GeForce GTX 1650 Super im Test: Lautstärke, Temperatur, Leistungsaufnahme und das Übertakten

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Wolfgang Andermahr 246 Kommentare

Lautstärke & Kühlung

Die MSI GeForce GTX 1650 Super Gaming X schaltet bei niedrigen Temperaturen wie auf dem Windows-Desktop die Lüfter aus und arbeitet entsprechend lautlos. Doch auch beim Spielen wird es nicht großartig lauter, denn mit nur 29 Dezibel muss man schon ziemlich genau aufpassen, um die Grafikkarte aus einem geschlossenen Gehäuse auszumachen. Die zwei Axiallüfter agieren nämlich mit nur rund 1.000 Umdrehungen in der Minute, was der Lautstärke zugutekommt.

Hinzu kommt, dass es unter Last nur leise elektronische Störgeräusche gibt, die aus einem geschlossenen Gehäuse nicht mehr auffallen. Daher eignet sich die MSI GeForce GTX 1650 Super Gaming X ohne Einschränkungen für einen echten Silent-PC.

Wie heiß werden die Grafikkarten?

MSI schießt bei der GeForce GTX 1650 Super Gaming X definitiv mit Kanonen auf Spatzen, denn trotz des sehr leisen Betriebs schafft es das Kühlsystem auch die Temperaturen sehr niedrig zu halten. Beim Spielen erwärmt sich die TU116-GPU auf nicht mehr als 61 Grad Celsius. Die Kombination aus Lautstärke und Temperatur ist sehr gut. Auch die Kartenrückseite bleibt mit 53 Grad angenehm. Das Kühlsystem hat entsprechend noch große Reserven.

Messung der Leistungsaufnahme

Bei geringer bis keiner Last verhält sich die MSI GeForce GTX 1650 Super Gaming X vergleichbar zu anderen kleinen Turing-Grafikkarten. Für den Windows-Desktop benötigt die Grafikkarte 9 Watt, für die Wiedergabe eines UHD-Videos mit 60 FPS auf YouTube sind es 21 Watt. Die GeForce GTX 1650 erzielt mit 8 respektive 19 Watt vergleichbare Ergebnisse.

Der Stromhunger im Spielen

Beim Spielen benötigt die GeForce GTX 1650 Super im Schnitt 101 Watt, die kaum übertaktete Gaming X von MSI kommt auf denselben Wert. Damit liegt die Grafikkarte zentral zwischen GeForce GTX 1650 und GeForce GTX 1660. Erstere ist 29 Watt sparsamer, letztere legt noch einmal 15 Watt obendrauf. Die GeForce GTX 1060 hat noch 112 Watt benötigt, während die vergleichbar schnelle Radeon RX 590 mit 222 Watt mehr als die doppelte Energie benötigt – das wird erst die kommende Radeon RX 5500 richten können.

Die Energieeffizienz als Performance pro Watt

Die GeForce GTX 1650 Super arbeitet sehr energieeffizient. Der Grafikkarte wäre auch fast der erste Platz gelungen, nur die GeForce GTX 1650 ist noch minimal effizienter – trotzdem ist das Ergebnis des Super-Modells beeindruckend. Die GeForce GTX 1660 schneidet minimal schlechter ab, gegenüber der ähnlich flotten GeForce GTX 1060 gibt es 18 Prozent mehr FPS pro Watt. AMDs Polaris-Riege kommt auf nicht einmal halb so viele FPS pro Watt.

Performance pro Watt – 1.920 × 1.080
Einheit: Prozent
    • Nvidia GeForce GTX 1650
      100,0 %
    • MSI GTX 1650 Super Gaming X
      97,6 %
    • Nvidia GeForce GTX 1650 Super
      96,8 %
    • Nvidia GeForce GTX 1660
      93,6 %
    • Nvidia GeForce RTX 2060
      87,3 %
    • Nvidia GeForce GTX 1060
      82,1 %
    • AMD Radeon RX 5700
      81,3 %
    • AMD Radeon RX 580
      45,5 %
    • AMD Radeon RX 590
      44,9 %
    • AMD Radeon RX 570
      41,2 %

Die Grafikkarte übertaktet

Auch wenn das Übertaktungspotenzial der MSI GeForce GTX 1650 Super Gaming X aufgrund des nur um 10 Prozent anhebbaren Powerlimits eingeschränkt ist, lässt sich noch etwas Performance aus der Grafikkarte herauskitzeln. So lässt sich der GPU-Takt um 131 MHz erhöhen, bevor es zu Abstürzen kommt. In Spielen arbeitet die Grafikkarte dann mit knapp unter 2.100 MHz.

Der 4 GB große GDDR6-Speicher kennt kaum ein Limit. Eigentlich taktet er mit gemächlichen 6.000 MHz, doch auch mit 7.250 MHz läuft er noch problemlos; erst 7.500 MHz sind zu viel. In Spielen lässt sich die Performance um etwa 8 Prozent erhöhen.

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