Segment des Towers bieten. Kabel werden deshalb im Inneren auf Vor- und Rückseite mit Blenden abgedeckt.

Verbaut werden können prinzipiell E-ATX-Mainboards. Mit einer Breitenbeschränkung von 280 Millimetern lassen sich aber theoretisch nicht alle Hauptplatinen dieses Formfaktors verbauen. Kühler und Grafikkarte wird keine praktisch bedeutsame Einschränkung vorgegeben, für das Netzteil gilt, ausgenommen den Bereich über einem Kilowatt, das Gleiche, wofür ein verschiebbarer HDD-Käfig vor dem Stromspender sorgt. Der Käfig nimmt zwei Laufwerke im 2,5"- oder 3,5"-Format auf, vier weitere 2,5"-Laufwerke können auf Halterungen hinter dem Mainboard-Tray sowie die Innenseite des Netzteil-Shrouds verteilt werden.

Lüfter können an Vorderseite, Deckel, Heck sowie auf der Oberseite der Netzteil-Blende montiert werden. Die Lüfterhalterung in der Front kann zudem um fünf Zentimeter in den Innenraum verschoben werden. Für Lüfter und Radiatoren stehen je nach Position zwischen 55 und 110 Millimeter in der Tiefe zur Verfügung. Kurios: Lian Li warnt vor „nicht reparierbarer Verformung“, wenn ein 140- oder 280-mm-Radiator direkt mit der Innenseite des Halters verschraubt wird, Nutzer sollen in diesem Fall Lüfter unter dem Wärmetauscher verbauen und ihn durch diese hindurch befestigen. Schmalere Radiatoren sind nicht betroffen, maximal nimmt die Halterung ein 360-mm-Modell auf, der Deckel ein 240-mm-Exemplar.

Der Hersteller bietet darüber hinaus Zubehör für das Gehäuse an. Erworben werden können ein USB-Type-C-Port für das I/O-Panel, ein Riser-Kit für die Grafikkarten, ein GPU-Halter sowie ein Hot-Swap-Modul für den Laufwerkskäfig. Wie zuletzt NZXT setzt Lian Li am I/O-Panel zudem nur noch auf einen einzigen 3,5-mm-(TTRS-)Stecker, der sowohl Mikrofon- als auch Audiobuchse kombiniert.

Nur der Preis ist bekannt

Das Lian Li Lancool Two wird den Handel in der Farbe Schwarz für rund 90 US-Dollar, mit weißem Anstrich für rund 100 US-Dollar erreichen. Zur Verfügbarkeit hat sich der Hersteller bislang nicht geäußert.

Lian Li Lancool II
Mainboard-Format: E-ATX, ATX, Micro-ATX
Chassis (L × B × H): 478 × 229 × 494 mm (54,07 Liter)
Seitenfenster
Material: Stahl, Glas
Nettogewicht: ?
I/O-Ports: 1 × USB 3.1 (USB 3.2 Gen 2) Type C, 2 × USB 3.0 (USB 3.2 Gen 1), HD-Audio, RGB-Beleuchtung
Einschübe: 3 × 3,5"/2,5" (intern)
4 × 2,5" (intern)
Erweiterungsslots: 7
Lüfter: Front: 2 × 140 mm oder 3 × 120 mm (optional)
Heck: 1 × 120 mm (optional)
Deckel: 2 × 140/120 mm (optional)
Innenraum: 2 × 120 mm (optional)
Staubfilter: Deckel, Front, Netzteil
Kompatibilität: CPU-Kühler: 176 mm
GPU: 384 mm
Netzteil: 210 mm
Preis: 90 $