CES 2020

Dell UP3221Q: Monitor mit 2.000 dimmbaren Mini-LED-Zonen

Michael Günsch 68 Kommentare
Dell UP3221Q: Monitor mit 2.000 dimmbaren Mini-LED-Zonen
Bild: Flat Panels HD

Die bisher vorgestellten Monitore mit Mini-LED-Technik setzen in der Regel auf 1.152 dimmbare Zonen. Dell geht beim UP3221Q einen Schritt weiter und spricht von „2K mini LED local dimming zones“, also (rund) 2.000 Zonen. Der 32-Zoll-Monitor bietet 3.840 × 2.160 Pixel, IPS, DisplayHDR 1000 sowie ein integriertes Kolorimeter.

Der UltraSharp UP3221Q gehörte nicht zu den diversen Monitorvorstellungen, die Dell bereits kurz vor der CES bekannt gegeben hat. In Las Vegas wurde er dann aber doch ausgestellt, wie unter anderem die Websites Flat Panels HD und Hardwareluxx berichten.

Feineres Local Dimming durch mehr Mini-LED-Zonen

Die Mehrzahl an separat in der Helligkeit regulierbaren Mini-LED-Zonen sorgt für ein feineres Local Dimming und dürfte insbesondere bei kleinen hellen Objekten auf dunklem Untergrund Vorteile bieten. Denn bei Bildschirmen mit nur wenigen Zonen sind die Übergänge von dunkel zu hell in manchem Szenario unschön erkennbar. Ein extremes Negativbeispiel ist etwa der Samsung C49RG90 mit seinen nur zehn Local-Dimming-Zonen, die in besagter Konstellation als vertikale Streifen deutlich auffallen. Full Array Local Dimming (FALD) mit bis zu 512 Zonen bei herkömmlichem LED-Backlight bietet bereits feinere Übergänge und Mini-LED-Backlight mit 1.152 Zonen oder mehr ist nochmals besser aufgestellt. Allerdings sind Mini-LED-Monitore noch verhältnismäßig teuer: Erste Modelle kosten rund 3.000 Euro.

Als Mitglied der PremierColor-Serie wird Wert auf eine präzise Farbwiedergabe gelegt, wobei das in der unteren Front hinter einer Klappe integrierte Kolorimeter eine regelmäßige Kalibrierung ohne externes Werkzeug ermöglicht. Schon beim UP2720Q setzte Dell auf einen eingebauten Farbmesser, den es auch bei Monitoren des Herstellers Eizo gibt. Eine passende Kalibrier-Software von CalMan ist beim UP3221Q integriert (CalMan Powered). Angaben zum durchschnittlichen Farbabstand (Delta E) ab Werk liegen nicht vor. Zu welchem Anteil die von Dell erwähnten Farbräume DCI-P3, Adobe RGB und BT.2020 jeweils abgedeckt werden, bleibt vorerst unklar.

Die Zertifizierung für den VESA-Standard DisplayHDR 1000 bedeutet aber, dass der Monitor DCI-P3 zu mindestens 90 Prozent abdeckt und punktuell eine Leuchtkraft von mindestens 1.000 cd/m² erreicht. Zu den Anschlüssen soll unter anderem Thunderbolt 3 zählen. Auch die Blendschutzhaube weist auf das vornehmliche Einsatzgebiet im (semi-)professionellen Bereich hin.

Weder zur Verfügbarkeit noch zum Preis liegen konkrete Informationen vor. Hardwareluxx will zumindest erfahren haben, dass der Marktstart im zweiten Halbjahr erfolgt.